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Gaza

  • Israels fortwährender Krieg gegen die Palästinenser im Gazastreifen

    von Mielvon Boligan

    Die beiden Karikaturen sind von den Cartoonisten Miel (links) und Boligan (rechts), hochgeladen aus einer Galerie (gratis) mit 30 Zeichnungen, aus meiner bevorzugten pay-website Courrier International.
    Seit dem Libanonkrieg 2006, vor allem seit dem Gazakrieg Weihnachten 2008 hatte ich sehr viele Artikel zum vielfältigen Thema geschrieben, mit sehr vielen Übersetzungen aus ausländischer Presse.
    In meinem anderen Blog, dem "Afrikanews Archiv", habe ich vor ein paar Tagen die Petition von avaaz.org unterstützt (in vier Tagen schon eine halbe Million Unterschriften), und, siehe da, ein Kommentator hat sich profund zum Thema ausgesprochen. Mit Fragezeichen, wie ich es auch getan hätte.
    Dem Herrn Jakkede verdanken wir folgenden Text, den ich integral abdrucke, wenn auch nicht gänzlich zustimme:

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  • Israelische Soldaten bezeugen rücksichtslose Kriegsführung gegen Zivilisten

    "Rücksichtlose Gewalt und mutwillige Zerstörung im Gaza-Krieg - so lauten die massiven Vorwürfe israelischer Soldaten gegen die eigene Armee. Die Organisation "Das Schweigen brechen" hat ihre Aussagen nun veröffentlicht." ...Weiter nach meinem Kommentar...

    So beginnt, unter Bezugnahme auf Agenturmeldungen von dh/aa/dpa/afp/ap, der gerade veröffentlichte Artikel von "Deutsche Welle World". Ich hatte bereits Ende März in meinem Beitrag » "Israel: Internationale Vorwürfe wegen Kriegführung gegen Zivilisten in Gaza" mehrere englischsprachige reuters- Meldungen zum Thema auf den Tisch gelegt, etwas dazu gesagt und kann meinen Kommentar heute kurz halten:
    es geht nicht um einseitige Schuldzuweisungen oder indirekte Verharmlosung der rücksichtslosen extremistischen religiösen Kampforganisation Hamas, der im Unterschied zur israelischen Armee auch das Leben der eigenen Leute nichts bedeutet;
    mir geht es um die Glaubwürdigkeit der langsam in gute Gänge kommenden Internationalen Justiz bei der Untersuchung von Massakern und dann der eventuellen Verfolgung von Kriegsverbrechern. Damit sage ich nicht, dass Israel Kriegsverbrechen begangen hat (und schon gar keinen "Völkermord" oder ähnliche aus den Reihen von Hamasfreunden kommende Verballhormungen), sondern dass alle Kriege mit der gleichen Akribie und Unvoreingenommenheit untersucht werden müssen, wenn der Kampf für Menschenrechte an der Front deren grausamster Verletzungen an dessen politischer und juristischer Spitze die UN- Menschenrechtekommission UNHCR und der Internationale Gerichtshof in Den Haag stehen, vorankommen soll. Die brauchen dafür die Anerkennung und Achtung größtmöglicher Teile der Weltöffentlichkeit - und Obama wünsche ich, er möge sich seine nicht verscherzen, sondern ausbauen.
    Auf keinem Auge blind, so muss Justitia sein. Und Israel wünsche ich bessere Freunde als die Freunde seiner politischen und militärischen Hardliner. Morgen durchforste ich gespannt den deutschen Blätterwald, um zu sehen, ob diesmal (außer der Deutsche Welle) jemand einen Artikel wie den Folgenden bringt:

    (Nachtrag 16.07.: diesmal hat die Presse breit berichtet, etwa 30 Artikel sind unter » diesem google-link.


