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Europeecologie

  • Frankreich, Präsidentschaftswahlen 2012 (Part I): Sarkonomic Mastership

    Der frühe Vogel pickt das Korn? Obenan steht, ich bin parteilos.
    Das stimmt, aber nur hier. Ich bin Mitglied der französischen Sammlungsbewegung "Europe-Ecologie" (EE), die sich nach guten Erfolgen in den Europa- und dann den regionalen Wahlen in la not-so-douce France im Hinblick auf die kommenden Präsidentschaftswahlen etwas mehr formiert, strukturiert.

    Unsere Kandidatin ist Eva Joly, die langjährige Finanzhaijägerin.
    Texte von ihr stelle ich im Laufe des Jahres vor.

    Die französischen Sozialisten haben den Erneuerungsschub der 2006 unterlegenen Segolene Royal nicht verstanden, die "Elefanten" der Partei dominieren immer noch, letztendlich werden sie gegen Sarkozy einen unattraktiven Kandidaten/-tin ins Rennen schicken.

    Die erste Runde der kommenden französischen Präsidentschaftswahlen wird entscheiden, wer gegen Sarkozy in der zweiten Runde antritt. Eva Joly hat Chancen dafür.

    Nicht zu Unrecht hatte der Initiator von EE, Dany Cohn-Bendit, all seine wichtigen Wahlkämpfe lange vor den klassischen Parteien begonnen. Unser Wahlkampf läuft also an, zeitgleich mit dem des Präsidenten Sarkozy: als Chef der G20 und der G8 in diesem Jahr hat er durchaus gute Pläne zu einer Reform der internationalen Finanzmärkte. Daran wird er seinen Wahlkampf aufhängen, ich bin der Weltökonom, ich bringe Euch die internationale Finanztransaktionssteuer!

    Egal, wir sind dabei, wir reden auch über deren Verwendung.

    sarkoluche_president3
    Text: Sarkozy, eine andere Art, Politik zu machen...
    Diesem Bild liegt ein Wahlplakat des verstorbnen Komikers Coluche aus dem Jahr 1981 zugrunde. Mehr über Coluche sehen?

  • Was ist, wird Europe-Ecologie? | 1. neuer Aufruf Cohn-Bendit - 2. Aufruf Globalisierungskritiker - 3. "Vier Prioritäten für eine andere Politik", von Cecile Duflot

    Teil I der politischen Debatte in Frankreich rund um Europe-Ecologie: die nur halb interne Diskussion über die Aufgaben der Politik, der Linken, der politischen Ökologie, Texte von Leuten der Bewegung. Diesen Teil habe ich vor allem für Grüne, Sozialdemokraten und Linke verfasst und übersetzt, die die Notwendigkeit einer Alternative fühlen zum unattraktiven und mobilisierungsunfähigen, jämmerlich platten und opportunistischen politischen Diskurs der deutschen Politikerparteien inklusive der "links von schwarz-gelb"- Wahlvereine. Manche Stellen beziehen sich auf spezifisch französische Verhältnisse, schnell wird jedoch klar, dass man durch das Austauschen einiger Worte auch über unser Land liest.
    Teil II (an Ostern!) heisst "Debatte: Ökosteuern gegen Kaufkraft, Wachstum gegen Nullwachstum, Armut und Reichtum gegen Klima und Umwelt?" und bietet Diskussionen zu den großen politischen Fragen, von Vertretern von Europe-Ecologie mit Sozialisten und Regierungsvertretern. Dieser Teil dürfte von viel allgmeinerem Interesse, vielleicht sogar bei nachdenklichen Konservativen, sein. Diese Qualität von öffentlicher Debatte findet in Deutschland nicht mehr statt, wo der "politische Diskurs" aller Parteien nach Art eines Dauertennisspiels auf parteitaktisch opportune Einzelthemen reduziert wurde, bei deren Diskussion immer mehr Bürgern nur noch übel wird. Ich hoffe, mit meinen Übersetzungen aufzuzeigen, dass die Entpolitisierung von Politik, medialer Debatte und Zivilgesellschaft gestoppt und in einen Umbruch aus der Politikerpolitik in eine interessante, demokratisch verankerte, den großen Problemen angemessene, neue Konzeption und Realität von Politik geführt werden muss und kann - wenn man denn in der Lage ist, positive Beispiele und Vorbilder von anderswo anzunehmen.

