- PS: Zwei Jahre später (5. April 2011): Kaum ein link hier drin führt noch zum Original. Ich empfehle hiernach meinen Gastartikel im "Spiegelfechter"
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3521/50-jahre-unabhangig-betrachtungen-aus-der-dr-kongo --
NEU: EIN GROSSES AKTUELLES SPEZIALDOSSIER VON MIR ZUM THEMA DER SEXUELLEN GEWALT ALS KRIEGSWAFFE UND DES KAMPFES DER AFRIKANISCHEN FRAUEN DAGEGEN. MIT ÜBERSETZUNGEN EINES RUNDEN TISCHES VON HILLARY CLINTON MIT HILFEGRUPPEN UND NGOs DER KONGOLESINNEN u.v.m....
[Artikel 7.3., +aktualisiert 13.3. mit Ärzte ohne Grenzen + 5.5. mit "Frauenpower in Liberia"]
Schreiben kann unsereiner den Frauen im Kongo schlecht,TOP- AKTUELL:
Anläßlich des internationalen Frauentages hat die Organisation Ärzte ohne Grenzen eine speziell den Frauen im Ostkongo gewidmete Internetseite erstellt, in vielen Sprachen.
Die Nichtregierungsorganisation Médecins Sans Frontières (MSF, Ärzte ohne Grenzen) titelt die Seite "LAGE: DRAMATISCH", und wird sie das ganze Jahr über immer wieder aktualisieren.
Bissiger Kommentar eines darüber glücklichen Bloggers: schon wieder einer mehr im kleinsten Grüppchen der Welt, derjenigen, die an diesen massenhaftigsten Verbrechen nicht vorbeilaufen.
aber meinen Beitrag zum Internationalen Tag der Frau 2009 will ich ihnen widmen: mit der Übersetzung einer Ermutigung seitens der afro-amerikanischen Schriftstellerin Alice Walker [»»» wikipedia.de], Pulitzerpreisträgerin und bekannt durch ihren von Stephen Spielberg verfilmten Roman "Die Farbe Lila", mit der Übersetzung einer kurzen Darstellung der Situation der Frauen im kongolesischen Bürgerkrieg, und mit vielen links zu Filmen, Videos und Berichten über das Frausein im Kongo und in anderen afrikanischen Kriegen.Der Klick auf das Bild von Alice Walker führt in ihre poetische Webseite "Alice's garden".
Außerordentlich erfreulich sind zwar die jüngsten Fortschritte im Kampf gegen Krieg und "Rebellen" und die Vorbereitung der ersten Anklagen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag, der Weg in den Frieden und vor allem für die kongolesischen Frauen in Lebensumstände, die wir als normal ansehen würden, ist aber noch sehr lang und bedarf vieler Freundinnen und Freunde in der Welt.
Ich habe zum Kongo enorm viel geschrieben, übersetzt und zusammengetragen, teilweise mit sehr vielen historischen oder aktuellen Fotos und Illustrationen. »»» Klick hier

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Wie immer ist diese Reduktion der Thematik auf Afrika von mir natürlich keine Anklage des afrikanischen Kontinents: blutige Putsche, Bürgerkriege und Völkermorde sind keinesfalls Erfindungen des schwarzen Mannes.
Der Klick auf das Foto hier drüber führt zu einer Galerie einer Fotoausstellung ("Frauen im Kongo"), die der Malteser.de zum Internationalen Tag der Frau 2006 organisiert hatte.
Films/Videos
* The Greatest Silence
* Lumo: One Woman's Struggle to Heal in a Nation Beset by War
* 60 Minutes: War Against Women
* The Today Show in the Congo: Ann Curry
* Rape of A Nation by Marcus Bleasdale
* Congo's Hidden Killers
* Women in War Zones: Sexual Violence in the Congo
Studies
* Amnesty International: Mass Rape in the Congo
* Ending Violence Against Women: From Words to Action
* Living With Fear By Berkeley Human Rights Center
* Rape as A Weapon of War (PDF) by SCIAF Scotland's Aid Agency
Analysis
* Amy Goodman Show: Two Types of Rapes
* Voices of African women By Marie-Claire Faray-Kele and the Women's International League for Peace (WILPF)
Legislation
* Dr. Denis Mukwege, Panzi Hospital, Congressional Testimony
* Sexual Violence Testimonies, U.S. Congress (PDF)
* Help End Violence Against Women (S.2279, HR.5927): Tell Congress to Pass I-VAWA
Petitions
* Congolese Women's Camapign Against Sexual Violence
Resources
* Panzi Hospital
* Coalition for Women's Human Rights
* HEAL Africa
* V-Day: Eve Ensler
* The IRC: 5.4 million dead and the world is silent
Solidaritätsadresse von Alice Walker
»»» zum englischen Originaltext
An meine schönen Schwestern im Kongo: Ich schreibe Euch heute, um Euch meine Liebe zu senden, meine tiefen Wünsche für Euren Frieden und Euer Glück, für das Wohlbefinden Eures leidenden Landes und aller seiner Menschen, Tiere und Vegetation.
