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Integration

  • Volksentscheid gegen solidarischeres Schulwesen in Hamburg : Trauriger Egoismus der Mittelschichten - Kommentar

    "Unsere Bildungspolitik funktioniert auch nicht nach der Logik, dass man den einen etwas wegnimmt, um es den anderen zu geben. Es geht darum, dass alle Kinder eine bessere Bildung erfahren, um später ihren Teil zum Gelingen des Gemeinwesens beizutragen. Das müsste auch im Interesse des Bürgertums sein, so es denn eine Verantwortung für die ganze Gesellschaft spürt und nicht nur für einen privilegierten Teil", so schließt Grünen- Parteivorsitzender und Bildungsbürger Czem Özdemir ein Interview über das Hamburger Referendum zur Schulreform.
    Wo er, dessen ganze Partei mir viel zu satt bildungsbürgerlich geworden ist - aber das ist hier nicht das Thema - , mal recht hat, hat er mal recht.

    Das Resultat, 58% Nein, zeigt, dass das "Bürgertum", ich nenne das die breiten, satten Mittelschichten, kein Interesse am gesamtgesellschaftlichen Wohl, an Solidarität hat. Sie denken und handeln (wählen) - "wir tragen Deutschland ja auf den Schultern" - selbstbezogen, in diesem Falle im vermeintlichen Sinne nur der eigenen Sprösslinge, den im Vergleich mit den Kindern aus sozial schwachen, "bildungsfernen Schichten" privilegierten Schülern.

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  • Marsch der "Papierlosen" von Paris bis Nizza 1. Mai bis 31. Mai

    "Papierlose" (sans-papiers) ist der Name der in Frankreich - zumeist aus Afrika - illegal Eingewanderten. Es sind manchmal Konflikt-, meist Armutsflüchtlinge, sie sind natürlich aus den ehemaligen französischen Kolonien. Oft leben sie - nicht unter angenehmen Bedingungen - seit vielen Jahren in Frankreich; nicht nur als Schwarzarbeiter sind sie Teilen der französischen Wirtschaft durchaus willkommen: manche (» siehe letzte Geschichte unten in diesem Artikel) arbeiten angemeldet für Zeitarbeitsfirmen, was ohne Aufenthaltsgenehmigung scheinends geht, allerdings ohne sozialen Schutz, denn auf den Ämtern will man Papiere sehen.
    francafriqueSeit Jahren kämpfen sie und Menschenrechtsorganisationen für ihre Legalisierung. Seit Jahren, akzentuiert durch Sarkozy, versucht die Macht, effizienter und massenweiser auszuweisen.
    Das Politikum in der Auseinandersetzung ist natürlich vor allem die Verantwortung Frankreichs für seine Kolonialvergangenheit und die unter dem Namen Francafrique bekannt gewordene, den "Unabhängigkeiten" folgende, weitergehende Ausbeutung der Ressourcen der Länder und Unterstützung manchmal sehr übler Regime in ihnen. (Bild rechts: "Diktaturen installieren schadet ernsthaft Afrikas Gesundheit") Letzterdings versucht Frankreich Korrekturen in seiner Afrikapolitik, auch Sarkozy hat es kapiert und möchte korrektere Verhältnisse und ein besseres Image. Zugeben will man aber nichts und reparieren nur wenig, bei eigenem Vorteil. Über all dies können Interessierte in meinem ersten Gastartikel » "Kenia & Gabun - Ein Vergleich von Geschichte, Gesellschaft und Politik" im Blog "Der Spiegelfechter" mehr lesen - hier ist jetzt die aktuelle Gegenwart das Thema:

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  • Masseneinbürgerung afrikanischer Flüchtlinge

