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  • Klimaschäden sogar in der namibischen Wüste: der Köcherbaum stirbt

    Obschon in der namibischen Wüste geboren, stirbt der Köcherbaum an der Erderwärmung
    Pourtant né dans le désert namibien, l'arbre-carquois meurt du réchauffement

    WINDHOEK (AFP) - 07.01.2010 10:02
    Deutsche Übersetzung vom Blogautoren Andreas Fecke

    "Viel zu viele tote Zweige", bemerkt Aaaron Kairabeb traurig und lehnt sich gegen einen riesigen Köcherbaum, eine endemische Art der namibischen Wüste, die unter den Temeperaturaufschwüngen in dieser Region des Globus zu leiden hat. "Als ich ein Kind war, vor mehr als 70 Jahren, hatte mir mein Großvater mit Zweigen dieses Baums meinen ersten Köcher gebastelt. Aber heute befürchte ich, dass er am Sterben ist", fährt der alte Mann fort, der etwa 200 Kilometer südöstlich von Windhoek lebt.
    "Il y a trop de branches mortes", note avec tristesse Aaron Kairabeb en s'appuyant sur un énorme arbre-carquois, une espèce endémique du désert de Namibie qui souffre de l'envolée des températures dans cette région du globe.
    "Quand j'étais enfant, il y a plus de 70 ans, mon grand-père m'a fabriqué mon premier carquois avec les branches de cet arbre. Mais je crains qu'aujourd'hui il ne soit mourant", poursuit le vieil homme, qui habite à 200 km au sud-est de Windhoek.

    Köcherbaum, in Karas, Namibia, (c)AFP2009
    Photo © AFP de juin 2009 d'arbre-carquois dans la province de Karas en Namibie
    Köcherbaum in der Pronvinz Karas in Namibia

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  • Tod während der Schwangerschaft oder bei der Geburt

    UNICEF-Bericht zur weltweiten Müttersterblichkeit
    Jedes Jahr sterben 500.000 Mädchen und Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt

    Schwangerschaftstode auf 100000

    "Während einer Geburt steht eine Frau mit einem Fuß im Grab"
    - Sprichwort von den Philippinen
    "Es ist eine traurige Tatsache, dass jedes Jahr über eine halbe Million Frauen auf Grund von Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt ihr Leben verlieren", sagte Peter Salama, der Leiter der weltweiten Gesundheitsprogramme von UNICEF. "Die Ursachen sind bekannt - genauso wie die Mittel, wie man dies verhindern kann. Trotzdem geht das Sterben weiter."

    Weiter im Text und die Geschichte einer weiterlebenden Tochter:

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  • Modenschau, diesmal exotisch: "Labo-Ethnik"

    24.02.08 Inkl. Bildergalerien und Videolinks.

    Was, noch 'ne Modenschau in Deinem Blog?
    Jaja, noch eine. Auf Fotos und Filme von den Pariser Pret-a-porter hatte ich hier, ganz außerthematisch, wohlwollend hingewiesen, weil ich bei Konsultation meiner internationalen Quellen dauernd auch auf solche Sachen stosse und das einfach zu schön war, um es nicht weiterzureichen. Es scheint nicht aufzuhören - macht nix, wieder tue ich es gerne:

    An diesem (letzten Februar-)wochenende fand in Montreuil bei Paris eine Modenschau von Kreateuren aus Afrika und der Karibik für farbige und weiße Frauen statt, bunt, multikuturell und multiethnisch. Und zwar erst zum zweiten Mal, denn 2007 war die Premiere: Labo-Ethnik.
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    Modeschau Labo-Ethnik Montreuil 07

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  • Afrika: Viel Geld fürs Internet

    38 Millarden Euro, 55 Milliarden US-Dollar.

    Es gibt auch gute Nachrichten aus Afrika, es gibt auch gute Afrikapolitik.

    Vier Prozent nur der Afrikaner haben aktuell Internetzugang, 70 Prozent der Server befinden sich ausserhalb des Kontinents und Internetanschlüsse kosten dort bis zu 300 Dollar.