Seine Mineralien, seine Diamanten und sein Gold. Sein magisches Coltan. Seien sie doch alle gesegnet, seien sie gesichert vor Plünderern und Vergewaltigern, vor Mördern und Übeltätern jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Auf dass alle soziopathischen Kriegsfürsten und Diktatoren mitsamt ihrer unverständlichen und endlosen Gier an die Grenzen des Kongo geführt werden!
Es sind die Frauen der Welt, die dem Krieg ein Ende werden setzen müssen - mit der Einladung an alle Männer, die uns und das Leben wahrhaft wertschätzen, an unserem Kreuzzug teilzunehmen.
Das "Heilige Land", welches wir zurückerobern müssen, ist das ganze Afrika. Es sind seine Wälder, seine Flüsse, seine Erde. Wie unsere liberianischen Schwestern (siehe auch Artikel unten), die den Krieg stoppten, und wie Wangari Maathai, die überall in Kenia Bäume pflanzte, müssen wir unsere Weisheit und unsere Intuition gebrauchen, um allen Kräften Einhalt zu gebieten, die uns zerstören.
Das können wir tun, wenn wir als Frauen zusammenstehen und weder Religionen noch kulturellen Praktiken erlauben, zwischen uns zu treten.
««« Klick aufs Bild von Wangari Maathai führt zur Wikipediaseite.
Ja, wenn die Welt noch zu retten ist, dann wird es der Aufstand der Frauen sein, der sie retten wird. Wir sind selber diejenigen, auf die wir gewartet haben.
Alice Walker
»»» UNTERSTÜTZEN SIE FRAUENPROJEKTE BEI DEN FRIENDS OF THE CONGO
Congo Reports/ by: "Friends of the Congo"
Die Situation der Frauen
Seit langem hat das Leid der Frauen im Kongo, insbesondere im Osten des Landes, biblische Ausmaße erreicht - und doch und immer noch liegt es bei der globalen Gemeinschaft unter dem Mantel des Schweigens. Hunderttausende Frauen sind von einer Vielzahl von Verbrechern (Rebellengruppen, ruandische Soldaten, kongolesische Soldaten, Zivilisten und sogar Leute von den Vereinten Nationen) brutal vergewaltigt, verstümmelt und terrorisiert worden. Dr. Mukwege aus dem Panzi Krankenhaus zufolge werden fast 90% der Vergewaltigungen im Osten des Kongo von Nichtkongolesen begangen.
Die an diesen Frauen begangenen Schrecklichkeiten sind schwer zu beschreiben und noch schwerer zu glauben. Sie haben Gruppenvergewaltigungen erlebt, sexuelle Versklavung, Kidnapping, erzwungenen Inzest, Verstümmelung der Genitalien, Folter, Ermordung von geliebten Menschen, und psychologische Traumata; alles in allem ein Versuch, die Bevölkerung zu terrorisieren, zu unterwerfen und zur Flucht zu treiben.VIDEO
Die Stärke Afrikas ... sind die afrikanischen Frauen
de Giovanna Serafini
»»» voir chez facebook
Der ultimative Grund für den Terror an Frauen und die Verschiebungen ganzer Dorfbevölkerungen durch die Eindringlinge sind der Zugang zu und die Kontrolle von mineralreichen Gebieten an Gold, Zinn, Coltan, Niobium und anderen wertvollen Ressourcen.
Tatsächlich finden zwei Arten systematischer Zerstörung im Kongo statt, und beide sind untrennbar miteinander verknüpft: die Vergewaltigungen von Frauen und die Plünderungen der Ressourcen durch multinationale Konzerne.
Wegen der Unverletzlichkeit und der Straflosigkeit der Eindringlinge konnte die Vergewaltigung als ein Werkzeug der Kontrolle und der Gewalt die Kultur pervertieren. Trotzdem und entgegen aller Erwartungen haben sich Frauen und Männer selber organisiert, um die Übeltäter zu bekämpfen und den überlebenden Opfern der abscheulichen Verbrechen der vergangenen zehn Jahre Hilfe zu bringen.
Frauenpower nach "Präsidentinnen-Art"
13.03.09.
In Liberias Hauptstadt Monrovia fand gerade eine internationale Frauenkonferenz statt. Das Ziel: mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen und ihre Rolle in Friedensprozessen zu stärken.