    Gaza | 15.07.2009
    Israelische Soldaten brechen ihr Schweigen

    Der 112 Seiten lange Bericht der israelischen Organisation "Das Schweigen brechen" wurde am Mittwoch (15.07.2009) vorgestellt. Er dokumentiert die Zeugenaussagen von 54 israelischen Soldaten und Offizieren, die seit Beginn des Jahres anonym interviewt wurden. Durch die hohe Anzahl an übereinstimmenden Aussagen der Soldaten scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass die israelische Armee mehrfach die Grundregeln des Kriegsvölkerrechts missachtet hat: Es sei kaum zu einer Unterscheidung zwischen Kämpfern und Unbeteiligten gekommen, heißt es in dem Bericht. Die dreiwöchige Offensive sei mit rücksichtsloser Gewalt an Zivilisten geführt worden. Außerdem werfen die Soldaten ihrer Militärführung vor, sie zu mutwilliger Zerstörung angestachelt zu haben. Bei dem Einsatz, der am 18. Januar 2009 endete, waren mehr als 1400 Palästinenser getötet und 5000 weitere verletzt worden.

    Mutwillige Zerstörung

    In dem Bericht beschreiben die Soldaten die Zerstörung von Häusern und Moscheen ohne jeden militärstrategischen Nutzen.

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  • Israel: Internationale Vorwürfe wegen Kriegführung gegen Zivilisten in Gaza

    Eine französische Übersetzung machte mich auf einen amerikanischen Bericht der Nachrichtenagentur reuters über Vorwürfe eines UNO- Vertreters an Israel aufmerksam.

    NEU ZUM THEMA, 15.07.09, aus DEUTSCHE WELLE:
    »»» Israelische Soldaten bezeugen rücksichtslose Kriegsführung gegen Zivilisten
    "Rücksichtlose Gewalt und mutwillige Zerstörung im Gaza-Krieg - so lauten die massiven Vorwürfe israelischer Soldaten gegen die eigene Armee. Die Organisation "Das Schweigen brechen" hat ihre Aussagen nun veröffentlicht."
    (inkl. mehrerer links)

    Wiederkehrende Leser haben in meinen vielen Beiträgen zum Gazakrieg gesehen, dass ich fortschrittliche Kräfte in Israel unterstütze, den Staat nicht insgesamt an den Pranger stelle und vor allem natürlich zwischen Juden und der israelischen Kriegspolitik nicht ein Gleichheitszeichen setze. Dennoch gehört - und nicht erst seit gestern - die "Außenpolitik" verschiedener israelischer Regierungen klar kritisiert.

    Auf unserem Kontinent ist gleichzeitig die sich verstärkende Aktivität des Internationalen Gebrichtshofes in Den Haag in Bezug auf Ermittlungen und Anklagen in punkto Verbrechen gegen die Menschlichkeit sehr zu begrüßen. Kriegsverbrecher gehören hinter Gitter, Vorwürfe gehören zuvor untersucht. An manchen Orten in der Welt wird, sich selbst diskreditierend weil im Rahmen eigener politischer Interessen, dem Internationalen Gerichtshof Einseitigkeit im Sinne westlicher Interessen vorgehalten. Dem könnte leicht begegnet werden, zum Beispiel, wenn man die israelischen Kriege so unter die Lupe nimmt, wie die anderen auch.

    Daher habe ich mich auf die Suche nach der reuters- Meldung begeben, sie weder beim deutschen noch beim französischen Teil der Agentur gefunden, wohl aber das Original auf englisch:

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  • Zur Hamas - Interview mit Trittin

    "Der wirkliche Souverän in Gaza ist die Hamas"

    Die Ächtung der Hamas hat in eine politische Sackgasse geführt, so Jürgen Trittin.

