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Kulturkampf Democracyxport

  • Todesstrafe: "Die Welt".de wirbt für Verständnis

    Im Irak wurde der Massenmörder "Chemie Ali", ein Cousin Saddams, hingerichtet. "Dies ist kein Plädoyer für die Todesstrafe, ...., aber....", so beginnt bei welt-online, im Allgemeinen, so sah es aus, eine Hochhängerin angeblich unveräusserlicher, insbesondere "christlicher Werte", ein Kommentar, mit dem de facto ein Wert relativiert wird, der wegen der Unkorrigierbarkeit dieser absoluten Strafe auch absolut zu bleiben hat. Die Welt.de gibt hiermit einen Einblick, wie viel Wert und Unveräusserlichkeit eigene, in diesem Fall zu Recht als Banner der Zivilisation getragene, Werte bei den Konservativen wirklich haben.

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  • Neue "Allianz der Zivilisationen": Toleranz in Taten

    09.02.08 So ist es jedenfalls gewollt, so fängt es an: Mitte Januar fand mit 350 hochrangigen Teilnehmern in Madrid die erste, die Gründungskonferenz dieser Allianz statt und endete mit ersten realen Schritten.

    Um den "Kampf der Kulturen" ist es letzterdings zwar scheinbar etwas ruhiger geworden, doch der Irakkrieg dauert unvermindert an, islamistischer Terror auch, rein gar nichts ist besser geworden, überall auf der Welt fallen unterschiedliche Kulturen, Ethnien, Zivilisationen übereinander her. Auch in den reichen, "aufgeklärten und liberalen" Ländern des Westens ist es sogar bei hochrangigen Eliten Usus, andersartige Jugendliche im Land in Bausch und Bogen zu verdammen und zu marginalisieren. Frankreich zeigt, dass das in der "christlichen Toleranzkultur" nicht aufhört, wenn die Wählerstimmen abgegeben sind.
    Den Kampf der Kulturen durch einen Dialog der Kulturen zu ersetzen, darüber wird schon lange geredet. Einen wirksamen Weg zu gehen, das ist der Ansatz der Allianz aus Madrid.
    Dieser Beitrag zum pdf-download:Zur «Allianz der Zivilisationen»
    Schwieriges Thema, schwer, sich eine Meinung zu den Erfolgschancen zu bilden; nun ist die Presse dran, und das Schlußwort hat der Philosoph Peter Sloterdijk:

    Bangalore, Indien

    Bush und Bin Laden Spielzeug in Indien

    N-TV schreibt zur Eröffnung am 15.01: "Die Vereinten Nationen haben konkrete Schritte zu einer besseren Verständigung zwischen der westlichen und der muslimischen Welt gefordert. Zur Eröffnung des ersten Forums der UN-Initiative einer "Allianz der Zivilisationen" betonte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Madrid: "Es ist leicht, vom Brückenschlagen und von Toleranz zu sprechen. Aber es ist viel schwieriger, diesen Worten konkrete Aktionen folgen zu lassen."....

    Und AFP führt fort: " In Madrid hat das erste Forum der Allianz der Zivilisationen begonnen, das zu einer besseren Verständigung zwischen den westlichen und den islamischen Gesellschaften beitragen soll. Ziel sei die Mobilisierung "der großen Mehrheit der Bevölkerung, die in Frieden leben will" sagte Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero in seiner Eröffnungsrede. Mit einem Werben für "Sicherheit, Verständnis, Toleranz und gegenseitigen Respekt in einer globalisierten Welt" solle der vorhergesagte Zusammenprall der Zivilisationen verhindert werden, sagte Zapatero weiter.

    Der spanische Regierungschef hatte 2004 bei den Vereinten Nationen eine entsprechende Initiative gestartet. Unterstützt wurde er von dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan, der das Forum in Madrid mitausrichtete. Auslöser waren die Anschläge auf Vorortzüge in Madrid am 11. März 2004, bei denen 191 Menschen getötet wurden. Die UNO rief eine hochrangig besetzte Gruppe ins Leben, die Vorschläge für eine Verbesserung des kulturellen Austauschs erarbeiten sollte.

    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der ebenfalls an dem Forum teilnahm, bezeichnete die Allianz der Zivilisationen als "wichtigen Weg, um Extremismus entgegenzutreten und die Trennungen zu überwinden, die unsere Welt bedrohen". Bei dem zweitägigen Treffen sollen unter anderem ein Medien-Fonds von mehreren Millionen Dollar gegründet werden, um Filmproduktionen zu finanzieren, die den interkulturellen Austausch fördern und Vorurteile bekämpfen helfen. Außerdem soll ein Mechanismus ins Leben gerufen werden, mit dem auf interkulturelle Konflikte wie die 2005 durch Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen ausgelösten gewaltsamen Demonstrationen in muslimischen Ländern reagiert werden soll."

