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Ich

  • Sticky 55 und immer noch doof

    Wenn man dann älter wird und etwas kälter wird? Übermorgen ist es soweit, 55, und ich kann stolz sagen, dass ich (ein Kampf nicht ohne gewisse Verluste, man könnte auch sagen: reichliche Verluste) es irgendwie geschafft habe, das "Kind im Mann", den rockenden Teenie, über Jahrzehnte hinüber zu retten.
    Mein Geburtstagsgeschenk hör ich jetzt schon. Ich bin Atheist, aber wenn ich ihn höre, kann ich zugeben, dass Gott existiert:

    Neil Young performing John Lennon/Paul McCartney
    A Day in the Life

    Und unten gibt's noch ne Zugabe: Hello Cowgirl in the sands...

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  • Sticky Kölle - Erinnerung und meine kleine Hommage an ein liebenswertes Völkchen

    Eine künftige Mitarbeiterin meines Afrikablogs beendete gestern einen Dreizeiler an mich mit "Tschö".
    Dieses einzige Wort hat spontan meine Erinnerungen an ein ganzes, in gutem wie schlechtem Sinne faszinierendes und strapazierendes Jahr in Köln heraufgeholt.
    Etwas überdachter, "literarischer", lege ich sie hier nieder:

    ;) Ah, die Rheinischen!

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  • Sticky Die lieben Ansichtskarten aus dem Urlaub....

    ... aus dem Urlaub der anderen.

    Gähn. Erst mal'n Kaffee. Oder zwei. Und'n Brötchen. Mist, keins da. N'türlich, woher denn auch? Also noch ma von vorne: Kaffee, gluck, gluck, gluck, hört sich gut an, der läuft. Brötchen. Is nich. Kühlschrank. Oh Mann, vier mal Käse, einmal Milch, schnüffel, schnüffel, keinmal Milch. Schnüffel, schnüffel, zweimal Käse. Ächz. Gluck, glulugluckck. Kaffee fertig, ich nicht. Und hier: Yappadappadu, ein Knäckebrot!!!!! Dring, Dring, Dring, der Wecker. Haha, überlistet! Viertelstunde vorgestellt. Plus ich Viertelstunde vorher hoch, macht halbe Stunde.
    Schlürf, mampf. Aah. Morgenstund hat Gold im Schlund. Der frühe Wurm entgeht dem Vogel!
    Nu aber los!
    Briefkasten? Na ja, okay. Drei Briefe ichweissschonwasdrinist, und eine Ansichtskarte von ... kaum zu lesen ... Helga? Nö. ... Susi? Kann die überhaupt schreiben? ... Also Margret. Tolles Foto vorne: Berge und Meer und Scampis und Knoblauchbraten, aha sie ist im Süden, und tanzende Bikinimädchen. Aaaah, toll, Urlaub, Reise. Danke, Margret!!!!! Lesen kann ich das aber nicht, is unleserlich. Macht nix, nur die Tat zählt! Upps, nur noch zwölf Minuten Vorsprung auf die Zeit.
    Heute: wichtig. Ich muss ja meinen Hartz IV- Erneuerungsantrag stellen, beim Sozialamt. Frisur? Stimmt. Visage? Mist, besser noch mal rasieren, wieder fünf Minuten weg, letztes Mal haben die gedacht ich bin ein asozialer Penner. Noch mal Deo. Sprüh, sprüh. Dring, Dring. Yeah! Last Minute Wecker und ich bin schon fertig!
    Vier Minuten Vorsprung!
    Na, da schreibe ich doch auch mal eine Urlaubskarte:

    urlaub

  • Sticky Credo - Ich glaube..... Erich Fromm 1962, deutsche Übersetzung

    Manche der Besucherinnen und Besucher dieses Blogs mögen sich fragen: "Was glaubt dieser Mann?" oder "Woran?" oder "Was wirklich?". Ich kann diese Fragen beantworten, kaum allerdings mit eigenem Text. Das folgende Credo des amerikanischen Sozialpsychologen und Humanisten Erich Fromm aus dem Jahr 1962 ist auch meines, vom ersten bis zum letzten Buchstaben:
    Engl. Original:
    http://www.transhumanism.org/index.php/WTA/more/frommcredo

    Credo eines Humanisten

    • Ich glaube, dass sich die Einheit des Menschen aus der Tatsache ergibt, dass der Mensch ein sich seiner selbst bewusstes Leben ist. Darin unterscheidet er sich von anderen Lebewesen. Der Mensch ist sich seiner selbst bewusst: seiner Zukunft (das heißt der Tatsache, dass er sterben muss), seiner Kleinheit und seiner Ohnmacht; er nimmt die anderen als andere wahr; er lebt in der Natur und ist ihren Gesetzen unterworfen, auch wenn er sie mit seinem Denken übersteigt.

