"Presserabatte, Preisvorteile, Geschenke - wer greift da nicht gern zu. Ganz sicher nicht nur Christian Wulff. Der Bundespräsident stolpert gerade über einen 500.000-Euro-Privatkredit, den er 2008 als niedersächsischer Ministerpräsident von der Ehefrau eines befreundeten Unternehmers in Anspruch nahm - für weniger Zinsen, als er bei einer Bank hätte zahlen müssen. Sauerei, empören sich viele.
Allen voran JournalistInnen. Nun ist es oberste Aufgabe von MedienarbeiterInnen, solche Sauereien aufzudecken und sie zu bewerten. Bislang kann man Wulff aber politisch nicht so richtig ans Zeug flicken - also schwingen alle die große Moralkeule......"

Die taz bringt es dergestalt auf einen Punkt, habe ich gerne gelesen, => hier.
Einen anderen Punkt lässt dieser Kommentar dann aber doch untergehen - passt wohl nicht rein -, nämlich die Frage der Gegenseitigkeit von Vorteilsnahmen - (ich drücke das sooo lieb aus, weil nächste Woche Weinachten ist! ;) ). Und damit die Frage, ob das nicht doch zu desto mehr Schaden für (fast) alle anderen führt, je höhergestellt der Vorteilnehmer ist.
Bei ärmeren Ländern - wer mich kennt, weiss, es geht um Afrika - wird das ganze Spielchen von uns Vorbildern dann Korruption genannt, und von tranparency international untersucht, akribisch und auf allen Ebenen. Gott sei Dank untersucht und publiziert, denn dort hungern die anderen,
damit sich auf direkten Wegen oder auf Umwegen hie und da und da und hie schön viel freies Kapital ansammelt, damit Herren wie Wulff eine halbe Million Privatkredit nehmen können, oder südlichere Kollegen dasselbe als Geschenk.

Frohe Weihnachten!