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  • Ein kleines Wort für China.... (Aktualisiert)

    15.04.08 ...will ich mit diesem kleinen Bericht (unten im Kästchen) über chinesische Webliteratur einlegen, und dem gegenwärtig zu Recht üblen Chinabild ein schönes und wertvolles Mosaiksteinchen hinzufügen. Ich unterstütze ja hier auch mit Überzeugung die Menschenrechtskampagnen für die Tibetaner und die Forderung an die chinesische Führung zum Dialog mit Tibet, zum Stopp der Repressionen. Mit dem olympischen Fackellauf haben die Proteste eine wirklich globale Dimension gewonnen und sind noch lebhafter geworden. Das ist positiv.

    Das darf aber, so meine ich, auch keine negative Wende herbeiführen. Vielerorts im Web stellt man fest, dass ausgangs der gegenseitigen Vorwürfe von Informationsmanipulation sich Lager bilden, die polemisch und mit Klischees besetzt aufeinander losgehen - auf der chinesischen Seite und auf der Seite der Kritiker. Das kann, wie dieser ausgezeichnete Artikel der FAZ (inklusive schöner, erklärender Zitate aus einem chinesischen Weblog) reportiert, auch schnell zur Entwicklung von Feindbildern führen.

    Das aber ist das letzte, was die Menschenrechtsbewegung braucht, was Tibet braucht, was China braucht, was die Welt braucht. Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass die chinesische Politik und China nicht ein und dasselbe sind, dass auch das chinesische Volk von der Führung nicht nur mit Zucker bestreut wird, und dass die ehemals kommunistischen Großreiche Russland und China sehr wohl mit Isolation leben können. Sie hatten es gelernt. Die Bevölkerungen, dies zeigt ja gerade die Erfolglosigkeit der westlichen Antiputin- Isolationspolitik gegenüber Russland, solidarisieren sich dann schnell mit ihren politischen Eliten, diese Völker sind auch sehr leidensfähig.

    Ich habe diesen Beitrag von vorgestern mit einem neuen Artikel aus der FAZ aktualisiert, der alle hier angeführten Dinge noch mal verbreitert und vertieft. Die Aktualisierung befindet sich am Ende.

    Ich hoffe, Kritik und Proteste sowie Aktionen seitens der Politik bleiben diesmal auf dem Teppich. Breitseiten im Namen der Demokratie gegen ganze Nationen können dort völlig berechtigt zu der Frage führen, wer denn mit welchem Recht da feuert. Teile davon können auch die falschen Menschen treffen, und oft sogar das eigene Knie.
    Vergleiche zum Beispiel mit der Hitlerolympiade von 1936 sind doch unangebracht: Tibet ist schon seit sehr langer Zeit annektiert und die chinesische Führung plant keinen drei Kontinente umfassenden Eroberungs- und Vernichtungskrieg. Und immer mehr Chinesen sind auf dem Weg, wenn auch in kleinen Schritten und begrenzt durch ihre Möglichkeiten, mehr Freiheiten leben zu dürfen.

    Dazu gehört, man sollte es als ein Vorfeld für Künftiges betrachten, besonders das Internet. Folgenden Artikel über 1 Million Amateurliteraten von Wei Weihua und Wu Haofei aus der Zeitung Xinhua Wang Gansu habe ich für Euch aus der französischen Fassung übersetzt:

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  • Satirefreiheit gegen Respekt vor Religiösität - die Neuauflage

    Im Herbst 2005 veröffentlichten dänische Zeitungen im Rahmen eines Wettbewerbs ein Dutzend Anti-Mohammed Karikaturen und heftige Proteste in der islamischen Welt genau wie die Verteidigung der Meinungsfreiheit, der Freiheit der Zeichner, waren in der westlichen Weltschnell organisiert. Oder nicht so schnell, denn der "Skandal" wurde erst Monate später in der islamischen Welt hochgeputscht und vom diesbezüglich scheinbar tabufreien Westen empört beantwortet.

