09.02.08 So ist es jedenfalls gewollt, so fängt es an: Mitte Januar fand mit 350 hochrangigen Teilnehmern in Madrid die erste, die Gründungskonferenz dieser Allianz statt und endete mit ersten realen Schritten.
Um den "Kampf der Kulturen" ist es letzterdings zwar scheinbar etwas ruhiger geworden, doch der Irakkrieg dauert unvermindert an, islamistischer Terror auch, rein gar nichts ist besser geworden, überall auf der Welt fallen unterschiedliche Kulturen, Ethnien, Zivilisationen übereinander her. Auch in den reichen, "aufgeklärten und liberalen" Ländern des Westens ist es sogar bei hochrangigen Eliten Usus, andersartige Jugendliche im Land in Bausch und Bogen zu verdammen und zu marginalisieren. Frankreich zeigt, dass das in der "christlichen Toleranzkultur" nicht aufhört, wenn die Wählerstimmen abgegeben sind.
Den Kampf der Kulturen durch einen Dialog der Kulturen zu ersetzen, darüber wird schon lange geredet. Einen wirksamen Weg zu gehen, das ist der Ansatz der Allianz aus Madrid.
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Schwieriges Thema, schwer, sich eine Meinung zu den Erfolgschancen zu bilden; nun ist die Presse dran, und das Schlußwort hat der Philosoph Peter Sloterdijk:

Bush und Bin Laden Spielzeug in Indien
N-TV schreibt zur Eröffnung am 15.01: "Die Vereinten Nationen haben konkrete Schritte zu einer besseren Verständigung zwischen der westlichen und der muslimischen Welt gefordert. Zur Eröffnung des ersten Forums der UN-Initiative einer "Allianz der Zivilisationen" betonte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Madrid: "Es ist leicht, vom Brückenschlagen und von Toleranz zu sprechen. Aber es ist viel schwieriger, diesen Worten konkrete Aktionen folgen zu lassen."....
Und AFP führt fort: " In Madrid hat das erste Forum der Allianz der Zivilisationen begonnen, das zu einer besseren Verständigung zwischen den westlichen und den islamischen Gesellschaften beitragen soll. Ziel sei die Mobilisierung "der großen Mehrheit der Bevölkerung, die in Frieden leben will" sagte Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero in seiner Eröffnungsrede. Mit einem Werben für "Sicherheit, Verständnis, Toleranz und gegenseitigen Respekt in einer globalisierten Welt" solle der vorhergesagte Zusammenprall der Zivilisationen verhindert werden, sagte Zapatero weiter.
Der spanische Regierungschef hatte 2004 bei den Vereinten Nationen eine entsprechende Initiative gestartet. Unterstützt wurde er von dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan, der das Forum in Madrid mitausrichtete. Auslöser waren die Anschläge auf Vorortzüge in Madrid am 11. März 2004, bei denen 191 Menschen getötet wurden. Die UNO rief eine hochrangig besetzte Gruppe ins Leben, die Vorschläge für eine Verbesserung des kulturellen Austauschs erarbeiten sollte.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der ebenfalls an dem Forum teilnahm, bezeichnete die Allianz der Zivilisationen als "wichtigen Weg, um Extremismus entgegenzutreten und die Trennungen zu überwinden, die unsere Welt bedrohen". Bei dem zweitägigen Treffen sollen unter anderem ein Medien-Fonds von mehreren Millionen Dollar gegründet werden, um Filmproduktionen zu finanzieren, die den interkulturellen Austausch fördern und Vorurteile bekämpfen helfen. Außerdem soll ein Mechanismus ins Leben gerufen werden, mit dem auf interkulturelle Konflikte wie die 2005 durch Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen ausgelösten gewaltsamen Demonstrationen in muslimischen Ländern reagiert werden soll."
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