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  • Sticky Als ich ein kleiner korrekter Rassist werden sollte

    Manchmal frage ich mich, warum ich ausgerechnet in diesem Punkt intolerant werden kann. Weiss ich immer noch nicht, aber eine kleine Geschichte kann ich erzählen:

    Mein erster Neger

    Ende 1957 geboren, Papa im Außendienst der unverzichtbaren und aufstrebenden Stahlindustrie, Mama kocht und kümmert, einen drei Jahre jüngeren Bruder gibt es.
    Schulnotendruck seitens meiner Eltern habe ich nie erlebt, andererseits soll ich im zarten Alter von acht Jahren draussen mit einem Buch in der Hand lesend vor die Laterne gelaufen sein.

    Stimmt.

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  • Sticky Zeit

    "Blog" ist alles Mögliche oder Unmögliche, (wie auch in meinen Blogs zu sehen ;) ).
    Ursprung des Namens ist "Weblog", in Anlehnung an das Logbuch in der Seefahrt, früher eine Art Tagebuch der "Entdecker".
    Meine Blogfreundin "imbissylt" hat in eben dieser Tradition in einem spannenden Themenbereich dergestalt interessant entdeckt und erzählt, dass ich mich zu einem "mehr als ein Kommentar", einem Dialogansatz, aufgerufen fühlte.

    Links: "Onlinesucht: man strickt dagegen" von ihr,
    Rechts in gelb: Was mir Herz und Hirn dazu zu sagen einflüsterten.

    Mehr, höher, weiter, schneller, noch schneller, noch mehr und immer noch mehr und noch schneller.

    Mit 50 "jung" sein. Und mit 60 immer noch.
    Meine Mutter spielte nicht, sondern fightete mit über 60 auf einem Tennisplatz in einem Damenteam und war stolz drauf, lauter "Freundinnen" zu haben, die 15 Jahre jünger waren als sie. Jetzt ist sie 80 und seit über zehn Jahren fallen gelassen worden von dieser Horde von "guten Freundinnen". Ist einsam und weiss nicht, wie sie über den Tag kommt, wie sie ausser mit TV und Kreuzworträtseln die ihr verbleibende Zeit totschlagen kann.

    Neben mir sitzt ein Mensch mit einem iPhone und checkt seinen Status und den anderer auf Facebook. Er macht einen sehr nervösen Eindruck, streckt sich und hat es schwer ruhig sitzen zu bleiben. Kurz hatte er es weggelegt, aber schon gleich nimmt er es wieder in die Hand um den nächsten Musiktrack anzuspielen.

    Ich sitze im Zug und draußen fährt eine wunderschöne, malerische Herbstlandschaft vorbei mit aufgehender Sonne und sogar atmosphärischem Nebel über den Seen. Und der Mensch neben mir sitzt in seinem Sessel und versucht die Zugfahrt "zu überbrücken".

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  • Sticky Der Säufer, l'ivrogne - Kleines Gedenken an Jacques Brel

    9. Oktober 1978 ist er gestorben, mein philosophisches Idol, mein Lehrer der französischen Sprache.
    Andreas, Du ...., hast schon wieder ein wichtigstes Datum vermasselt, diesmal vorneweg!

    Folgendes Video habe ich deutsch untergetitelt, der deutsche Text ist allerdings nicht von mir, sondern von (darauf wette ich) einer Lady, die sich namentlich nicht geoutet hat.

    Den ersten Teil hätte ich anders übersetzt, was soll's,
    ihre Poesie ist die von Brel. Merci.

  • Blogpause bis Ende März, aber mit Musik!