    Wie zu einer Art von Jahrestag passieren nun zwei Dinge: in Dänemark will ein Museum die umstrittenen Karikaturen verewigen (siehe Netzzeitung vom 31. Januar), auch in Dänemark wurde gestern ein Anschlag auf einen der Karikaturisten nur knapp verhindert (siehe "SOLIDARITÄT MIT BEDROHTEM ZEICHNER" aus spiegel-online).

    Sofort, und deshalb melde ich mich hier nach einem Jahr noch einmal zu dem Thema, manifestierten auch Satiriker des Bleistiftes in der internationalen Presse ihr Plädoyer für die Freiheit der Tinte. Den verschiedenen Himmeln sei Dank (oder glücklicherweise) kann ich selber nicht zeichnen. Zeigen und unterstützen kann ich das allemal:

    Tinte verboten - Tinte schweigtÄngste zum Arzt!

    Meine Solidarität für die Freiheit der Karikatur soll aber für alle Religionen gelten, und so schliesse ich mit folgenden Bild und dem Hinweis auf den "Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten", dem man mit wenig Geld beitreten kann.

    Radikale in der katholischen Kirche

    "Unter uns sind Radikale. -- Vorwärts ins 17. Jahrhundert!"

    Siehe auch meine damaligen Beiträge im tag "Kulturkampf-Democracyesport".

    +++++++++++++++
    technorati-tags:

  • Happy Birthday Nine-Eleven!

    Fünf Jahre Krieg der Göttlichen gegen die Gottlosen
    (mal abgesehen von allen Jahrhunderten davor)

    benladen_bush

    "Du bläst sie nicht aus?"......"Warum denn?"

    aus: http://blog.fanch-bd.com/

    Na ja, auf die nächsten fünf Jahre, Hauptsache ohne den:

    Bush_-_Heiligenschein_thumbnail

    Hauptsache ohne so einen:

    Hisbol250_250

    Hauptsache ohne solche:

    palaestina

    Hauptsache ohne solche:

    bishops

    Sonst bleibt am Ende das:

    2006-10-11-Stephff

    von Stephff, 11.10.06

    Und wenn wir nicht aufpassen, sind wir wie ....

    kos

    ....und wieder oben anfangen, wie die Kriegsherren!

    technorati-pings:

  • Kampf um Gott

    Seit dem rhetorischen Rückgriff des Papstes auf einen Islamkritiker des 14. Jahrhunderts steht es im Kampf der Religionen unentschieden, so meint der schweizer Kolomnist Jacques Pilet im Wochenmagazin L'Hebdo (21.09.06). Zumindest, was die Torheit betrifft, so meine ich. Und übrigens nicht erst seitdem.

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    aus: www.courrierinternational.com

    Jacques Pilet: "Ein Unentschieden zwischen den Religionen

    Kriege bahnen sich mit kleinen Sätzen an. Die oft von keinesfalls kriegerischen Menschen des Geistes ausgesprochen werden. Der Krieg, der zwischen den Religionen köchelt, begann am 11. September 2001 auf blutige Weise. In Worten und in den Köpfen wird er seitdem weitergeführt.

    Der umstrittene Diskurs des Papstes in Ratzbonn hat dem seinen Anstoss hinzugefügt. Bloss ein mediatisches Aufheulen, so sagt man. Der Pontifex hat niemals die Moslems verletzen wollen, so der Aufschrei des Vatikan. Wirklich? Eine aufmerksame Lektüre des Textes ist überhaupt nicht beruhigend.

    Benedikt XVI scheint die Religionen zu vergleichen, allerdings in einem Spiel, in dem der Katholizismus als Sieger hervorgehen muss. Warum bringt er diesen vergessenen Herrscher aus Konstantinopel, ween er dessen Verlautbarungen nicht sachbezogen hielte? Erinnern wir uns: Der besagte Manuel II. befragte 1391 einen hochgebildeten Perser: "Zeig mir doch, was Mohammed an Neuem gebracht hat. Du findest nichts als schlechte und unmenschliche Dinge, wie das Recht, den Glauben, den er predigte, mit dem Schwert zu verteidigen."