    INHALT HIER:
    0. "In Phase mit der Geschichte", Editorial Le Monde, Hervé Kempf, 13.06.2009
    1. Daniel Cohn-Bendit, Europe-Ecologie: "Appel du 22 mars; Aufruf des 22. März (2010):
    Für einen Politikwechsel: die Politik verändern"

    2. "Globalisierungskritiker, Umweltaktivisten und Grüne - Wir machen weiter!"
    3. Cécile Duflot, Grüne, Kampagnenchefin Europe-Ecologie: "Vier Prioritäten für eine andere Politik"
    4. Jean-Claude Monod, Philosoph: "Die Notwendigkeit einer Sozial-Ökologie"

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  • Regionalwahlen Frankreich (I): Ende des Sarkozysmus, Europe-Ecologie starke dritte Kraft, Sozialisten Comeback

    NEU, 2. Runde, 22.03., siehe hier »»» "Regionalwahlen Frankreich (II): Linksunion und Rechtsextreme große und kleine Sieger - Alle Resultate, Wahlanalyse" plus wieder ein Interview mit dem Wahlforscher und ein Kurzkommentar von mir.

    Regionalwahlen France, erste Runde 2010Cecile Duflot, Europe-Ecologie
    - Klick vergrößert die Bilder -
    links: vorl. Resultate 1. Runde Regionalwahlen 2010; rechts: Cécile Duflot, Kandidatin Europe-Ecologie Ile-de-France (16,5%)

    »»» zu detaillerten Ergebnislandkarten

    Die Ergebnisse der ersten Runde der französischen Regionalwahlen deuten darauf hin, dass sich dort mehr geändert hat als bloß eine kleine, hin- und herwippende politische Stimmung, wie auch der Wahlforscher François Miquet-Marty im unten übersetzten Interview meint. Die Regionen haben eine geringere Bedeutung als die deutschen Bundesländer, allerdings hat die Kompetenz der Regionalräte im Laufe der Jahre zugenommen. Seit 5 Jahren werden 24 Regionen bereits links regiert, allerdings war die Wahl im Unterschied zur gestrigen als Protestwahl gewertet worden.
    Kommenden Sonntag finden in den allermeisten der 26 Regionen Stichwahlen statt zwischen einem Kandidaten der Sarkozypartei UMP, wahrscheinlich einem Sozialisten mit Unterstützung von Europe-Ecologie (oder umgekehrt), die diese Woche verhandelt werden wird, - (also einer französischen Variante von rot-grün, allerdings sind PS und SPD nur bedingt, und Europe-Ecologie und die deutschen Grünen fast nicht mehr vergleichbar) -, und vermutlich drittens einem Kandidaten der rechtsextremen Front National, denn Parteien über 10% dürfen an der Stichwahl teilnehmen.
    Darum beschränke ich mich heute auf eine Zusammenfassung der wesentlichen Dinge und das Interview des Wahlforschers, werde am kommenden Dienstag noch einmal (siehe link ganz oben)

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  • "Gewolltes Nullwachstum, Negativwachstum", was und warum? - verständliche Erklärung von Wachstumskritik

    Artikel noch mal hochgeholt für die Klimakonferenz, wo die entwickelten und aufstrebenden Staaten ja wieder einmal das gar nicht Allheilmittel "unser Wirtschaftswachstum" zuerst retten wollen und allen anderen Notwendigkeiten (ausgenommen die horrenden weltweiten Militärausgaben) entgegenstellen, weil es nicht anders ginge und anderes sonst nicht bezahlbar wäre. Irrtum oder Verwirrtum? Egal, es ist eine Zwecklüge der Reichen und eine Selbsttäuschung der anderen:

    "Nullwachstum, Die positive Negativität", von Jean Pierre Dacheux, in deutscher Übersetzung,
    über gewolltes Nichtwachstum, alternativen Reichtum, Vollbeschäftigung und die Aufwertung freier Arbeit.

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  • Bericht über Webkampagne von Europe-Ecologie + Happy birthday, José Bové!