    Entwarnung, liebe Leute, Entwarnung! Die etwa 160.000 Flüchtlinge aus Burundi werden keine Europäer oder Amerikaner, sie sind jetzt Tansanier. Tansania ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland, hat etwa 40 Millionen Einwohner und zählt zu den ärmsten Ländern der Welt: mit einem nominalen Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner von 450 Dollar (Deutschland: 44.000 Dollar) liegt es an 160. Stelle von etwa 180 Ländern auf der Welt.
    Nicht in punkto Gastfreundschaft: Das vor 60 Jahren unabhängig gewordene Tansania hat über Jahrzehnte auch für afrikanische Verhältnisse sehr große Kontingente von Binnenvertriebenen, von Flüchtlingen aus anderen afrikanischen Ländern aufgenommen, darunter insgesamt über 700.000 aus dem benachbarten Burundi. Von den ersten aus 1972 und ihren Kindern und Enkeln wurde jetzt eine Riesengruppe eingebürgert, natürlich nicht ohne Hilfe des UN-Flüchtlingskommissariats.

    Tansania, Flüchtlinge aus Burundi (c)AFP 2006
    Foto (c) AFP: Burundische Flüchtlinge in einem Lager im Westen Tansanias, 2006
    Des refugiés burundais dans un camp de l'ouest de la Tanzanie, le 15 juin 2006

    Dennoch ist es eine beispielhafte Geste - für wen sie beschämend sein sollte, soll hier nicht erörtert werden -, beispielhaft auch für eine neue Tendenz auf dem schwarzen Kontinent. Es gibt zwar gleichzeitig unvermindert die alte Tendenz vieler afrikanischer Potentaten, soziale Probleme liegen zu lassen, weil man auf internationale Gelder baut, deren Kreditbedingungen in Form liberaler Wirtschaftsreformen dann manchmal rigoros umgesetzt werden, aber:

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  • Neue Heimat für Haitianer? Einladung von Senegals Präsident Wade.

    Oder eine alte, verlorene Heimat... Fairerweise muss ich einerseits dem Artikel unten voranschicken, dass ich aufgrund meines Afrikanewsblogs die afrikanischen Ereignisse täglich genau verfolge und bezeugen kann, dass der 83-jährige senegalesische Präsident Abdoulaye Wade in seinem Drang, demnächst noch mal gewählt zu werden, so manchen Klops [#2] von sich gegeben und so manchen Fehler [#2] begangen hat, kurz, dass man ihn den Anfängen der (politischen) Senilität verdächtigen könnte. Vielleicht hat er auch bei Sarkozy dazugelernt und flüchtet nun vor den Querelen daheim mit großen Ideen auf die Bühnen der Weltpolitik und der Weltgeschichte? Kurzum, ich persönlich wünsche den Senegalesen sogar einen neuen Präsidenten. Zudem ist der Senegal zwar vergleichsweise ein nicht völlig armes, ein relativ offenes, demokratisches, geschichtsbewusstes, tolerantes und sehr gastfreundliches afrikanisches Land, aber auch nicht gefeit vor bei den Vorschlägen des Präsidenten sicherlich nicht bedachten Folgen grösserer Bevölkerungszuströme und der Vorbereitungen, die es bedarf, beispielsweise in der Landwirtschaftspolitik. Er verspricht fruchtbares Land, keine Ödnis, aber ganz so einfach ist das sicherlich auch nicht....

    Selbst, wenn: Haiti und die Probleme bleiben.
    LESETIPP:
    Im "Spiegelfechter", sehr umfassend, von der Geschichte bis zur Zukunft:

    Haiti - was tun mit dem Katastrophenstaat

    Andererseits klingen seine Einladungen, Sie werden es sehen, absolut ehrlich (Senilitätserscheinung bei Politikern?) und außerhalb dieses Blogs werden sie wahrscheinlich auf deutsch kaum irgendwo bekannt gemacht werden. Und sie zeigen, gerade auch in ihrer Spontanität, eine Großherzigkeit, einen Geist von "dann rücken wir halt zusammen" und von "wo Fünfe satt werden, werden auch Sechse satt", den wir hier oben schon lange verloren haben. Darum will ich mit Wade verflucht sein, wenn seine Einladung an die leidgeprüften Haitianer, auf die Erde der Vorfahren zurückzukommen, von Politikbeobachtern aller Arten im In- und Ausland ausgelacht und verrissen wird.
    Vergessen wir nicht, dass diese Einladung auf der Grundlage der Freiwilligkeit geschieht, anders als der "Reisestrom" der Afrikaner in die andere Richtung vor wenigen Jahrhunderten.
    INFO: Senegals Küste war ein Hauptumschlagplatz für Sklavenhändler