    Ehrenswert, ein Verhältnis von Religion und Gewalt anzuprangern. Wie kann aber ein Papst das Thema aufgreifen, ohne die Geschichte seiner eigenen Kirche im Geringsten zu berühren? Keine andere hat sich weltweit in ähnlichem Ausmass durch Waffengewalt verbreitet. 1492: Das sagt Ihnen etwas? Ein weichenstellendes Jahr in der Geschichte des Abendlandes. Die spanischen Könige verjagen die Juden oder zwingen sie unter schlimmsten Drohungen zum Glaubenswechsel. Einige Jahre später erleiden die Moslems das gleiche Schicksal. Währenddessen entdeckt Kolumbus Amerika. Die Eroberung findet im Namen des christlichen Glaubens statt. Ganze Völker werden massakriert. Es ist der Triumph des Schwertes und Kreuzes.kquote>

    News: Der Papst will lateinische Messe wieder freigeben

    Dieses doppelte Emblem marschierte durch die Jahrhunderte. Eure Heiligkeit, muss man Sie wirklich daran erinnern, dass die Priester die frankistischen Putschisten in Spanien massiv unterstützten? Dass Sie die Waffen der südamerikanischen Diktatoren bis in die 1970er Jahre hinein segneten? Schlimme Ungerechtigkeit wäre es, den Katholizismus auf solche Niederträchtigkeiten zu reduzieren. Sie zu ignorieren, dass heisst aber, jedwede Glaubwürdigkeit zu verlieren, besonders wenn man anderen eine Lektion erteilt.

    In dieser Veranstaltung suggeriert der Papst, der Christianismus hätte das Gleichgewicht zwischen Glauben und Vernunft gefunden, während der Islam die Gesellschaft einzig der göttlichen Erkenntnis unterwerfe. Um seine Demonstration zu unterstützen, hält er es für richtig, ins 14. Jahrhundert zurückzugehen. Er hätte auch noch weiter zurückgehen können: Im 12. Jahrhundert waren es die muslimischen Gelehrten, die die altgriechischen Texte übersetzten und diese den Katholiken zur Kenntnis darboten.

    Das traurigste in dieser Geschichte ist, dass Benedikt XVI. die Debatte nicht mit jener Grösse erhellt, die man von solch einer geistigen Autorität erwarten dürfte. Welche Stimme spricht die Wahrheit? Alle Religionen haben ihre Licht- und Schattenseiten. Sie untereinander mit Allgemeinurteilen zu vergleichen macht keinen Sinn. Ein Sachbuch verhilft uns in der Frage zu besserem Überblick: "Im Kampf um Gott" von Karen Armstrong erstellt eine Geschichte des jüdischen, christlichen und muslimischen Fundamentalismus von 1492 bis 2001. Diese britische Wissenschaftlerin und ehemalige katholische Nonne hat minutiös den Weg derer erforscht, die den Glauben der Vernunft (den "Mythos" dem "Logos") entgegenstellen. In den drei Religionen - im Christentum bezieht sie sich im Besonderen auf den amerikanischen protestantischen Fundamentalismus - sind sich diese Gedankenentwicklungen erstaunlich ähnlich.
    Angst vor materialistischem Fortschritt, Angst vor auswärtigen religiösen und kulturellen Einflüssen, der grosse Entwurf einer von Gott dominierten Welt. Im Falle des modernen Islam kommt noch die Entwürdigung der Kolonisierung durch das "westliche Modell" im Rahmen einer grossangelegten wirtschaftlichen Eroberung hinzu.

    Karen Armstrong dokumentiert die aberwitzigen Thesen und Handlungen der einen wie der anderen, ohne zu urteilen. Sie vergleicht nicht die einen gegen die anderen, sie versucht zu verstehen, "was sich hinter dieser tiefen Enttäuschung verbirgt, was die Fundamentalisten dazu führt, sich so zu verhalten wie sie es tun."

    Nach der Lektüre des Buches ist es nicht mehr möglich, an diesem Spiel der "guten" und der "schlechten" Religionen teilzunehmen. Oder aber es bleibt unentschieden. Alle haben zu bestimmtem Zeiten die Gewalt gepredigt und ihre Heiligen Bücher singen viele Mal das Hohelied davon. Alle haben auch den Menschen zu einer generöseren Dimension entwickelt.
    Mögen die Erben der Aufklärung, die Demokraten, die Laizisten, die Humanisten sich nicht in diesen absurden Krieg zwischen den Religionen hineinziehen lassen. Mögen sie den Verdunklern aller Lager entgegentreten, nicht mit hasserfüllter Kritik, sondern im Hochhalten ihrer Werte. Jene, die diese Fahne tragen, haben ihr letztes Wort noch nicht gesagt. (Frz. Originaltext)

