• Sticky Fazit des Superwahljahres, Kommentar der Bundestagswahl, ein Epilog auf die abgestürzte politische Kultur

    Der deutsche Winter

    Endlich ist dieses deutsche Superwahljahr mit dem kläglichen Europawahlkampf und dem unsäglichen Bundestagswahlkampf zu Ende. Unsere politische Kultur ist aus dem Kellergeschoss in die Katakomben hinuntergezogen.
    Hinweis: der Text wurde schon zwei Tage vor den Wahlen geschrieben und erstmalig publiziert. Ändern musste ich ihn nicht. :>>

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  • Im Westen was Neues - Blogempfehlung

    „Der Westen“ – ein Phänomen, das man nie ganz zu fassen bekommt. Und dennoch weiß die Mehrzahl der Menschen mit diesem Begriff etwas anzufangen. Seit dem Untergang des Sowjetimperiums und dem Ende der Block-Konfrontation steht „der Westen“ vor allem für jene Staaten und Institutionen, für jene Wirtschaftsordnung und ganz allgemein auch für all jene Menschen, die scheinbar siegreich aus dem konfliktreichen 20. Jahrhundert hervor gegangen sind, also insbesondere in Nordamerika und der Europäischen Union. Dass dieser Sieg von kürzerer Dauer sein könnte, als man „im Westen“ hofft, lassen die Wachstumszahlen aufstrebender Nationen wie China und Indien ebenso erahnen wie die zahlreichen neuen Konflikte in aller Welt.

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  • 20 Jahre! Geburtstag der UN- Kinderrechtekonvention - Glückwunsch, Wunsch nach mehr Glück

    Kinder haben das Recht auf eine Kindheit.

    Rumbek, Südsdan, Kinder in Flüchtlingslager, sep2008, (c)AFP
    Rumbek, Südsudan, Kinder in Flüchtlingslager, sep2005, (c)AFP


    Darauf, nicht schon als Dreikäsehochs ihren Existenzkampf wie Erwachsene führen zu müssen, alleine, oder aber in die Existenzkämpfe oder schlimmeren Kämpfe der Erwachsenen eingebunden zu werden. Das Recht, fürsorglich liebende Eltern zu haben, die sich um sie kümmern können, materiell und psychisch gesehen, und die sich um sie kümmern wollen, moralisch gesehen. Das Recht, nicht unterdrückt, nicht geschlagen, nicht ausgebeutet, nicht misshandelt, nicht verschleppt, nicht getötet zu werden, denn sie können sich am wenigsten wehren. Das Recht auf Erziehung, Vermittlung von Bildung, auf Ernährung, Heim, Kleidung. Das Recht, sich ihren Anlagen und Potenzialen gemäß zu entwickeln und nicht nach den Vorstellungen der Großen, falls diese das anders sehen.
    Kinder haben in allererster Linie das Recht, nicht zu verhungern. Wenn Bundeskanzlerin Merkel am heutigen Jahrestag der Kinderrechte auch einige gesalbte Worte dazu äussert,

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  • Fazit FAO Welthungergipfel: Offenbarungseid der Reichen, Attacke der Nahrungs-Multis, Widerstand der NGOs

    Zunächst das

    FOTO DER WOCHE:
    (c)AFP, Mouammar Kadhafi, Silvio Berlusconi, Hungergipfel FAO à Rome, le 16 novembre 2009
    (c)AFP, Mouammar Kadhafi, Silvio Berlusconi, Hungergipfel FAO à Rome, le 16 novembre 2009

    Zwei der wichtigsten Männer auf der Konferenz, und damit ist schon fast alles gesagt.

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  • Asien-Pazifik-Gipfel APEC, die Klima-Terminators | Klimaflüchtlinge II - Interview mit UNHCR