    DAZU AUCH BEI DWW:
    »»» "Es gibt im Nahen Osten keinen Nelson Mandela"
    Die Situation sei verfahren wie noch nie, meint Christian Hacke. Der Politikwissenschaftler äußert sich im Interview mit DW-WORLD.DE über die Rolle der USA im Nahen Osten.
    »»» Ausweg aus der Sackgasse
    Erstmals seit der Spaltung der Palästinensergebiete vor 20 Monaten, haben die zerstrittenen Organisationen Hamas und Fatah einen Dialog für eine Aussöhnung begonnen. Ziel ist es, eine Einheitsregierung zu bilden.
    »»» BILD-TEXT-GALERIE "ALLTAG IM WESTJORDANLAND"

    Der Grünen-Politiker glaubt nicht, dass ein Wiederaufbau im Gazastreifen ohne Verhandlungen mit ihr möglich ist.
    Interview 04.03.09 von G. Birckenstock, für DEUTSCHE WELLE WORLD


    DW-WORLD.DE: Herr Trittin, kann ein Wiederaufbau im Gazastreifen an der Hamas vorbei überhaupt gelingen?

    Jürgen Trittin: Nach Einschätzung aller Beobachter ist der wirkliche Souverän im Gazastreifen, wenn es nicht Israel ist, die Hamas. Viele Umfragen deuten darauf hin, dass, gäbe es in der Westbank und in Gaza Wahlen,- die Hamas wahrscheinlich eine Mehrheit bekommen würde - gerade nach dem Krieg Israels. Das heißt, es ist eine fromme Illusion, zu glauben, man könne in Gaza an der Hamas vorbei Wiederaufbau betreiben. Wir sehen hier die letzten Zuckungen einer Politik, die im Ergebnis in die Sackgasse geführt hat. Inszwischen spricht ja, zumindest via Ägypten, selbst Israel mit der Hamas.

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    Was wären denn die Voraussetzungen dafür, die Hamas zunächst einmal in den Wiederaufbau einzubinden?

    Im Wesentlichen gibt es zwei Voraussetzungen. Die eine Voraussetzung ist natürlich die Erklärung und die Praktizierung eines Gewaltverzichts Israel gegenüber. Die zweite ist, dass der Zustand des Putsches innerhalb Palästinas überwunden werden muss. Das heißt: Grundlegend in meinen Augen ist die Bildung einer palästinensischen Regierung der nationalen Einheit, so wie Fatah und Hamas sich das nun auch vorgenommen haben. Man wird dann mit dieser Regierung sprechen müssen. Bei dieser Regierung wird man wohl kaum wieder in den Zustand zurückfallen, dass man sagt, dieser ist ein gutes Regierungsmitglied und jener ein schlechtes.

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  • Israel: Extreme Rechte bremsen - Den Friedensaktivisten helfen!

    avaazlogo_deAVAAZ.ORG zeigt ein Video über die israelischen Rechtsextremen, berichtet über eigene Erfolge in den USA gegen George W. Bush und bittet um Unterstützung für die Verbesserung eines Friedensnetzwerkes in Israel:

    16. Februar 2009

    Portrait:
    Avigdor Lieberman: "Ohne Loyalität keine Staatsbürgerschaft"
    Wird ein extremer Nationalist künftig entscheidend bei der Richtung der israelischen Politik mitwirken? Avigdor Lieberman heißt der Populist, der Beobachter und etablierte Parteien das Fürchten lehrt.
    »»» Hier lesen bei DEUTSCHE WELLE WORLD

    Liebe Freunde,

    Eine bedenkliche Rechtsaussenpolitik nimmt in Israel überhand und bedroht uns alle -- Lasst uns den gemässigten Wählern helfen, eine neue, frische Stimme für den Frieden aufzubauen:

    Schauen Sie das schockierende Video,
    Handeln Sie jetzt

    Es ist ein schwarzer Tag im Nahen Osten: Die Rechte hat in den israelischen Wahlen die meisten Sitze gewonnen, und der Rechtsextremist Avigdor Liebermann ist nun Königsmacher der nächsten Regierung.[1] Lieberman und seine Kollegen haben gedroht den Iran zu bombardieren, mehr Truppen nach Gaza zu senden, Verhandlungen zu stoppen und gegen Israels grosse arabische Minderheit hart vorzugehen. Das könnte alle unsere Bemühungen im nahen Osten zunichte machen. Aber die fortschrittlichen Kräfte, Juden und Araber, teilen unsere Gefühle -- und brauchen heute unsere Solidarität.