    Klappentext des Buches: Seit dem späten zwanzigsten Jahrhundert sieht sich die Welt mit dem Aufkommen fundamentalistischer Bewegungen konfrontiert, die die Vorherrschaft westlicher, säkularer Werte in Frage stellen und sich aggressiv und gewaltsam Gehör verschaffen - ob in Oklahoma City, Jerusalem, New York, Madrid oder anderswo. Fundamentalismus lässt sich heute in jeder großen Glaubenstradition beobachten. Es ist eine kampfbereite Form der Religiosität, die zu ignorieren wir uns nicht mehr leisten können.
    Karen Armstrong untersucht drei Beispiele: protestantischen Fundamentalismus in den Vereinigten Staaten, jüdischen in Israel und islamischen im sunnitischen Ägypten und im schiitischen Iran. Dabei geht sie bis ins Jahr 1492 zurück, um zu zeigen, wie sich in Christentum, Judentum und Islam - parallel und in enger Verbindung miteinander - fundamentalistische Bewegungen als Reaktion auf die gravierenden Umwälzungen der Moderne entwickelten.
    Der Fundamentalismus, so ihre zentrale These, ist keineswegs ein Rückfall ins Mittelalter, sondern in jeder Hinsicht ein Produkt der Moderne: in seinen Methoden, seinen Ursprüngen, seinen Zielen.

    Buchkritik in der Zeit: Die große Studie der britischen Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong über Ursprünge und Geschichte des religiösen Fundamentalismus ist ein ebenso lehrreiches wie verwirrendes Buch. Die Konfusion wird eigenartigerweise gerade durch die klare These gestiftet, in deren Korsett die Autorin ihren beeindruckenden Überblick über fünfhundert Jahre jüdischer, christlicher und islamischer Erneuerungs- und Erweckungsbewegungen geschnürt hat.

    Fundamentalismus, lautet ihr zentraler Gedanke, ist eine Angstreaktion gegen die moderne säkulare Welt...... Die gewaltigen Kräfte der Moderne, die von ihrem Beginn an oft genug zerstörerisch auftraten, rufen in der Denkweise der Vormoderne verhafteten Gesellschaften akute Vernichtungsängste hervor. »Fundamentalismus« ist der Versuch, die bedrohte Existenzform zu retten, indem die vermeintlich unverfälschte religiöse Überlieferung rekonstruiert und dogmatisch konserviert wird. Die Fundamentalisten – Armstrong sieht bei allen gravierenden Unterschieden in diesen Zügen die Gemeinsamkeit zwischen Islamisten, protestantischen Erweckungsbewegungen in den USA und extremen jüdischen Orthodoxen in Israel – zogen sich zuerst in die militante Isolation von der modernen Welt zurück, um schließlich selbst in die politische Offensive zu gehen. Mit immer radikaleren Thesen – und immer moderneren Methoden – versuchen sie nun, die Schalthebel der weltlichen Macht unter Kontrolle zu bekommen und den scheinbar unwiderstehlichen Vormarsch der Säkularisierung umzukehren.... Ganze Besprechung

    "Alle Religionen haben auch den Menschen zu einer generöseren Dimension entwickelt." Am wirksamsten taten dies aber aufklärerische, religionskritische Philosophen. Man darf auch getrost vermuten, dass die Welt schon eher in das Licht des Humanismus getreten wäre, wenn manche Religionen ihre Ketzer, Quer- und Andersdenker und Freigeister nicht jahrhundertelang eliminiert hätten.

    Immer wieder interessant: Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V.

    (technorati-pings:
    )

  • Großoffensive "Operation Schwärmer" der USA im Irak, Bush beharrt auf Recht auf Erstschlag im Iran (Serie "Demokratieexport" Teil IV)

    Vor fast drei Jahren haben die USA den Irakkrieg für gewonnen und beendet erklärt, und seitdem hat sich an dieser offiziellen Darstellung auch nichts geändert. Wäre dem so gewesen, hätte man wohl erste Anzeichen von Rückzug aus dem Geschehen bemerken dürfen.
    Stattdessen wurden vor ein paar Tagen noch mal kurz 650 Mann aus Kuwait in den Irak geholt (wer weiß, was da noch folgt) und heute, zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginnes und zur ersten Sitzung des Irakischen Parlaments starten die USA eine militärische Großoffensive mit 50 Flugkörpern, 200 Panzerfahrzeugen und 1500 Mann nördlich von Bagdad.(zeit.de)
    Hat das noch mit Terrorgruppenbekämpfung zu tun oder sieht es nicht allmählich auch aus der Ferne, auch für Kritiker unserer Warnungen von vor drei Jahren, nach Vietnam aus, nach einer auch mißlungenen Irakisierung des Krieges, wie schon die Vietnamisierung nie funktioniert hatte?
    Abgesehen von der Meinung, die sich die Bevölkerung in der Region dazu bilden wird, gibt es aber schon Resultate: "Laut US-Armee fanden die Soldaten in den ersten Stunden der Operation mehrere Waffenverstecke, Material zur Herstellung von Bomben sowie Militäruniformen.", so swiss-info heute. Verstecke, Material und Uniformen! So war es auch in 2003, und das kann man übrigens auch an tausenden Orten in den USA finden, bei amerikanischen "Rebellen".