    Caracas, Trockenheit, (c)reuters,oct09
    Caracas, Trockenheit, (c)reuters,oct09: Venezuela hat Versorgunmgsprobleme mit Wasser

    | 15.11.2009 | 23:00 UTC
    APEC-Staaten nicht zu konkreter Treibhausgas-Reduzierung bereit
    Deutsche Welle
    SINGAPUR: Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen wird es trotz jahrelanger Vorverhandlungen kein rechtlich bindendes Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll geben. Drei Wochen vor Beginn des Treffens verwässerten die USA, China und die 19 anderen Mitgliedsländer des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) bei einem Gipfeltreffen in Singapur ihre Ziele zur Treibhausgas-Reduzierung. In der Abschlusserklärung wurden Passagen abgeschwächt oder ganz gestrichen, die unter anderem eine Halbierung des CO2-Ausstoßes bis 2050 vorsahen. Stattdessen begrüßten die APEC-Staaten die Zielsetzung des dänischen Regierungschefs Lars Lokke Rasmussen, in Kopenhagen nur eine politisch verbindliche Vereinbarung zu erreichen und konkrete Entscheidungen erst später zu fällen. - Rasmussen, der Gastgeber beim Gipfel in Kopenhagen sein wird, war überraschend nach Singapur gereist, um dort seine Vorschläge zu unterbreiten.

    Vorgesehen war, heute hier mein kleines Dossier » "Wohin die Millionen Klimaflüchtlinge? by Anna Gosline, New Scientist, deutsch | Dossier Klimawandel Kopenhagen Teil I" um die Zusammenfassung des Gespräches des Verantwortlichen für Fragen des Klimawandels beim UN- Flüchtlingskommissariat UNHCR mit der Nachrichtenagentur AFP, nun weiter unten zu finden, zu ergänzen.

    Leider meine ich , aus aktuellem Anlass zuvor noch einige Worte äussern zu müssen über den ArPECschlöchergipfel vom Wochenende
    ("APEC" = Asiatisch-Pazifischer Wirtschaftsrat, "rschlöcher" sind seine Mitglieder), der alle Hoffnungen auf Einsicht in die Notwendigkeiten in der Klimapolitik beim Klimagipfel Kopenhagen in drei Wochen begraben hat.

    Der Anti-Klimagipfel
    Die ArPECschlöcher, besonders stinkend: USA und China

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  • Welthunger: Welternährungsorganisation FAO mobilisiert (Petition) für Romkonferenz gegen Hunger

    Soeben ist zu lesen, dass der Asien-Pazifikgipfel APEC ein gutes Klimaabkommen in Kopenhagen platzen lassen will, worüber ich mich morgen oder übermorgen noch in meinem nächsten Beitrag zum Thema Klimaflüchtlinge aufregen werde.
    Auch die Welthungerkrise kann ja nicht vollständig vom Klimawandel abgetrennt werden und einzig mit ganz anderen Agrar- und Entwicklungspolitiken bekämpft werden, aber bei diesem Menschheitsproblem geht es jetzt schon ziemlich definitiv zur Sache: Morgen beginnt in Rom die Welternährungskonferenz, bei der einige reiche Staaten, darunter Deutschland, von versprochenen Hilfeleistungen nur noch einen kleinen Teil kennen und umsetzen wollen, » siehe hier in einem mit vielen Infolinks bestückten Aufruf der NGO avaaz.
    Die gute Nachricht: Es gibt eine neue, absolut unterstützenswerte Initiative von der Welternährungsorganisation FAO:

    Banner Hungerpetition FAO

    "Eine Millarde Menschen leben ununterbrochen in Hunger. In der Zeit, die Sie brauchen, um dieses Video anzuschauen, sterben zwei Kinder an Hunger.
    Wenn sie auch meinen, dass diese Situatioon unakzeptierbar ist, dann unterzeichnen Sie bitte diese Petition «Ich bin einverstanden»."

    Zum Video und zur Petition der FAO geht es mit Klick hier rechts.
    In Rom werden Nägel mit Köpfen gemacht, beziehungsweise vielleicht leider ohne Köpfe. Lärmen wir, was das Zeug hält, und danach für die Kopenhagener Klimakonferenz!
    Es gibt höhere Werte und Pflichten als unser glimpfliches Davonkommen und unser Wachstum!
    »»» Alle Welthungerartikel hier im Blog

  • Das Ausmaß des EU-Milchdumpings - Alternativer Ernährungsgipfel in Rom - Info unabhängige Bauerngewerkschaften

    von Burki aus 24H; LausanneKommende Woche findet in Rom der Welternährungsgipfel statt, und nebenan ein » internationales Parallelforum von Organisationen, die für eine andere Landwirtschaft und Argrarpolitik einterten. Dazu mehr unten, hier zunächst ein paar interessante Zahlen am Beispiel der Milchpreise:

    Die Europäische Union hat nach den Recherchen der Nichtregierungsorganisation Oxfam seit Jahresbeginn den Export von umgerechnet sieben Millionen Tonnen Milch mit knapp 300 Millionen Euro gefördert. Das entspricht einer Steigerung der Subventionen um das Zehnfache im Vergleich zum Vorjahr (2008: 29 Millionen). Die subventionierte Milchausfuhr hat einen Anteil von fünf Prozent an der europäischen Milchanlieferung und von 17 Prozent am Weltmilchmarkt.