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    Wo immer Extremisten triumphieren, müssen wir sie in die Schranken weisen. Viele dachten alle Hoffnung sei verloren als in den USA die Neokonservativen siegten -- dann nutzten die Progressiven das Internet und kamen zurück aus dem Versenkung, und erreichten das Undenkbare mit Barack Obamas Wahl zum Präsidenten der USA.[2] Heute bietet die Ratlosigkeit in Israels Friedenbewegung die Chance, um eine neue Kraft aufzubauen gegen den Hass und für den Frieden.

    => Lies mehr!

  • Gaza, mal popkulturell - Zynismus oder human?

    ↓↓ Jazz und Chanson aus und Comics über Gaza, arabische Popmusik ↓↓, sowie zunächst einige Gedanken über Fremd- und Selbstbilder von Völkern in Problemgebieten.

    Besonders in diesen für das palästinensische Volk wieder mal schwieriger als schwierigen Zeiten könnte es reichlich zynisch wirken, wenn einer wie ich auf einmal einen Beitrag über Jazz und "Politpop" aus Palästina bringt. Kleinere Geschehnisse aber rücken manchmal die Dinge aus einer völlig berechtigten, aber zu Ungunsten der betrachteten Menschen sehr reduzierten Sicht zurück in größere Zusammenhänge. Lassen Sie mich also diese kleine Aktion "Palästina popkulturell" kurz erläutern und folgen Sie hoffentlich den Gedankengängen mit Akzeptanz:

    Vor kurzem zeigten mir die Herkunftsanalysen der Besuche meines Blogs bei google-analytics doch tatsächlich zwei Besuche aus den "Palestinien Territories". Selbst ich war überrascht. Ich sage "selbst ich" nicht aus Überheblichkeit, sondern weil ich schon im Rahmen meiner vielen Afrikaberichte aus Protest gegen die Formung unseres Afrikabildes ausschließlich aus den Katastrophen des Kontinents dazu übergegangen war, mit "Afrika positiv"- Artikelchen an einem korrekteren Bild jenseits der Stereotypen mitzuwirken.

    Ich hätte wissen müssen, dass es selbst in Gaza und selbst in Kriegszeiten sogar Computer und Internet gibt, und bei weitem nicht nur das. Trotzdem war ich überrascht, war also dem Stereotyp des auf seine Opfersituation reduzierten Palästinensers, das ich -im Gegensatz zu den textuellen- in den Fototeilen meiner Gazadossiers ja selber mitpräge, erfolgreich mit auf den Leim gegangen.
    Im Allgemeinen nehmen wir "die Israelis" hauptsächlich über ihr Judentum und ihre Kriegsbereitschaft wahr, und, als viel homogenere Gruppe noch, "die Palästinenser" entweder als Terroristen oder eben als politisches und religiöses Völkchen mit vielen radikalen Führern, als Opfer, als verschleierte Frauen, Kinder in Trümmern, als rebellierende, steinewerfende Jugendliche, die dann von den Radikalen mittels Indoktrination zu Religionssoldaten erzogen werden.
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    Keines dieser Bilder ist verkehrt, aber auch alle zusammen sind nicht die ganze Wahrheit, die ja nur den ganzen Menschen einbeziehen kann. So frage ich mich, inwieweit man den palästinensischen Menschen denn wirklich gerecht wird, wenn man sie nur in ihrer Opfer-, Täter- oder Mittäterrolle wahrnimmt oder darstellt, und nicht als zu allen kulturellen Leistungen fähigen Menschen wie alle anderen Menschen auf der Erde auch. Mein Fazit: Nein, wird man nicht.

    => Lies mehr!