    "Victoire très Net des e-colos" + Joyeux anniversaire, José!
    UNTEN AUF DEUTSCH

    Image Anniversaire José
    CLIQUER DESSUS POUR AGRANDIR

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  • Interpretationshilfe: Zum 16% Wahlerfolg "Cohn-Bendit's/ José Bové's Liste" Europe-Ecologie, zur Stagnation SPD-Grüne-Linke

    resultats2009

    .... im deutschen "links von schwarz-gelb" wird hier, liebe Besucher/innen, die Sie auf der Suche nach möglichen Gründen für ersteres oder beides in diesem Blog als derzeit einziger deutschsprachiger Präsentation der Aussagen und des Wahlkampfes von Europe-Ecologie ankommen, nicht noch extra geschrieben. Das wurde in den vergangenen 11 Wochen in meinen 12 Europe-Ecologie-Artikeln mit zahlreichen Übersetzungen ausdrucksstarker Texte und Interviews aus Banner EE auf deutschFrankreich und jeweils meinen Gedanken dazu schon getan, gewissermaßen vorab. Der Klick auf das Logo rechts öffnet die Übersicht meiner Beiträge, die insgesamt ausgedruckt sicherlich 60+ Seiten (teilbebildert) ergäben.
    Wer Europe-Ecologie genau kennenlernen, die Unterschiede genau ergründen möchte,
    sollte sich 3+ Stunden Zeit nehmen und alles in Ruhe durchlesen und -denken.
    Wer die Zeit und Motivation nicht hat, kann trotzdem "sein Ding" finden: fast alle Beiträge bestehen aus mehreren Elementen, die aber farblich, oder durch Schriftgrößen oder in Kästchen voneinander abgehoben, also mit langsamen Scrollen für Sie leicht diagnostizierbar sind. Sie werden mehr davon haben, wenn Sie ihre Auswahl nicht nach dem Titel treffen, sondern wenn Sie mehrere Beiträge öffnen, bis ganz unten "scroll-gucken" und so ihre Wahl treffen. Meine Kommentare sind in der Regel braun eingefärbt.
    Nutzen Sie gerne jeweils die Kommentarfunktion für Ihre konstruktiven Anmerkungen oder Nachfragen.

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  • "Mein Europa" - von Sandrine Bélier, Spitzenkandidatin bei Europe-Ecologie

    EUROREGION GRAND EST: Sandrine Bélier, 36 Jahre
    Sandrine Belier3Jurastudium in Paris und Straßburg, Diplome in Umweltrecht und öffentlichem Recht, Fachrichtung "Menschenrechte"
    »»» SYMPATHISCHES FILMCHEN "GESICHTER DER KAMPAGNE - SANDRINE UNTERSTÜTZEN"
    1996 Assistentin bei der Union Internationale de Conservation de la Nature in Bonn und beim Europarat; 1998 - 2001 juristische Verantwortliche der Umweltorganisation Alsace Nature, 2001-2008 dort Regionaldirektorin; 2008 Föderationsleiterin der nationalen Organisation France Nature et Environnement FNE; Ende 2008 Gründungsmitglied und Kandidatin bei Europe-Ecologie, morgen im Europaparlament; seit 1997 in verschiedenen Umweltverbänden engagiert;
    »»» MEHR VON IHR UND ÜBER SIE IM ARTIKEL "ZUR ÖKOLOGISCHEN ENTWICKLUNG"

    Etwa zeitgleich mit Bütikofers erstem "Brief zur Europawahl" hat Sandrine vorgestern ihren letzten geschrieben, ihren letzten von vielen; der Wahlkampf der französischen "écolos" lief nicht nach dem Motto "Die letzten 72 Stunden entscheiden" und "mach wums, dann kummts", sondern war dynamisch, hat mehrere Monate in gleicher Intensität angehalten, und hat weit über die grünen Wirtschaftsprogramme Green New Deal hinaus mit tiefgehenden Debatten über die Verfaultheit unseres Modells der produktivistischen Hyperkonsumgesellschaft an die Intelligenz der Wähler appelliert. Das Manifest von Europe-Ecologie öffnete vor einigen Monaten einen Kreis, der nach seinem Lauf über Aberdutzende verschiedenster Reden, Artikel und Interviews (von denen ich hier ein Dutzend übersetzt habe) politisch von Cohn-Bendit und José Bové im Artikel "Für einen demokratischen Neuaufschwung Europas", und jetzt auf persönlichere, emotionalere Weise von Sandrine geschlossen wird.
    Mein kleiner Wahlkampf hier ist seit drei Tagen vorbei. Ich verdanke Europe-Ecologie aber persönlich sehr viel an Wiederbelebung von seit meiner Jugend nach und nach hinuntergerutschter Kraft und Motivation, die aus Träumen und untermauerter realer Hoffnung schöpfen; dazu ein wenig in meinem Kommentar direkt nach diesem Artikel. So übersetze ich diesen Brief doch noch:

    Von Sandrine Bélier, »»» frz Originaltext

    Mein Europa ist nicht das Europa von gestern; es ist das Europa von heute und von morgen. Es ist ein Europa, welches sich seiner selbst bewusst wird, welches Vertrauen in sich gewinnt. Die Vergangenheit ist nur wichtig, um die Zukunft zu gestalten, um aus ihr zu lernen, damit man wieder in Gang kommen und aufbauen kann. Heute obliegt es uns mehr als je zuvor aus den schlechten Orientierungen und Entscheidungen, die Ende 2008 zur Explosion des Wirtschaftsmodells geführt haben, Lehren zu ziehen.

    Weil die Welt anders geworden ist, Europa sich verändert hat, wir uns verändert haben, müssen wir uns nun nicht nur den Veränderungen anpassen, sondern viel mehr noch als das verschiedene Dinge an den Tag legen und beweisen: gebraucht werden Vorstellungskraft, Verantwortlichkeit und Aufrichtigkeit, um aus einer globalen Krise nachhaltig heraus- und der nächsten zuvorzukommen, welche sich nicht auf eine ökonomische und finanzielle Krise beschränken, welche mit einer sozialen Krise zusammenfließen, welche eine präzedenzlose ökologische und klimatische Krise einfach ignorieren.
    Alles ist miteinander verbunden, und die heutige Situation ist nichts anderes als das Resultat alter Entscheidungen zur Weiterentwicklung, die innerhalb von 50 Jahren nur zu größeren Schäden an uns Menschen und der Umwelt geführt haben als je zuvor in der Menschheitsgeschichte.

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  • Cohn-Bendit + José Bové: "Demokratischer Neuaufschwung Europas" mit neuem Verfassungsprozess und kontinentaler Volksabstimmung | + Merkel entpolitisiert "Superwahljahr"

    NEU: ABSCHLUSS WAHLSERIE - LEITFADEN LEKTÜRE
    » Interpretationshilfe: Zum 16% Wahlerfolg "Cohn-Bendit's/ José Bové's Liste" Europe-Ecologie, zur Stagnation SPD-Grüne-Linke