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  • Gruß an die streikenden Studentinnen und Studenten: Schafft uns allen eine Perspektive!

    Natürlich bekommt auch ein in Nischenthemen versunkener Weltbeobachter wie unsereins manchmal Schlagzeilen aus der heimischen Presse mit. Alle paar Jährchen wieder fließt frisches Blut in die Adern meiner politischen Sehnsüchte, wenn es wieder heisst: die Studenten streiken, demonstrieren, besetzen Hörsäle. Ich bin 52, meine Jugend war vom Protest geprägt, auch wenn ich 1968 noch ein kleiner Junge war und erst etwas später die "Grenzen des Wachstums" vom Club of Rome las und mir der grenzen- und rücksichtslosen globalen Raffgier und Dominanzsucht unseres westlichen Zivilisationsmodells bewusst wurde. Vorne werden Natur, Menschen und Ressourcen gefressen, damit hinten Kapital und eine Konsumwelt hinausgedrückt werden kann, die doch nur in den Nachkriegsjahrzehnten, als es um Wiederaufbau, die Befriedigung elementarer materieller Bedürfnisse und die ersten Wohlstandswünsche ging, die Menschen glücklicher gemacht hatte. Und oben kommen Sprechblasen heraus über Werte, Menschenrechte, sogar Solidarität, über unter aufgeklärten Menschen selbstverständliche Dinge, die aber von den politischen und ökonomischen Eliten scheinends als eine Art käufliche Ware angesehen werden, deren Preis mit der Konjunktur oder der Nachfrage (bei Kritik an anderen) steigt oder fällt.

    Von den Geburtsjahren her gesehen zählten zu meiner kulturellen Generation eigentlich zwei Generationen, denn Mitte die 1960er waren die Älteren schon gut 30 Jahre alt, und zehn Jahre später die Jüngeren sogar gut unter 18, Dennoch sehe ich uns als eine Generation - gemeint ist natürlich immer eine Minderheit, aber eben eine sehr große - an, der ersten Generation nach dem Krieg, die einen radikalen Bruch vollzogen hatte mit dem, was man ihr als scheinbar fast perfekt verkaufen wollte, teilweise sogar mit der Elterngeneration, in der viele Menschen vom Materialismus, vom "Keine Experimente", vom "Weiter so", vom "Immer mehr" so sehr aufgefressen waren, dass sie sich einem Nachdenken, einer Infragestellung von Gegenwart, Vergangenheit und aus denen beiden geradlinig projektierter Zukunft glattweg verweigerten.

    Für den damaligen sozialdemokratischen Bundeskanzler Helmut Schmidt sind wir heute noch "pubertäre Spinner" und wohlstandsverwöhnte querulierende Fantasten.

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  • Selbstmorde wegen Stress bei der Arbeit: Französische Gewerkschaften mobilisieren.

    «Täuschen wir uns nicht: Der Selbstmord eines Angestellten von France Télécom in Marseille ist keine isolierte Manifestation. Nach Damien Crespo, Gewerkschaftsvertreter von FO (Force Ouvriere) Communication, in einer Befragung durch das Journal du Dimanche JDD, ist es ein Symbol eines "allgemeinen Unwohlseins". In einem an seine Familie adressierten und von den Gewerkschaften übermittelten Brief erklärt der 51-jährige Selbstmörder: "Ich bringe mich wegen meiner Arbeit bei France Télécom um. Das ist der einzige Grund". Seit 2008 haben 18 Angestellte des Konzerns ihrem Leben ein Ende gesetzt.»
    So berichtete das JDD in einem » Artikel (frz Orig.) im Juli dieses Jahres, und mittlerweile wurden über 25 Selbstmörder wegen der Arbeitsbedingungen gezählt, und mitllerweile hat sich in Frankreich ein Widerstand der Konzernangestellten und der Gewerkschaften gegen unerträgliche Arbeitsbedingungen durch massenweisen Personalabbau, Schliessung und Verlagerung von Filialen, und durch Auflösung und Neugründung von Gesellschaften einzig zum Zwecke der Ersetzung der alten kollektiven Tarif- und Arbeitsverträge durch individuelle Abkommen aufgebaut - im Falle von FT, letztens sogar erfolgreich.
    Diese Selbstmorde sind, international gesehen, vielleicht eine isolierte französische Manifestation, die grundliegende Situation ist es aber nicht. Auch bei uns in Deutschland gibt es infolge von Konzernzerstückelungen oder Privatisierungen immer schlimmer werdende Arbeitsbedingungen und Betriebsklimata. Kämpft man bei uns auch dagegen? Falls doch, dann geschieht das wohl sehr "diskret", wie so oft bei unseren zahmen Gewrkschaften. Deshalb mache ich diese ganze französische Geschichte hier mit meinen Übersetzungen publik; für unsere soziale Selbstverteidigung brauchen wir Vorbilder, meine ich.