  • La guerre contre le ghetto de Gaza

    Présentation de textes francophones d'auteurs israéliens, palestiniens, juifs et arabes, extraits de mon large dossier allemand.
    À l'instar de mon dossier "Le génocide au Congo" je vous ai réuni un grand nombre de textes en langue française, dont mes traductions allemandes font l'essentiel de la documentation de cette "nouvelle" guerre israélo-palestinienne et du commentaire que j'avais préparé le long du mois de janvier dans ce blog allemand.
    VEUILLEZ TROUVER CECI »»» ICI DANS MON AUTRE BLOG EN FRANCE.

  • Gaza- Krieg gegen das Ghetto / Teil II / Deutsche Übersetzungen von israelischen und arabischen Autoren

    [NEU 08.02.: INTERVIEW DES ÄGYPTISCHEN GENERALKONSULS IN PARIS «DAS EINZIGE, WAS DIE HAMAS INTERESSIERT, IST DIE MACHT ZU BEHALTEN» deutsche Übersetzung, hier auf Seite 5, mit + ein linkes Essay über die linke Hamassolidarität]
    Brot in einem zerstörten Auto gefunden, Beit Lahia, Gaza (AFP)BEIT LAHIA, Gaza (AFP) - 17-01-2009

    Januar 2009 DIES IST DER INHALT DIESES TEILES II:

    Seite 2: Aktueller Einschub: Die Waffenruhe: Kurzkommentar und zwei Friedensbilder
    Seite 3:Aus Israel schreiben Tom Segev und der Schriftsteller Jonatan Geffen kritisch, und Yoel Marcus rechtfertigt den israelischen Krieg. NEU DABEI: Eric Hazan: "Der zweite Tod des Judaismus".
    Seite 4: Drei (zwei kritisch, einer pro) arabische und zwei israelische Artikel über die Hamas.
    Seite 5:NEU 08.02.: INTERVIEW DES ÄGYPTISCHEN GENERALKONSULS IN PARIS «DAS EINZIGE, WAS DIE HAMAS INTERESSIERT, IST DIE MACHT ZU BEHALTEN» + ein linkes Essay über die linke Hamassolidarität

    INHALT VON TEIL III UND SCHLUSS: »»» HIER LESEN

    Seite 2: Ein israelischer, ein arabischer und ein palästinensischer Artikel über die Erwartungen an Obama
    Seite 3: Die 18 "besten" Fotos zum Thema "Menschen im Krieg", ein persönliches und politisches Schlusswort von mir und ein Interview mit einem UNICEF- Vertreter, der den Gazastreifen gerade besucht hat.

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    DIES IST DER INHALT DES TEILES I, DES BEGINNS DES DOSSIERS. »»» HIER LESEN

    Seite 1: Ungewöhnliche Anmoderation
    Seite 2: Inhaltsverzeichnis, kleine Einleitung und einige Gedanken von mir.
    Seite 3: Vier Artikel von Daoud Kuttab, palästinensischer Journalist und Träger eines deutschen Journalismuspreises.
    Zwei davon zur Geschichte der Palästinenser und des Konfliktes, zwei selbstkritische Beiträge mit Vorschlägen zur Lösung des Problems.
    NEU DABEI: "Nachbarn", vom israelischen Romancier A.B. Yehoshua

    Seiten: 1 2 3 4 5

  • Die Menschen im Krieg | Schlussteil (III) meines Gazadossiers

    Kleine Galerie engagierter Pressefotos und was aus Israel, Palästina und der arabischen Welt von Obama erwartet wird (in deutschen Übersetzungen).
    Mauerbau Grenze Gaza Ägypten Feb2008 (AFP)Neue Mauer in Gaza 04Feb08(AFP)

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    INHALT DIESES SCHLUSSTEILES:

    Hawara, Grenze Israel-Cisjordanien(paläst) (AFP)2008Seite 2: Ein israelischer, ein arabischer und ein palästinensischer Artikel über die Erwartungen an Obama
    Seite 3: Die 18 "besten" Fotos zum Thema "Menschen im Krieg", ein persönliches und politisches Schlusswort von mir und ein Interview mit einem UNICEF- Vertreter, der den Gazastreifen gerade besucht hat.
    »»» LESEN SIE AUCH, 08.02.: Gaza | Bedrückende Bilder | Lage der Kinder in Gaza unerträglich | UNICEF-Hilfeaufruf

    INHALT VON TEIL I »»» TEIL I LESEN

    Dort Seite 1: Ungewöhnliche Anmoderation
    Dort Seite 2: Inhaltsverzeichnis, kleine Einleitung und einige Gedanken von mir.
    Dort Seite 3: Vier Artikel von Daoud Kuttab, palästinensischer Journalist und Träger eines deutschen Journalismuspreises.
    Zwei davon zur Geschichte der Palästinenser und des Konfliktes, zwei selbstkritische Beiträge mit Vorschlägen zur Lösung des Problems.
    NEU DABEI: "Nachbarn", vom israelischen Romancier A.B. Yehoshua

    Nir Am (Israël) ? Israelischer Soldat betet vor Einsatz(Yannis Behrakis, Reuters)Prague (République tchèque) ? Demonstrant mit Koran (Petr Josek, Reuters)

    INHALT VON TEIL II »»»TEIL II LESEN

    Dort Seite 2: Aktueller Einschub: Die Waffenruhe: Kurzkommentar und zwei Friedensbilder
    Dort Seite 3:Aus Israel schreiben Tom Segev und der Schriftsteller Jonatan Geffen kritisch, und Yoel Marcus rechtfertigt den israelischen Krieg. NEU DABEI: Eric Hazan: "Der zweite Tod des Judaismus".
    Dort Seite 4: Drei (zwei kritische, einer pro) arabische und zwei israelische Artikel über die Hamas.
    Dort Seite 5: NEU 08.02.: INTERVIEW DES ÄGYPTISCHEN GENERALKONSULS IN PARIS «DAS EINZIGE, WAS DIE HAMAS INTERESSIERT, IST DIE MACHT ZU BEHALTEN» + ein linkes Essay über die linke Hamassolidarität

    Qalandiya (Gaza) ? Jugendlicher vor israelischen Soldaten(Fadi Arouri, Reuters)Qalandiya (Gaza) ?Israelischer Soldat vor Steinewerfern(Eric Gaillard, Reuters)

    Seiten: 1 2 3

  • Orwell und Eco über den Faschismus

    Beiträge zur Faschismusdefinition und zu den unsäglichen, unhistorischen, unwissenden, unwissenschaftlichen, die Faschismusopfer verhöhnenden, polemischen, den Begriff entleerenden, pervertierenden und instrumentalisierenden, den deshalb nichtssagenden Faschismusvorwürfen gegen Staaten oder Organisationen, die nicht faschistisch oder faschistoid sind.
    Inhalt:
    Diese Seite: Meine aktuellen Gedanken dazu
    Seite 2: Aktuell: 14 Merkmale des Faschismus, aus: "Fascism Anyone?", von Dr. Lawrence Britt, Free Inquiry (humanistische Zeitschrift), 2003
    Soziologische Definition von nachbarschaftlichen Begriffen (auf englisch)
    Seite 3: Historisch: Umberto Eco's 14 Wesenszüge des Urfaschismus, und
    George Orwell "Was ist Faschismus?" (auf englisch)

    Witzigerweise oder unwitziger- oder bezeichnenderweise bin ich bei meinen Hintergrundrecherchen zu den jüdischen und palästinensischen Autoren, deren Texte ich für mein Gazadossier übersetze, auf Schriften von George Orwell und Umberto Eco zu der Thematik der Klärung des Faschismusbegriffes gestoßen, auf die ich aufmerksam machen möchte, und zwar auch aus Gründen der Sauberkeit in den politischen Debatten:
    PARIS (AFP) - 17-01-2009Wie das Bild hier rechts von einer Pariser "Friedensdemonstration" mit dem Hakenkreuzemblem auf der israelischen Flagge beispielsweise, aber auch stellvertretend für manche Beiträge in politischen Blogs, was alles faschistisch sei, zeigt, wird der Begriff "Faschismus" immer inflationärer, nur noch symbolischer, ungenauer, polemischer und damit nichtssagender verwendet.