    Diese deutschen Übersetzungen der neuesten Artikel von Daniel Cohn-Bendit ("L'enlèvement d'Europe" und "Pour une relance démocratique de l'Europe"), "gewürzt" mit Beiträgen zur neuen Menschelei der sich zur unpolitischen "Mutter Beimer der Politik" produzierenden Kanzlerin, bilden den letzten meiner Artikel zu den Europawahlen.
    (Mein Vorwegkommentar) Nicht ohne Grund: Einerseits gibt es kaum noch jemanden, der die enorme Bedeutung der "europäischen Ebene" in diesem Krisenkonglomerat der Endzeit unseres Zivilisationsmodells abstreitet. Andererseits sind ausgerechnet (oder gerade drum) bei den Wahlen zum Europaparlament, der direkten Vertretung der europäischen Bürger auf dieser Ebene (die deutlich verstärkt werden kann und sollte), fast überall in den politischen Klassen Bestrebungen zu erkennen, diese Wahlen wieder mal zu nationalisieren und/oder die politischen Richtungsentscheidungen, die zur Lösung der gewaltigen Probleme von den Europäern getan werden müssen, durch Vernebelung, Zerlaberung und plattesten "netten" Wahlkampagnen weichzuspülen. Es scheint bei den Führungen aller großen Parteien in Europa, die in ihren Ländern ja abwechselnd oder stellenweise bis ganz gemeinsam regieren, ein formloser Konsens zu bestehen, dass entpolitisierte Europawahlen inklusive gelangweilter oder abgelenkter Wählerschaft und danach eine rekordniedrige Wahlbeteiligung und ein kastriertes Europaparlament einer starken europäischen Bürgervertretung, die mächtiger und initiativer werden und politische Ziele und Wege vorgeben könnte, vorzuziehen sind. Man will nur eines: das Heft in der Hand behalten, oder, im Falle der meisten Oppositionen und kleineren Parteien, seine nationalen Strategien mit dem Ziel des Machtzuwachses in der Nation fortsetzen. Immer wieder treten zwar nationale Spitzenpolitiker oder internationale Persönlichkeiten (wie jüngst der finnische Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari) mit Wahlappellen auf, doch halte ich das Engagement der Einen nur noch für viertelherzig, und auf die Festreden der Anderen hören nur wenige Leute und wohl eben jene, die sowieso wählen gehen.
    Logo Dany und Jose Cohn-Bendit [»»HIER KURZPROFIL + INTERVIEWS] spricht in seinem zweiten Artikel "Die Entführung Europas" über Frankreich, wo außer der unter anderem von ihm initiierten grün- ökosozialen Liste Europe-Ecologie tatsächlich alle anderen politischen Formationen erst im Mai in einen "Europa"wahlkampf der Zelebration ältester politischer Rituale getreten sind. So detailliert er darüber auch schreibt, ersetzen Sie das Wort "Sarkozy" durch "Merkel" (oder wahrscheinlich "Brown" und die anderen), und Sie werden mein Vorwort nachvollziehen können.
    Den ersten Artikel "Für eine demokratische Wiederbelebung Europas" hat der damalige EU- Verfassungsbefürworter Dany gemeinsam mit einem anderen Spitzenkandidaten der Liste verfasst, dem jahrzehntelang als "Bauernrebell" und 2005 als EU-Verfassungsgegner bekannt gewordenen José Bové, [»»HIER KURZPROFIL + INTERVIEWS] nun auch ein sehr populärer Vertreter der Komponenten "Globalisierungsgegner/ zivilgesellschaftliche Verbände" der Sammlungsbewegung Europe-Ecologie. Sie wollen im nächsten EU-Parlament eine konstituierende Versammlung für einen neuen, kurzen, wesentlichen und allgemeinverständlichen Verfassungstext in Gang setzen, der dann europaweit mit der doppelten Mehrheit der Nationen und der Gesamtbevölkerung angenommen werden kann. Hinterher sollen die Nationen, in denen "Nein" gestimmt wurde, entscheiden, ob sie aus der EU austreten wollen oder in der EU mit dieser Verfassung drinbleiben möchten.

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  • "Europa muss Klimarevolution initiieren", Interview, Nicolas Hulot, deutsche Übersetzung

    "Wir sind in der Stunde der Wahrheit; wir müssen einen europäischen Stolz wiederfinden, den Stolz des europäischen Humanismus und des Zivilisationsmodells."

    nicolas hulot Nicolas Hulot ist durch seine engagierten Umweltmagazine im Fernsehen seit vielen Jahren in Frankreich eine sehr bekannte und geachtete Person. [Wikipedia »»» engl »»» frz]. Seine Wirkung als eine moralische Autorität auf Bürger und Politik ist in etwa der des deutschen Bundespräsidenten in sozialen Fragen vergleichbar: er wird gehört, manche Dinge kann er anschieben, viele Dinge gehen dann aber "im politischen Geschäft" unter. Er ist Gründer der vielseitig aktiven Stiftung "Fondation pour la nature et l'homme" [Stiftung für die Natur und den Menschen/ Fondation Nicolas Hulot], hatte einen großen, lange dauernden, tiefgehenden und erfolgreichen "Runden Tisch Umwelt" [Grenelle de l'Environnement] initiiert, und 2007 seine Kandidatur zu den französischen Präsidentschaftswahlen zurückgezogen nachdem alle Kandidaten einen "Pakt zur Umwelt" unterschrieben hatten. Er gehört keiner Partei an, aber einer seiner engsten Mitarbeiter ist einer der Spitzenkandidaten der Liste Europe-Ecologie, die er selber - bislang ohne direkten Wahlaufruf - öffentlich "favorisiert".
    Einen weiteren Artikel von Hulot finden Sie »»» HIER, an oberster Position in meinem Dossier "Europawahlen | Warum wählen - warum europäisch, warum grün wählen"

    Dieses Interview ist sowohl Bestandteil eines aktuellen Klimadossiers wie das vorletzte Element meiner morgen mit zwei neuen Artikeln von Daniel Cohn-Bendit endenden Beitragsreihe zu den Europawahlen und zur französischen grün- ökosozialen Liste Europe-Ecologie. Darum steht es hier von beiden Seiten ansteuerbar separat und "nackt" ohne weiteren Kontext oder Kommentar.