    MANIF ANTI STRESS - A Marseille, reuters, oct09ANTI STRESS DEMONSTRATION in Marseille, reuters, oct09

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  • Frauen in Afrika, die Motoren der kleinen Fortschritte... | Zwei Geschichten

    ..., der kleinen Fortschritte, die allein den Begriff der Menschenwürde mit einem für die einfachen Bewohner des Kontinents greifbaren Sinn füllen; die hoffentlich einmal in den so nötigen und so gewünschten großen Fortschritt des schwarzen Kontinents münden werden, welcher, so denke ich nach drei Jahren intensiver Beobachtung der 50-jährigen Stagnation, des Hin und Hers, Vor und Zurück, des Scheiterns der männlichen "politischen Bemühungen", auch allein von den vielen engagierten Afrikanerinnen noch angeschoben werden kann. Sagt auch die Farbe-Lila Autorin Alice Walker in ihrem bemerkenswerten » "Brief an die kongolesischen Frauen".

    Die großen Probleme wurden dem Kontinent von außen aufgezwungen, genannt seien hier nur ausbeuterischer Kolonialismus, Instrumentalisierung im Kalten Krieg, Ausbeutung und Entwicklungs- und Finanzdiktat in der neoliberalen kapitalistischen Globalisierung, der Internationale Währungsfond, zum Selbstzweck gewordene humanitäre Hilfe statt partnerschaftlicher Chancen- und Potenzialentwicklung u.v.m.. Mag es auch Ausnahmen geben, so waren die Reaktionen und politischen Ansätze der führenden und der denen folgenden Männer des Kontinents in der Regel aber nur Reproduktionen von archaischen patriarchalischen Mustern wie palavern, raffen, kämpfen und siegen.

    Der möglicher feministischer Affinitäten sicherlich sehr unverdächtige, streitbare Afrikakenner Peter Scholl-Latour, 85, kommt nach 50 Jahren Afrikajournalismus abseits der Hotelbars in seinem nachdenklichen und einige eigene frühere, etwas "rabiate" Ansichten revidierenden Spätwerk "Afrikanische Totenklage" (2001) unter anderem zu diesem Schluss (ich zitiere aus dem Gedächtnis):

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  • Kritische Debatte über die Zukunft Chinas - ein sehr preiswerter Essay- und Bildband

    Für nur 10.- Euro hat die grünennahe Heinrich-Böll-Stiftung das nebenstehende reich illustrierte Buch mit Beiträgen chinesischer Regimekritiker herausgegeben.

    Wie China debattiert
    Neue Essays und Bilder aus China
    Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.)
    200 Seiten;
    zahlreiche Fotografien
    ISBN 978-3-86928-009-7

    China erhitzt die Gemüter. Für die einen ist es ein Land des schwierigen Umbruchs, das den wirtschaftlichen Erfolg sucht und sich langsam der Demokratie öffnet; für die anderen ist es ein autoritärer Staat, der die Rechte von Minderheiten und Regimegegnern mit Füßen tritt. Tatsächlich wird über die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Reformen in China zunehmend auch öffentlich und kontrovers debattiert. Die Akteure und Inhalte dieser Debatten sind außerhalb Chinas allerdings kaum bekannt. Das wird sich mit diesem Sammelband ändern. Er stellt einige kritische chinesische Intellektuelle mit aktuellen, anregenden Essays in deutscher Erstveröffentlichung vor. Alle Texte sind in China publiziert worden und haben die politischen Debatten stark beeinflusst.
    Der Band bietet Beiträge von Xu Youyu, Cui Weiping, Qin Hui, Fu Guoyong, Li Changping, He Weifang, Yu Jianrong, Zhan Jiang, Hu Angang, Liu Junning und Yu Keping.