    "Connect Africa" (englisch)
    .
    So hiess die Ende Oktober in Kibala (Ruanda) stattfindende internationale Konferenz, wo endlich einmal und glaubhaft Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Neben Sprechern der Weltbank, der UNO, der EU-Kommission, der EU-Investmentbank, der African Bank for Development, vielen Wirtschaftsvertretern der ITC-Branche und tausend anderen nahmen die Staatschefs von Ruanda, Mali, Malawi, Sengal, Ghana und Burundi teil.

    Laut Pressecommunique (englisch) der UNO-Institution ITU (Kommunikationstechnologien) ist folgendes Programm aufgelegt worden:

    Bis 2012 werden alle afrikanischen Hauptstädte und Städte breitbandvernetzt, bis 2015 jedes afrikanische Dorf.

    Die EU hat für 2007-2008 ein Programm von 360 Mio. Euro (davon 260 Mio. als Kredit) aufgelegt, danach jährlich wiederholbar. Die Weltbank verdoppelt ihr Investment der letzten fünf Jahre von einer Millarde auf zwei Millarden Dollar. Die interessierte Industrie investiert 50 Milliarden Dollar. Aber auch die afrikanischen Banken und Staaten werden den Topf füttern.

    eurafrique

    Das erste Problem Afrikas ist die geschichtlich-, politisch/korruptiv- und weltmarktbedingte Organisation der Landwirtschaft. Das zweiterste Problem ist das der Schulbildung. In vielen Regionen des Kontinents sorgen Teenager für ihre kleinen Geschwister, weil mittlerweile beide Eltern an Aids gestorben sind. Das mobilisierbare Lehrpersonal macht Sozialarbeit mit ein bißchen Unterricht, und die machen das wunderbar, aber es reicht nicht. Internet wird da wahre Wunder bewirken.

    Warum nur, warum berichtet fast kein einziges deutsches Medium (google-research, deutsch: "connect africa") über so einen epochalen Schritt, selbst drei Tage danach?
    Stört es das Bild der Bürgerkriege, der ertrinkenden Exilanten, der Kindersoldaten, der verhungernden Menschenmassen in Zeltlagern?

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    technorati-tags:

  • Progressives Südafrika: Homosexuellen-Ehe eingeführt

    Die Wahlen im Kongo hat nun der Amtsinhaber Kabila mit klaren 60% für sich entschieden und neben einem Wahlwiderspruch des unterlegenen Lagers gab es auch schon eine gewalttätige Demonstration von 200 Gegnern inklusive gewaltsamer Auflösung derselben und Gegenangriff der Präsidentengarde und einer Intervention der internationalen Truppen. Heute sind sowohl Präsidentenpalast als auch der Vizepräsidentenpalast des Wahlverlierers Bemba von jeweils eigenen Truppen militärisch abgeriegelt und die Ansicht, "die Afrikaner" seien eben so wie sie sind, wie sie auch in Kommentaren zu meinen Kongo-Artikeln zum Ausdruck kam, kann wieder argumentativ unterfüttert werden.

    Ausser Kraft setzen kann ich die unglückseligen afrikanischen Zustände natürlich nicht und will daher auch gar nicht in Bausch und Bogen gegen solche defaitistischen Meinungen antreten. Nur sind solche Ansichten auch das Letzte, was weiterhilft, und so will ich dann und wann den Blick auch auf positive Entwicklungen auf dem Kontinent richten, die in der Darstellung der gängigen deutschen Afrikaberichterstattung gar nicht auftauchen.

    So war beispielsweise gestern zu lesen (AFP), dass ausgerechnet in Zentralafrika die meisten Fortschritte (im Vergleich zu Asien und Lateinamerika) in punkto nachhaltiger Forstwirtschaft zu verzeichnen sind.
    Eine Woche zuvor kam folgende Überraschung:

    "Südafrika legalisiert die Homosexuellen-Ehe

    (Quelle:tv5.org)
    KAPSTADT (AFP) 14/11/2006 - Das südafrikanische Parlament hat am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, welches die Homosexuellen-Ehe einführt, und wurde so das erste Land auf dem Kontinent, das die Verbindung zwischen Menschen gleichen Geschlechtes legalisiert.