    Selbst wenn es "nur eine Geste" bleibt, kann diese sehr nobel sein, und für mich ist sie vorbildlich. Dass Armutsflüchtlinge eingeladen und mit Land beschenkt werden, ist glaube ich seit der Wolgabesiedlung mit armen deutschen Bauern seitens einer russischen Zarin vor einigen Jahrhunderten nicht mehr geschehen (und das hatte agro-ökonomische Hintergründe). Dass diese Einladung aus einem im globalen Vergleich armen Land kommt, könnte uns ängstlich auf dem Wege der Einigelung befindlichen Nordlichter mal wieder auf die menschliche Ebene herunterholen. Sollte.
    Bravo, Monsieur Wade,
    hier ist es:


    Der Senegal offeriert den Haitianern Land für ihre "Heimkehr" nach Afrika
    Le Sénégal offre une terre aux Haïtiens pour leur "retour" en Afrique
    PARIS (AFP) - 17.01.2010 12:24

    Deutsche Übersetzung vom Blogautoren Andreas Fecke

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  • Braune Töne leiser drehen - Zweckinformationen und eine Story

    Das "Superwahljahr 2009"
    von: Marco De Angelis Italysoll nach dem Willen der Propagandisten des braunen, bräunlichen, tiefstschwarzen oder farblos-aber-trotzdem-braunen "Gedankengutes" ja auch ihre "deutsche Sache", jene der "anständigen Deutschen" und ihres "gesunden Menschenverstandes" voranbringen. Früher hieß der im Grunde genommen in Wort und Bedeutung nicht unbedingt verwerfliche, aber eben leider von Kämpfern für "hartes Durchgreifen" und autoritäre Gesellschaftsordnungen monopolisierte Begriff des gesundes Menschenverstandes mal "gesundes Volksempfinden".
    Die schwarze SchandeDas Wort "Gedankengut" habe ich in Anführungszeichen gesetzt, denn richtigerweise muss es ja Antigedankenantigut heißen: auf dieses volksempfundene - mit diesem Wort wird der minderheitliche Wunsch der Rechtsextremen zur allgemeinen Meinung hochgestylt und offizialisiert - antiintellektuelle Gebräu aus Ängsten, Frustrationen, Wut, selektiver und verzerrter Realitätswahrnehmung, Vorurteilen und Denkscheu setzen Neonazis und öfter mal auch rechtskonservative Wahlkämpfer einerseits gerne, zum anderen füttern sie es immer wieder, denn fest verschlossene Töpfe ohne kochendes Wasser explodieren nicht.
    capitalisteIm Rahmen meiner Beiträge zu diesem Wahljahr werde ich also ab und wann auch diese Ideologen und solche "Ideen" besprechen, denn gewonnen hat dieses Spektrum nicht erst beim Einzug totalitärer Politiker in Parlamente, sondern schon, wenn es ihnen gelingt, die Lager der sich aus dem institutionalisierten politischen Geschehen abseilenden Politik-, Parteien-, Wahl-, Staats- , Zivilgesellschafts- und Demokratieverdrossenen zu verstärken.
    Jud SüssDie Politikerverdrossenheit der Marke "die da oben sind alle Verbrecher" trifft zum einen die anvisierten Politiker nicht wirklich, denn weiterregiert werden wird, zum anderen wünscht sie sich insgeheim noch demokratiefeindlichere Politiken herbei, also, wie viele Beispiele in der Menschheitsgeschichte belegen, wahre Verbrecher an die Macht. Hauptsache man gehört zum Leid vieler anderer zur Gruppe der von denen Gehätschelten.
    Ich möchte also etwas mithelfen, der oft getarnten braunen Scharfmacherei - auch in vielen gar nicht rechtsextrem daherkommenden Webseiten werden verschiedene dieser "Ideen" gerne gepuscht und unterfüttert - das Makeup des "gesunden" "Menschen" "verstandes" abzuwischen.
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    Anlass des heutigen Beitrages ist der unter dem Infokästchen (plus weiterer Lesetipps) kopierte interessante Beitrag «
    Den "bösen Ausländer" gab es schon immer»
    aus dem österreichischen Standard:

    Auf dem Seziertisch
    Banner Netz gegen NazisWenn Rechtsextremisten reden, muss man sehr genau hinhören: Oft verstecken sie ihre Botschaften. Häufig argumentieren sie demagogisch. Manchmal füllen sie umgangssprachliche Ausdrücke mit neuen Inhalten. Hier nehmen wir rechtsextreme Propaganda auseinander:
    Auswahl:
    Vielfalt macht Neonazis Angst
    Einfältige Logik: Lieber "Deutsch" als "Mensch" sein
    Kindische Sehnsucht nach "Gemeinschaft"
    Auf dem Seziertisch: Böhse Onkelz
    Auf dem Seziertisch: Noie Werte - Die Vertriebenenballade
    Volksverhetzung, gut versteckt
    Würde die Vertriebenenballade im Radio gespielt - es fiele kaum jemandem auf, dass es sich um den Song einer neonazistischen Band handelt. Das Lied kommt harmlos daher, wie ein kitschiger Allerwelts-Popsong. Und auch der Text wirkt auf den ersten Blick keineswegs rechtsextremistisch: Strafbare Inhalte? Fehlanzeige. Volksverhetzung? Kaum zu erkennen.

    Unsinnig, überholt und längst widerlegt: Die Idee der Einteilung in "Rassen"
    Auf dem Seziertisch: Das NPD-Grundsatzprogramm
    Du bist nichts, Dein Volk ist alles!
    Eines kann man der NPD nicht vorwerfen - dass sie mit ihrer Weltanschauung hinterm Berg hält. Ein genauer Blick genügt - aber nicht auf die gefälligen Flugblätter, die die Partei so gern verteilt, sondern in ihr Grundsatzprogramm. Es ist ein dünnes Dokument gerade 14 Seiten stark, 1996 wurde es vom Parteitag beschlossen.

    Den "bösen Ausländer" gab es schon immer

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  • Kleines Plädoyer für eine engagierte Zivilgesellschaft und mehr demokratische "Streitkultur"

    Politisches Ratespiel:
    In der süddeutschen Kleinstadt Pfaffenhofen hat zu Ehren ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger ein "Sozialempfang" stattgefunden. Für die Festrede wurde jemand von außerhalb eingeladen.

    Der Donaukurier berichtet:

    Nach einem ausgesprochenen Lob der Festrednerin für das "wunderschöne Rathaus" von Pfaffenhofen, betonte die prominente Politikerin die Bedeutung des Sozialempfangs in schwierigen Zeiten als "wichtiges Signal" mit Blick auf die "soziale Verantwortung für die Schwächeren".

    Hier seien ausdrücklich auch die ökonomisch Stärkeren in der Verantwortung, damit "unser Gemeinwesen die Krise meistern kann, ohne Massenarmut und Elend", sagt sie.

    Unter dem Titel "Politische Kultur und soziales Engagement im demokratischen Gemeinwesen" ging die Bundestagsabgeordnete auf zwei aus ihrer Sicht wesentliche Faktoren für eine funktionierende Demokratie ein: Eine engagierte Zivilgesellschaft und eine von gegenseitiger Achtung geprägte Streitkultur. "Zivilgesellschaft", damit umfasste sie jenen Bereich zwischen staatlichen Institutionen und dem privatwirtschaftlichen Sektor, der von Bürgern lebt, die sozial, ökologisch und kulturell im Sinne des Gemeinwohls engagieren. Sei es in Vereinen, Verbänden oder in lockeren Initiativen.

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  • Generalstreik in Guadelupe | Hintergrund und "Foto der Woche"

    [Updated 19.02. mit den 130 Forderungen, die verhandelt werden, und Info]
    16.02.09 Nach vier Wochen Streik im französischen Überseedepartement Guadeloupe:

    POINTE-A-PITRE (AFP) Guadeloupe, nach 1 Monat Generalstreik- 15-02-2009

    Alle Märkte stehen leer,
    der starke Arm, er gibt was her.