    Das Buch ist gegen einen Unkostenversandbeitrag von 10,00 Euro bei der Heinrich-Böll-Stiftung erhältlich.
    Bestelladresse:
    Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
    Schumannstr. 8
    10117 Berlin
    Fon +30 - 285 34-0
    Fax +30 - 285 34-109
    E-Mail: info@boell.de

    Ich hab's auch bestellt und will mit dem Abdruck eines daraus vorab veröffentlichten Artikels für diesen sicherlich hochinteressanten Band etwas Werbung machen:

    Von den Reformen zur Systemreform: Was entscheidet über die Zukunft Chinas?

    Von Liu Junning
    Übersetzt von Barbara Hoster
    Liu Junning, 1961 in der ostchinesischen Provinz Anhui geboren, ist Politikwissenschaftler und Mitgründer des Cathay Institute for Public Affairs.

    Die Geschichte der Volksrepublik China begann im Jahre 1949. Seitdem hat China drei Phasen durchlaufen: die Jahre von 1949 bis 1976, von 1976 bis 1978 und von 1978 bis 2007. In den fast dreißig Jahren der letzten Phase lautet das Schlüsselwort "Reformen".

    Im Jahre 1978 wurde in China der Reformkurs eingeschlagen. Hätte man damals nicht begonnen, China zu reformieren, dann wäre der Staatsapparat zusammengebrochen. Mit dem folgenden Bild möchten wir die von China gewählte Art der Reform veranschaulichen: Wenn ein Gebäude Schäden aufweist, aber seine Konstruktion noch solide ist, kann man das Problem durch Umbau oder Stabilisierung lösen.

    Wenn aber seine Fundamente nicht mehr tragfähig sind, muss man das Gebäude abreißen und neu errichten. Dieser Gedanke kommt einem auch bei der Beurteilung des Fundaments des chinesischen Systems. 1978 lautete das Urteil von Deng Xiaoping: Die Gesellschaftsstruktur Chinas ist mit Problemen behaftet, aber diese Probleme sind nicht existenzgefährdend. Die Situation kann durch stabilisierende Maßnahmen geändert werden, d. h. der Sozialismus kann sich durch Reformen selbst verbessern. Daraufhin schlug China den Weg gradueller Reformen ein. Das Gebäude des Sozialismus sollte durch schrittweise Reformen, durch Stabilisierung und Umbau wieder solider und standfester werden. So begann in China das Zeitalter der Reformen.

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  • Die Blutdiamanten aus Simbabwe vom Weltmarkt verbannen! - Eine avaaz- Petition - bannir les diamants de sang de Zimbabwe

    BLUTDIAMANTEN IN SIMBABWE, TEST FÜR DEN KIMBERLEY PROZESS «««
    triso hiess mein vorgestriger Artikel in meinem neuen "Afrikanews-Archiv" mit einigen Hintergründen zum Thema und zur gegenwärtigen Konferenz in Namibia; seit gestern gibt es von der Nichtregierungsorganisation avaaz.org eine Internetpetition mit schon fast 90.000 Unterzeichnern in kürzester Zeit.
    Lesen Sie hier den E-mail-Aufruf von avaaz zur Petition und darunter eine Reihe von weblinks zu den Themen Blutdiamanten und Kimberley-Prozess in deutscher, englischer und französischer Sprache. Direkt zur Petition? Klick aufs Bild!

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    Liebe Freundinnen und Freunde,

    Simbabwes Diktator Robert Mugabe hat die Kontrolle über die Diamantenfelder mit Gewalt an sich gerissen und verwendet die Gewinne aus Trauringen und Schmuck, um eine brutale Miliz zu finanzieren.
    Die Teilnehmer des "Kimberley-Prozesses", in dessen Rahmen die Diamantenindustrie weltweit reguliert wird, entscheiden diese Woche, ob sie Simbabwe ausschließen und damit verhindern, dass Mugabe weiterhin seine Blutdiamanten auf dem Weltmarkt verkaufen kann.