    Mein etwas (aufgrund der momentan sich überstülpenden Nachrichten) zeitfressendes Afrikablog sowie drei größere Artikelprojekte (auch im Bereich Afrika) lassen es nicht zu, dass ich hier außer Lückenfüllern etwas Gutes bieten könnte.
    => Im Spiegelfechter: "Elfenbeinküste: Zwei Briefe an einen An-der-Macht-Kleber" Teil I - Teil II
    Eines soll es aber noch geben, ich verabschiede mich zwischenzeitlich mit Musik, und ohne große Geheimnisse: Wir alle können erraten, woher die Band "Nieuwe Helden" stammt (ach !, das sympathische, tolerante und international offene Holland, wie unsereins es mal kannte), und auf der youtube-Seite (einfach im Video unten rechts auf you-tube klicken) noch ein Dutzend mehr Lieder von ihnen erleben.

    Und oder Calexico = California/ Mexico, der gemischte Sound aus dem Südwesten der USA

    => Lies mehr!

  • Karikatur: 5 Euro mehr bei Hartz IV : Die Solidargesellschaft juchzt...

    ...sich einen. Wer freut sich mit?
    Achtung, Satire!

    Was darf Satire? Alles, beziiiehunngsweise fast alles.

    Natürlich fragen Sie sich sofort, wenn dieser Mann (ich) stundenlang an solchen -(tollen, merci cheries)- "Ohne-Worte" Fotomontagen herumbastelt, warum bringt er sie nicht einfach ohne Worte?

    Google. Die lesen keine 'ohne Worte'. Da muss man sich schon mal um ein bisschen Text bemühen, mit Schlüsselwörtern. Ich denke, die habe ich schon drin. Toll, da brauche ich mich gar nicht mehr über das Sozialgesetzbuch 2 auszutoben, nicht mehr über satte Mittelschichten, nicht mehr über das Projekt (im Embrionalstadium) "bedingungsloses Grundeinkommen", das ich favorisiere und leider als mutiger outen muss als wir es selber sind. Nicht mehr über Armut, nicht über Arbeitslosigkeit und nicht mehr über Diskriminierung.

    Mutiger als wir? Mut, mit Verstand gepaart, ist eine Tugend. Mut bewegt die Welt. Mutlosigkeit auch, denn dann wird sie von den falschen Mutigen bewegt (bin ich schon wieder bei Westerwelle angekommen?). Jede und jeder von uns ist mutig. Jeden Tag. Privat. Wie sonst gelingt es uns, überhaupt mal morgens aufzustehen und dann zu leben, im Angesicht des Zustands der Welt, unserer eigenen Alterung und dann unseres Verschwindens? Es gibt tief religiöse Menschen, die das erklären können. Ihre Erklärung jedoch ist keine, sie reduziert sich auf "Du musst (darfst!) es halt glauben, Gott liebt Dich, aber Du kannst seine Liebe nur erfahren, wenn Du an sie glaubst. Seine Wege sind unergründlich". Ihm sollen wir mehr verzeihen als er mir, er ist halt so, er..... Ich empfehle den Artikel meines Blogfreundes hermanitou "Gott und die Welt".

    Wir sind mutig, aber ein(e) jede(r) für sich allein, für die enge Familie, für die besten Freunde.

    So eng wir alle zumindest ökonomisch miteinander verwoben sind, macht unser Mut doch Halt vor allem, dem wir jenseits unserer Sphäre, privat oder beruflich, begegnen.

    Wir sind mutig, jede(r) für sich, aber zusammen genommen sind wir völlig mutlos. Unsere Gesellschaft ist mutlos und fabriziert nur mutlose Politik, Politiker und politische Parteien. Da wird jedoch die Suppe gekocht, deren Zutaten wir zu liefern meinen, die wir auslöffeln, die uns aber schlechter schmeckt als die von Mutti.

    Wie viele Menschheiten gibt es? Eine, zwei, drei, vier? Wie lange noch hält die Welt unsere Ungewissheit und soziale Mutlosigkeit aus? Für wen und für was?

    In diesem Sinne wünsche ich ein angenehmes neues Jahr
    und zeige endlich meine satirischen Hartz-IV Bildmontagen:

    5-Euro-Schlaraffis
    Klick vergrössert

    Sterntaler IV

  • They killed Shahla Jahed at 1. 12. 2010 - Gibt es ein Massaker an einer Person?

    Ja.

    Tausend mal öffentlicht berührt,
    tausend mal ist nichts passiert.

    => Lies mehr!

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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