    Damit passiert dreierlei:

    Den Abermillionen von Folter- und Todesopfern und den Aberzigmillionen Menschen, die Opfer des unterdrückerischen, angstmachenden Alltags waren der wirklichen faschistischen oder faschistoiden Gesellschaften des vergangenen, meinetwegen auch des jetzigen Jahrhunderts, wird im Nachhinein noch einmal ignorant ins Gesicht getreten. Wenn zum Beispiel die Bundesrepublik bei aller richtigen Kritik unter anderem der zunehmend verschärften Bürgerüberwachung, die ich als überzeugter Demokrat, Pluralist, Menschenrechtler und Grüner vehement aktiv teile, als faschistisch oder so gut wie faschistisch bezeichnet wird, dann sollte man mal an diese Opfer denken. Und daran, wie gerne alle von ihnen wohl in einem "faschistischen Staat" a la Deutschland heute gelebt hätten, anstatt in faschistischen Staaten.
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    Antikriegsdemonstration, Jerusalem, 29.12.08,Foto:AP,JerusalemPostSieht man so eine Hamas-made jüdische Hakenkreuzflagge wie im obigen Bild, dann kann man sich auch mal überlegen, wieviel lieber die nichtjüdischen Konzentrationslagerinsassen, die politischen Gefangenen oder die Homosexuellen in einem "faschistischen" Israel gelebt hätten als in Nazideutschland, weil Israel eben zwar militaristisch dirigiert, keinesfalls aber faschistisch ist, denn dort wären sie mit vielen Juden und palästinensischen Israelis zusammen in einer politischen Opposition, die ihren Meinungskampf frei führen kann. Das Bild links zeigt eine Antikriegsdemonstration am 29. Dezember 2008 von jüdischen und palästinensischen Studenten in Jerusalem und ist aus der Jerusalem Post. Faschismus? Irgendwie besser übrigens, wenn bei Solidaritätsdemonstrationen keine Freunde der Hamas und Antisemiten mitmarschieren, und ausgerechnet auch noch mit Faschismusvorwürfen.

    Zweitens wird der Begriff völlig verwässert, seiner Aussage entleert und Schlimmeres. Wenn jedem politischen oder militärischem Gegner das Hakenkreuz an die Brust geheftet wird, dann gibt es endlos viele Faschisten auf vielen Plätzen des politischen Spektrums und der Weltbühne ("Irgendein jeder ein Faschist?" titelt Dr. Britt auf Seite 2), und damit wird es gar keiner mehr sein, auch nicht die wirklichen Faschisten, denn mit ihrer Bedeutung beraubten Worthülsen kann nichts mehr bezeichnet, gekennzeichnet, definiert, eingeordnet, erklärt und begriffen werden. Das Wort "Begriff" kommt ja daher, dass er helfen soll, etwas zu begreifen, zu verstehen, etwas von etwas anderem zu unterscheiden. So ist auch der maßlose aktuelle blutige Gegenschlag Israels wohl mit Massakern durchzogen, aber noch lange kein "Völkermord", denn das ist etwas anderes, wie man zum Beispiel im Kongo nachschauen kann. Schaut man sich alles Gesagte an und akzeptiert es, dann wären heute sowohl Israel als auch die Hamas faschistisch, der Vorwurf wird ja aus verschiedenen Richtungen beiden gemacht. Was außer der Verhöhnung der Millionen Faschismusopfer bleibt von diesem Unsinn übrig?
    Die inflationär verwandte moderne Worthülse "Faschismus" umhüllt all das, was Faschismus bedeutet, nicht mehr, sondern ist ein übergezogener Mantel zum Spazierentragen ideologischer Ansichten, die mit dem bezeichneten Gegenstand nur insofern etwas zu tun haben, als das sie ihn vehement ablehnen. Ein polemischer Kampfbegriff, der aber in diesem Falle leider mal die Millionen Faschismusopfer enthielt. Nicht wenige Autoren, so manchmal auch ich, schreiben hin und wieder in polemischem Stil, hart und übertrieben. Dann aber sollte klar sichtbar sein, dass eine übertriebene Polemik vorliegt, und auch die sollte ohne Verklärung klarer politische Begriffe und ohne deren Instrumentalisierung auskommen. Viele der unsäglichen Faschismusvorwürfe kommen allerdings (mehr oder weniger) sachlich eingebettet mit dem Anspruch daher, zu erklären und aufzuklären. Das ist dann, sofern es nicht aus Unwissenheit oder Verantwortungslosigkeit geschieht, Fehlinformation und Manipulation - übrigens ein beliebtes Propagandamittel von Faschisten.