    Infos:
    »»» Der ausführliche, gut recherchierte Bericht aus Telepolis "Gegen das teure Leben"
    POINTE-A-PITRE (AFP) - 17-02-2009 17h57Beginn:
    "Der Generalstreik auf den französischen Antillen eskaliert
    Die administrativ zu Frankreich gehörende Antilleninsel Guadeloupe, auf der seit dem 20. Januar 2009 ein massiv befolgter Generalstreik stattfindet, hat ihren ersten Toten zu beklagen. Am späten Mittwoch Vormittag nach mitteleuropäischer Zeit (gegen 8 Uhr Ortszeit) wurde der Tod des Gewerkschafters Jacques Bino vermeldet. Der circa 50jährige war gewerkschaftlicher Vertrauensmann und ein Aktivist des Netzwerks "Liyannaj Kont pwofitasyon" (LKP).
    POINTE-A-PITRE (AFP) - 19-02-2009  Jean-Marie Nomertin, secrétaire général de la CGTGDieses Netzwerk, dessen Name auf Kreolisch so viel wie "Kollektiv gegen Ausbeutung" bedeutet - im Hochfranzösischen ergäbe er in etwa "Ensemble contre l'exploitation" - setzt sich aus einem Geflecht von Gewerkschaften, kulturellen Vereinigungen wie etwa karibikfranzösischen Karnevalsgruppen, Stadtteilgruppen und ähnlichen Initiativen zusammen.

    FOTOGALERIE LIBERATION/ reuters:
    »»» Einen Monat Krise in den D.O.M.
    Es animiert seit nunmehr bald vier Wochen den massenhaft befolgten Generalstreik auf der Insel, der sich hauptsächlich "contre la vie chère", also "gegen das teure Leben" richtet. Der Protest wird so mit einem Ausdruck bezeichnet, der im vergangenen Jahr 2008 in drei Dutzend französischsprachiger - vor allem afrikanischer - Länder zur Benennung von Brotrevolten und sozialen Protesten benutzt wurde."
    UND:
    »»» DIE 131 FORDERUNGEN DER LKP IN VERHANDLUNG - (deutsche google Übersetzung)
    »»» frz Originaltext davon
    Einige Gedanken von mir zu politischen Streiks auch bei uns:
    Irgendwie finde ich das Bild auch urkomisch, aber nur deswegen ist es nicht hier. Ich denke, ab und zu ein politischer Generalstreik nach zum Beispiel französischem Vorbild [»»» meine Foto-Text-Reportage], dort sind es alle paar Jahre ein, zwei oder drei Tage, könnte der Demokratie in unserer deutschen Gesellschaft nur Gutes tun.
    Den Taten der Mächtigen stehen hauptsächlich Worte und passive Demokratiebeteiligung seitens der Bevölkerung entgegen, und das ist ein ungesundes Mißverhältnis. Als Argument gegen den Streik als politische Meinungsäusserung wird immer der die Gesamtheit treffende wirtschaftliche Schaden angeführt, doch kann ich mir nur schlecht vorstellen, dass dieser Schaden auch nur einen Bruchteil des von Bankmanagern alle anderen Leute treffenden wirtschaftlichen Schadens erreichen würde.
    Vorstellen könnte man sich in Deutschland so einen politischen Streik, wenn überhaupt, natürlich nicht zu Themen -die ich lieber sähe- wie den altgedachten Restaurierungsversuchen a la Konjunkturpaket 1 bis x oder gar dem Klimaschutz oder sogar der Afrikapolitik, sondern gegen die Sozialpolitik bzw. für eine andere, bestenfalls nachhaltige.
    Aber auch dann hielte ich politische Streiks für eine gutes Integrationsangebot der Zivilgesellschaft an die Ausgeschlossenen und die sich selber ausschliessenden Politikverdrossenen oder in extreme Lager mit Hang zu wirren oder nicht menschenfreundlichen Weltanschauungen und elitären Totalitarismen abwandernden Unzufriedenen. "Ihr könnt Teil von einem Teil dieser Gesellschaft sein, nämlich einer parteiübergreifenden sozialen Bewegung".
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    Allerdings wäre ich auch nicht dagegen, dass solche Streiks bzw. die Lohnausfälle dadurch, wie in Frankreich, nicht von Gewerkschaften bezahlt werden. Dann könnte man auch sehen, wieweit bei uns in der realen breiten Mitte der Bevölkerung die Bereitschaft ist, sich tatsächlich für über den eigenen Lohn oder Job hinausgehende Dinge einzusetzen. Und man könnte sehen, wie viele und welche jener Ausgeschlossenen und Unzufriedenen wirklich mehr täten als zu schweigen oder von außen verbale Steine auf das gesamte Gebäude zu werfen.