Das internationale Frauenkolloquium konnte eine beeindruckende Gästeliste vorweisen: Unter den Teilnehmern waren der ruandische Präsident Kagame und der senegalesische Präsident Wade, mehrere Premierminister, Minister, viele hohe UN-Vertreter und Repräsentanten aller möglichen Nichtregierungsorganisationen. Ida Moore ist auch unter den Gästen des Colloquiums: Die 42-jährige Frauenaktivistin lebt in Palala, einem Dorf 300 Kilometer von der Hauptstadt Monrovia entfernt. Sie hat mit ihrer "Kpaai Women´s Development Association" die traditionelle Welt in 48 Dörfern der Kpelle-Region auf den Kopf gestellt. Frauen haben sich zusammengeschlossen, Landwirtschaftsprojekte initiiert, Alphabetisierungskampagnen organisiert, die Männer in den Frauenclubs zu Sekretären degradiert und in vielen Dörfern die politische Macht übernommen. Der Besuch des Colloquiums habe ihr viel gebracht, erzählt Ida. Sie werde ihren Dorffrauen erzählen, wie viele mächtige Frauen es mittlerweile auf der Welt gäbe, und dass es neben "Ma Ellen" - so nennen sie ihre Präsidentin - zum Beispiel auch eine Präsidentin in Finnland gäbe. Ida will von nun ab noch mehr dafür kämpfen, dass besonders die Mädchen die Schule besuchen. Je mehr gebildete Frauen, desto schneller entwickelt sich das ganze Land - davon ist Ida überzeugt.
Die Entwicklung vorantreiben
AUDIOREPORTAGE
bei Deutsche Welle World:
"Frauenpower in Liberia"
In der Dritten Welt sind es vorrangig die Frauen, die die Entwicklung ihrer Länder vorantreiben. Die auf dem Colloquium anwesende Vizepräsidentin der Weltbank sprach sich für eine "smart economy" aus - eine kluge Wirtschaftspolitik - die man dadurch erreiche, dass Frauen nicht nur in das Wirtschaftsleben miteinbezogen werden, sondern dass man ihnen auch endlich öffentlich Verantwortung gibt. Die ehemalige Außenministerin Österreichs Ursula Plassnik wies darauf hin, dass Frauen unterschiedliche Wahrnehmungen und unterschiedliche Sensibilitäten hätten, die für die Zukunft einzubringen seien. Plassnik merkte aber auch selbstkritisch an, dass viel zu viele Frauen immer noch davor zurückscheuen würden, öffentliche Ämter zu übernehmen. Das müsse endlich der Vergangenheit angehören.
Frauen vom Land einbeziehen
Eines der wichtigsten Konferenzthemen war die Umsetzung der UN-Sicherheitsrats-Resolution 1325. Hier geht es einerseits um den Schutz der Frauen in Kriegszeiten, um die Bekämpfung der sexuellen Gewalt gegen Frauen als Kriegstaktik. Andererseits soll die Rolle der Frauen in Friedensprozessen gestärkt werden. In Liberia haben Frauen bei den Friedensverhandlungen 2003 in Accra eine herausragende Rolle gespielt. Das waren oft einfache Frauen vom Land, die endlich den 14-jährigen Bürgerkrieg beenden wollten. Auch eines der Anliegen von Ida Moore aus Palala ist es, die Beteiligung der Frauen vom Land am Friedensprozess zu würdigen. Während des Colloquiums hätten diese Frauen mehr einbezogen werden sollen. Ida ist sich sicher, dass auch die internationalen Gäste sich gerne mit den ländlichen Frauen ausgetauscht hätten. So hätte es Anzeichen einer Trennung zwischen den internationalen und den lokalen oder den städtischen und den ländlichen Teilnehmern gegeben - was "Ma Ellen" doch eigentlich grundsätzlich ablehnt.
Zwei "Präsidentinnen" begrüßen sich
Am Ende des Colloquiums erfüllt sich ein Traum von Ida Moore. Die Dorfführerin begrüßt Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf. Ida kann es zuerst gar nicht fassen. Bisher habe sie lediglich die Hand ihres Dorfchefs geschüttelt. Ihre Verwandten haben darauf hin gesagt, dass sie nun auch eine Präsidentin sei. "Ja", meint Ida, "eine Präsidentin dort für die Menschen auf dem Land. Dort arbeite ich mit den Frauen, genauso wie Ellen es hier in Monrovia macht."
Bettina Ambach / Redaktion: Katrin Ogunsade, für »»» Deutsche Welle World, Afrikaredaktion
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IN MEINEM AFRIKAINFOBLOG, EIGENE DEUTSCHE ÜBERSETZUNGEN VON TEXTEN VON
Ellen Johnson-Sirleaf, als Politikerin, Frau und Vertreterin des anglophonen Afrikas spricht hier, lang, breit und tief, mit deutsch übersetzten Versatzstücken aus über einem Dutzend ihrer Reden
Sie präsidiert und repräsentiert das neue Liberia, das in mancher Hinsicht das "afrikanische Haiti" war, nun aber Alternativen umsetzt. Über sie steht im gelben Bereich am Anfang jedes der vier Teile geschrieben. Ihre Texte sind wegen Übersichtlichkeit und aus Platzgründen separat zu lesen, man kann sie, obwohl mosaikmäßig zusammengebaut, wie einen Text von oben nach unten durchlesen:
Teil I: Über ihr Land und sie selber
Teil II: Über Hunger, gute Regierungsführung, Ethik, Korruption und soziale Verantwortung der Unternehmen
Teil III: Über Landwirtschaft, Armut und Bildung
Teil IV: Über afrikanische Frauen und Politik für sie, über Frauen in Führungspositionen



