    Unter der Hamas-Fahne
    Obwohl die Hamas die Bevölkerung im Gaza-Streifen brachial unterdrückt, verschafft sie sich immer mehr Respekt von Israel-Hassern und Antisemiten. Ein Essay über die linke Hamas-Solidarität.
    in: "Jungle World- Die linke Wochenzeitung"

    Drittens diskreditieren sich die Leute, die so etwas tun, selber, und auch die Sache, die sie zu vertreten vorgeben. Sich, das ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass auch die Solidarität mit Opfern diskreditiert wird, in deren Rahmen diese Polemiken ja stattfinden. Freunde des palästinensischen Volkes, die mit hakenbekreuzten Israelflaggen herumlaufen, sind dem palästinensischen Volk schlechte Freunde. Leute, die Deutschland heute oder die EU oder nach Gusto dies und das als faschistisch outen, tragen zur Klärung und Lösung von Problemen nichts bei, außer dem Beton in ihren Köpfen.

    Thema: Rechte und "Linke" - getrennt zuschlagen, aber gemeinsam marschieren?
    dielinkehamas2In jeder Partei gibt es Personen, die zum Ungemach der Mehrheit der Mitglieder mit abstrusen Ideen das Parteibanner vor sich hertragen. Ich kann mich bei den Grünen zum Beispiel gut an Oswald Metzger erinnern. Ich sehe aber Unterschiede, ob Einzelne sich in der Öffentlichkeit zum Durchbruch bringen wollen, oder ob politische Gruppierungen innerhalb einer Partei ihrer Ideologie zuliebe völlig unsensibel darüber sind, dass sie für ihre politischen Kämpfe spontane Koalitionen mit Nazis, Antisemiten und Hamaspartisanen eingehen, dann noch das Prädikat "links" für sich in Anspruch nehmen und für das Europaparlament kandidieren. Zu welchem Zweck?
    Folgende Artikel berichten über die "Friedensdemonstration" (Foto) in Berlin vom 3. Januar:

    1. DIE LINKE Hamas, im Blog "no nazi" des Junggrünen Sebastian Brux
    2. Antiisraelische Demonstration in Berlin | LINKE-Vertreter sind mit dabei, bebildert mit links, aus benjamin-krueger.net
    3. "Der folgende Bericht zur gestrigen Palästina-Demo in Berlin wurde von einer Genossin für indymedia geschrieben. Da er dort mehrfach umgehend gelöscht wurde, sei er nun hier zur Dokumentation eingestellt."
    4. Rechte, Linke, Islamisten - Hauptsache gegen Israel, aus welt-online
    5. Der Konflikt der doppelten Standards, Diskussionspapier einiger Junger Grüner, im Blog "no nazi"

    Seiten: 1 2 3

Täglich Berichte der afrikanischen AFP- Korrespondenten deutsch & FRANCAIS:

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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