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  • 60 Jahre Menschenrechte

    HAPPY BIRTHDAY !

    60 Jahre Menschenrechte


    Als ich vor drei und einviertel Jahren dies Blog eröffnete, schrieb ich in mein Profil: "Die UN- Menschenrechteerklärung ist meine Bibel."

    »»» siehe auch: Adventskalender Menschenrechte

    Ich bin zehn Jahre jünger als die Menschenrechte, sie sollen aber bitte viel älter werden als ich. Sie sollen weder mit 60 noch mit 70 noch mit 80 in Rente gehen. Sie sollen weltweit immer besser und immer allgemeiner die Lebenswirklichkeit der Menschen werden, dafür leben wir.

    Sogar im eigenen Land verwirklicht, nicht nur in China oder sonstwo.

    Sehen Sie in diesem besonderen Beitrag auf 16 Seiten 16 Videoclips zu 16 Menschenrechten, auf denen jeweils ein Sprecher einer thematischen Bundesarbeitsgemeinschaft ("think tanks") von Bündnis 90/ Die Grünen von "seinem" Paragrafen der Menschenrechtedeklaration spricht. Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" und eine Themenseite von amnesty international können Sie in der Spalte hier oben rechts auf dem Bild anklicken.

    Inhaltsverzeichnis von allem ist auf jeder Seite unter dem Clip, los geht es auf Seite 2 mit
    Ulrike Bürgel, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik, äußerte sich zum Menschenrechtsartikel 1:
    "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."

    Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9

  • Neue "Allianz der Zivilisationen": Toleranz in Taten

    09.02.08 So ist es jedenfalls gewollt, so fängt es an: Mitte Januar fand mit 350 hochrangigen Teilnehmern in Madrid die erste, die Gründungskonferenz dieser Allianz statt und endete mit ersten realen Schritten.

    Um den "Kampf der Kulturen" ist es letzterdings zwar scheinbar etwas ruhiger geworden, doch der Irakkrieg dauert unvermindert an, islamistischer Terror auch, rein gar nichts ist besser geworden, überall auf der Welt fallen unterschiedliche Kulturen, Ethnien, Zivilisationen übereinander her. Auch in den reichen, "aufgeklärten und liberalen" Ländern des Westens ist es sogar bei hochrangigen Eliten Usus, andersartige Jugendliche im Land in Bausch und Bogen zu verdammen und zu marginalisieren. Frankreich zeigt, dass das in der "christlichen Toleranzkultur" nicht aufhört, wenn die Wählerstimmen abgegeben sind.
    Den Kampf der Kulturen durch einen Dialog der Kulturen zu ersetzen, darüber wird schon lange geredet. Einen wirksamen Weg zu gehen, das ist der Ansatz der Allianz aus Madrid.
    Dieser Beitrag zum pdf-download:Zur «Allianz der Zivilisationen»
    Schwieriges Thema, schwer, sich eine Meinung zu den Erfolgschancen zu bilden; nun ist die Presse dran, und das Schlußwort hat der Philosoph Peter Sloterdijk:

    Bangalore, Indien

    Bush und Bin Laden Spielzeug in Indien

    N-TV schreibt zur Eröffnung am 15.01: "Die Vereinten Nationen haben konkrete Schritte zu einer besseren Verständigung zwischen der westlichen und der muslimischen Welt gefordert. Zur Eröffnung des ersten Forums der UN-Initiative einer "Allianz der Zivilisationen" betonte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Madrid: "Es ist leicht, vom Brückenschlagen und von Toleranz zu sprechen. Aber es ist viel schwieriger, diesen Worten konkrete Aktionen folgen zu lassen."....