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  • Warum Karadzic zu wenig Zeit für seine Verteidigung hat

    Der vor dem Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag
    wegen Kriegsverbrechen während des Bosnien-Kriegs von 1992 bis 1995, darunter auch das Massaker von Srebrenica, bei dem 1995 etwa 8000 muslimische Männer und Jungen getötet wurden, angeklagte ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic will sich selber verteidigen, hatte aber bislang "nicht genügend Zeit" dafür und den Prozess gegen ihn bislang boykottiert.

    Karadzic,(Odd Andersen -AFP)
    Eine beeindruckende Fotogalerie zur Karriere Herrn Karadzics gibt es mit Klick auf das Bild von der französischen Zeitng "Liberation".



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  • Die schrecklichste Halloweenparty läuft immer noch!

    Tja, Ihr Lieben, mit das Schönste im Leben politischer Chronisten ist es doch, dass sich fast nichts ändert und man ältere Schriften immer wieder mal erneut servieren kann. Noch schneller als die Wall Street haben sich in diesem Jahr, wo allerorten sonst Krise angesagt ist, die Spekulanten erholt. Die Kursturzopfer aus dem deutschen Mittelstand haben sich noch nicht saniert, konnten aber Westerwelle wählen, damit er ihnen die verlorene Knete über Steuersenkungen zu Lasten der Braven, aber Ärmeren, wieder hereinholen kann. Die ersten Spekulationsblasen in New York werden schon wieder gedehnt, also lege ich für Halloween 2009 die reale Halbsatire vom vergangenen Jahr wieder auf (wird es ein jährlicher running gag wie Dinner for One?), nicht ohne vorher noch zwei sehr gute Finanzartikel von telepolis aus diesem Sommer zu empfehlen, damit Ihr erwartungsfrohen Besucherinnen und Besucher doch nicht nur meine alten Gerichte kauen müsst:
    »» Erst Hyperdeflation, dann Hyperinflation? Artur P. Schmidt 06.07.2009
    Die Weltwirtschaft steuert unaufhaltsam in ihre bisher wohl größte Depression

    »» Das Schwafeln der Lämmer, Ralf Streck 06.07.2009
    Was ist mit den Bad Banken?

    Drei gruselige Halloweenkostüme:

    von Beeler 20Okt08
    (Drittes Kostüm: Finanzberater)

    30.10.08: So sieht der Karikaturist Beeler das diesjährige Herbstvergnügen, und als verantwortlicher Publizist spreche ich hier offiziell die Warnung aus: Zeigen Sie die dritte Verkleidung bitte bloss nicht Ihren Kindern - das ist nicht jugendfrei und harmlos ist es auch nicht!!

    Jedes Jahr um diese Zeit nehme ich mir vor, mal genau herauszufinden, wie dieser amerikanische Brauch es eigentlich tatsächlich in unsere europäischen Gepflogenheiten geschafft hat (- und vertage das Projekt wieder). Hängt wohl mit der Amerikanisierung unserer Kultur zusammen, mit den Fernsehserien. Vielleicht hatten wir auch noch nicht genug fun in unserer Spassgesellschaft der 1990er. Oder einfach noch Gruseldefizite? Die allabendlichen Fernsehnachrichten haben also noch nicht genug power, uns ins nackte Grauen zu versetzen. Das möchte ich den Weltenlenkern mal hinter die Ohren schreiben: Ihr seid noch viel zu harmlos! Deswegen müssen unsere Kinder und wir auch noch diese bekloppten Partys feiern!

    Ich möchte aber kein Spaßverderber sein und wünsche allen bösen Leserinnen und Lesern dieses Beitrags den wohlverdienten gepflegten Horror. Happy Halloween!

    Wem unter den geneigten Leserinnen und Lesern weder das tägliche Grauen noch die Halloweenfestivitäten reichen, um sich in die richtige Stimmung zu bringen, der sei herzlich auf meine klitzekleine fotografische Zusammenstellung "Scary Halloween" auf der folgenden Seite 2 eingeladen...


    Vorsicht beim Betreten der Seite 2! Gefahr durch Realitätsbezug!

    Seiten: 1 2

  • Was? Schon wieder Bundestagswahlen? - Mein Willkommen an die neue Bundesregierung.

    Bundestagswahlen 2017

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