    "Europa muss die klimatische Revolution anschieben und -führen"
    Dimanche 24 Mai 2009
    Hulot: "L'Europe doit entraîner la révolution climatique"
    von Soazig QUEMENER
    Le Journal du Dimanche »»» frz Originaltext

    Er hat etwas von einem grünen Sysiphos, dessen Kampf niemals gewonnen ist. Mit seinem "Ökologischen Pakt" glaubte Nicolas Hulot die Politik überzeugt zu haben. Trotz des "Runden Tisches Umwelt" (Grenelle de l'environnement) und des europäischen "Paketes" sieht der Fernsehmoderator die Gefahren ansteigen. Im Journal du Dimanche warnt er: die ökonomische und ökologische Revolution ist unvermeidbar.

    Ist Europa auf der Höhe der klimatischen Herausforderungen?

    Europa ist es noch nicht, muss es aber werden, denn allein Europa kann da die Welt mitziehen. In sechs Monaten haben wir eine Konferenz in Kopenhagen, wo die Gesamtheit der Menschheit sich die Mittel geben muss, um das Schlimmste zu verhindern. Mir ist die Dramatik von solchen Erklärungen bewusst, aber wir sind wirklich in der Stunde der Wahrheit. Und es sind wirklich wir, die Europäer, die entscheidend sein können. Wir müssen wieder an einen europäischen Stolz anknüpfen, den Stolz des europäischen Humanismus und des Zivilisationsmodells. Mit dem "Klimapaket" stand Europa an der Spitze und Nicolas Sarkozy stand nicht abseits. Aber das reicht nicht. Wir sind Geiseln unserer Konjunkturpakete und in unseren sozialen Konservativismen wie gelähmt. Und auch in den Umweltfragen muss man sehr viel weiter gehen. Was mit dem Klima passiert, ist keine Sache der Meteorologen. Alles ist miteinander verbunden: die soziale Krise, die Wirtschaftskrise, die Umweltkrise. Entweder wechseln wir in ein anderes Zivilisationsmodell, auf revolutionäre Art....

    Oder aber?

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  • Dany Cohn-Bendit | neue Interviews aus Frankreich | deutsche Übersetzung, traduction allemande

    Dany im TeamDaniel Cohn-Bendit über die Krisen, das Bündnis Europe-Ecologie, die Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaften, Sarkozy, Deutschland und Frankreich. Interviews von metrofrance und Le Monde. Illustriert mit dem Video "A Green New Deal for Europe" und einigen meiner Fotomontagen (in deutscher Version, »»»frz Originale) für den Wahlkampf von Europe-Ecologie.

    Meine einführende Kurzkommentierung, vornehmlich wohl für jüngere Leser, die ihn nur dem Namen nach kennen:

    NEU: ABSCHLUSS WAHLSERIE - LEITFADEN LEKTÜRE
    » Interpretationshilfe: Zum 16% Wahlerfolg "Cohn-Bendit's/ José Bové's Liste" Europe-Ecologie, zur Stagnation SPD-Grüne-Linke

    Seit länger als einem Jahrzehnt wird öfter mal wieder mehr oder weniger neu über den "deutsch-französischen Motor Europas" gesprochen. Gibt es den wirklich, dann kann sicherlich nur Daniel Cohn-Bendit alleine damit gemeint sein. ;) Dany le Rouge, Dany den Roten, wie er in Frankreich hin und wieder mit seinem Spitznamen von 1968 genannt wird, der Vorsitzende der grünen Fraktion im Europaparlament und Initiator und Mitbegründer und Mitspitzenkandidat der französischen Liste Europe-Ecologie.

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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