    Und AFP führt fort: " In Madrid hat das erste Forum der Allianz der Zivilisationen begonnen, das zu einer besseren Verständigung zwischen den westlichen und den islamischen Gesellschaften beitragen soll. Ziel sei die Mobilisierung "der großen Mehrheit der Bevölkerung, die in Frieden leben will" sagte Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero in seiner Eröffnungsrede. Mit einem Werben für "Sicherheit, Verständnis, Toleranz und gegenseitigen Respekt in einer globalisierten Welt" solle der vorhergesagte Zusammenprall der Zivilisationen verhindert werden, sagte Zapatero weiter.

    Der spanische Regierungschef hatte 2004 bei den Vereinten Nationen eine entsprechende Initiative gestartet. Unterstützt wurde er von dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan, der das Forum in Madrid mitausrichtete. Auslöser waren die Anschläge auf Vorortzüge in Madrid am 11. März 2004, bei denen 191 Menschen getötet wurden. Die UNO rief eine hochrangig besetzte Gruppe ins Leben, die Vorschläge für eine Verbesserung des kulturellen Austauschs erarbeiten sollte.

    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der ebenfalls an dem Forum teilnahm, bezeichnete die Allianz der Zivilisationen als "wichtigen Weg, um Extremismus entgegenzutreten und die Trennungen zu überwinden, die unsere Welt bedrohen". Bei dem zweitägigen Treffen sollen unter anderem ein Medien-Fonds von mehreren Millionen Dollar gegründet werden, um Filmproduktionen zu finanzieren, die den interkulturellen Austausch fördern und Vorurteile bekämpfen helfen. Außerdem soll ein Mechanismus ins Leben gerufen werden, mit dem auf interkulturelle Konflikte wie die 2005 durch Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen ausgelösten gewaltsamen Demonstrationen in muslimischen Ländern reagiert werden soll."

    => Lies mehr!

  • Satirische Fotomontage "Dieser Mensch ist gefährlich"

    Bei dieser Eigenproduktion ist mir sehr klar geworden, dass Satire nicht immer komisch sein kann. Dieses Bild ist nicht lustig, aber es ist dennoch Satire. Die Hetzkampagne gegen jugendliche Migrantenkinder während des hessischen Wahlkampfes war der Impulsgeber für die Bildmontage:

    Gefährliche Jugend

    Hundertprozentig meine Idee ist das nicht: den Basisgedanken habe ich während der französischen Jugendbewegung 2006 auf einem Werbungsfake gesehen. Jugendliche sind gefährlich. Macht aber nix: auch wenn jeder Mensch hunderte von Ideen hat, so gibt es, glaube ich, auf der Welt doch nicht so viele Ideen wie Menschen. Dann müsste sie anders aussehen.

    Diese Grafikproduktionen, es ist meine zweite, machen mir so viel Spaß, dass ich denke, hier regelmäßig sonntags ein Bild vorzustellen. Vier Stück und vier Ideen habe ich schon in Reserve, und innerhalb von acht Wochen müsste die Aktualität genug Impulse für so einen Rhytmus liefern.

    Und mir hilft es auch inhaltlich: ich schreibe hier nur selten über deutsche Themen, weil mir das profane Untermittelmaß der großen Koalition und ihrer politischen Kultur, sowie die der Medien in der Nach-Schröderzeit so über ist, dass ich mich verbal dazu gar nicht mehr auslassen kann. So aber scheint es zu gehen.

    Bis nächsten Sonntag also!

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    technorati-tags:
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    (Ausländer, ausländische Jugendliche, Ausländerkriminalität, Kriminalität, rassistische Hetzkampagne, Kampagne, Migration, Integration, Rassismus, CDU, Einwanderer, Immigranten, Immigrationspolitik, )

Täglich Berichte der afrikanischen AFP- Korrespondenten deutsch & FRANCAIS:

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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