    Insgesamt 230 Abgeordnete des Parlamentes in Kapstadt stimmten nach einer lebhaften Debatte dafür, 41 dagegen, 3 enthielten sich der Stimme.

    Das Gesetz erlaubt sowohl Ehe als auch Zivilpartnerschaft zwischen Menschen gleichen Geschlechts. Es wurde zuvor von religiösen Organisationen und zahlreichen Oppositionsparteien heftig kritisiert. Die Regierung ihrerseits erklärte, die neue Gesetzgebung sei Bestandteil ihres Kampfes gegen jede Form von Diskriminierung.

    "Im Rahmen unseres Bruches mit unserer Vergangenheit (...) müssen wir alle Formen von Diskriminierung und Vorurteilen bekämpfen und ihnen widerstehen, inklusive der Homophobie", erklärte der Innenminister Nosiviwe Mapisa-Nqakula während der Parlamentsdebatte. Homosexuellenorganisationen wie die Joint Working Group, eine nationale Koalition aus 17 Schwulen-, Lesben-,Bisexuellen- und Transsexuellenverbänden, werteten den Text als einen historischen Schritt. Deren Sprecher Kikile Vilakazi in einem Pressekommunique: "Das Gesetz symbolisiert die Rückweisung der vormaligen Versuche, Lesben und Schwule als Bürger zweiter Klasse einzuordnen. Es ist eine kraftvolle Demonstration des Engagements unserer Parlamentarier, allen Menschen Würde zu garantieren."

    1122Zapiro

    von: Zapiro, 22.11.06
    "Es ist falsch", sagte der Schürzenjäger zu seiner Mätresse
    "Es ist abscheulich", sagte der Frauenschläger
    "Es ist nicht normal", sagten die Männer in gestickten Roben
    "Es ist im Einklang mit der Verfassung", sagte schliesslich das Parlament

    Die zwei Jahre nach den ersten gemischtrassigen Wahlen 1994 angenommene südafrikanische Verfassung verbietet ausdrücklich jedwede Diskrimination aufgrund sexueller Orientierung. Im Dezember 2005 gab das Verfassungsgericht dem Parlament ein Jahr, um den damaligen Text zu ändern, der die Ehe definierte als "eine staatlich anerkannte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau unter Ausschluss jeder anderen Verbindung."

    Die Opposition lehnt das Gesetz heftig ab: "Es ist der traurigste Tag in den zwölf Jahren Existenz unseres demokratischen Parlamentes", so der christdemokratische Führer (ACDP) Kenneth Mesroe. "Es ist wirklich traurig, dass der ANC (Afrikanische Nationalkongress, Partei an der Macht) dieses Gesetz trotz der erkrasanten Einwände unterstützt." Die ACDP und andere Parteien hatten argumentiert, die Ehe sei eine heilige Institution und somit nur zwischen Mann und Frau gültig.
    "Wenn das Parlament das Volk dieses Landes achten würde, so hätte dieses Gesetzt eine Volksabstimmung verdient", so der Führer des Panafrikanistischen Kongresses Motsoko Pheko.

    Nun muss das Gestz vom Nationalen Rat der Provinzen (beratende Kammer) geprüft werden, bevor der Präsident Thabo Mbeki es unterzeichnet.

    Schwule und Lesben sind in Afrika oft Diskriminationsopfer und in vielen Ländern ist Homosexualität immer noch verboten. So löste der Präsident Zimbabwes Robert Mugabe vor einigen Jahren einen Aufschrei aller homosexuellen Bürgerrechtsorganisationen aus, als er sie "schlimmer als Schweine und Hunde" nannte.

    Democracy is possible, auch in Afrika. Zivilisatorische Fortschritte, die sich nicht darauf beschränken, die Menschen mit einem Stiefel im Nacken unten im Staub zu halten, auch. Mich freut, dass dort nun ein grosser Schritt getan wurde, solche Fragen der Menschenwürde von Minderheiten anzupacken, noch bevor die materiellen Lebensgrundlagen der Menschen deutlich angehoben waren, wie es bei uns im Westen ja der Fall war.

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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