    t-truelies

    Werden die USA ihre Politik ändern? Nein. Werden sie ihre beispiellos durchsichtig verlogene Darstellung der Lage ändern? Nein. Hoffen kann man nur auf weitere Rückzüge amerikanischer Koalitionäre und auf stetige Änderung und Druck der öffentlichen Meinung in den USA. Die Iraker werden lange Zeit keinen Frieden haben, dieses Faktum hatte Bush geschaffen. Erste Voraussetzung ist der Abzug aller gegenwärtigen ausländischen Truppen, denn Befrieden werden diese das Land nie. Was die USA vorgeben zu tun, nämlich den drohenden Bürgerkrieg zu begrenzen, das könnten zunächst mal nur auf Wunsch der irakischen Regierung, am besten eines Volksentscheides, hergeholte robuste UNO-Truppen vornehmlich aus islamischen Ländern. Und dann vor allem eine integrative Politik der irakischen Regierung.
    Alle Warnungen der Kriegsgegner inklusive der letzten Bundesregierung waren umsonst, warnen wie aber weiter in Bezug auf die amerikanische Iran-Politik. Zwar könnte sich die Atomkrise durch das russisch-iranische Abkommen entkrampfen, doch bleibt Bush doktrinär. Auch am heutigen Tag legte er einen "Bericht zur Nationalen Sicherheit" (National Security Report) vor, in dem die USA auf ihrem Recht auf unbegründeten Erstschlag festhalten.
    "Zugleich betonte der US-Präsident, seine Regierung werde an der so genannten Präventivschlag-Doktrin festhalten. "Wenn nötig, schließen wir die Anwendung von Gewalt, noch ehe Angriffe (auf die USA) erfolgen, nicht aus - selbst wenn Ungewissheit über den Zeitpunkt und den Ort des feindlichen Angriffs bleibt", schreibt Bush.", so tagesschau.de. In dem Bericht wird der Iran auch als "Feind der Freiheit" und "Verbündeter des Terrors" bezeichnet, genau wie seinerzeit der Irak.
    Deutschland sollte seine jüngste Haltung, militärische Optionen "nicht grundsätzlich auszuschließen", auch als wirkungsloses "Druckmittel" bei Verhandlungen, wieder ändern. Dringend.

  • Klinsis Fahnenflucht

    Ich schreibe hier andauernd über den Kampf der Kulturen und ignoriere fast den viel wichtigeren: Der Kampf um die Fußballkulturen ist ja wohl immer offensichtlicher schon lange entschieden.
    Nur die Sportmedien finden immer eine dritte Halbzeit. Erst bauen deren Verlage Klinsmann zu einer Galionsfigur der Werbekampagne "Du bist Deutschland" auf, und nun ist er nicht mehr Deutschland. Fahnenflucht, Verräter! Dabei hat er auch vorher schon in Kalifornien gewohnt und ist wohl auch aus weiser Kenntnis der Sportpresse dageblieben.
    Ach, der ganze Mist wär ja nicht passiert, wenn er doch nur hiergeblieben wäre und auch die Bayern haben nur verloren, weil er nicht auf der WM-Tagung war. So sieht es wohl aus, aber Recht kann nur der Franz haben: "Wenn wir so spielen wie wir spielen, dann spielen wir so wie wir spielen." Ein Franz, ein Tor.
    Eins zu vier, daß die bald doch noch den Christoph Daum wiederholen. Der weiß wenigstens, wie man sich die Nerven stärkt.

  • Unsere Kulturkämpfer auf Medaillenkurs - Demokratieexport Teil III

    Durch die spannenden olympischen Curling-Wettbewerbe und die anschließenden live-Übertragungen einer Poker-WM im Sportfernsehen etwas abgelenkt, fahre ich abseits der Aktualität mit meiner Beobachtung des Kampfes der Kulturen fort. Der wird aber unverändert auch wieder aktuell werden und so sollen auch meine Analysen fortgeführt werden, schließlich liefert das Ganze leider sehr tiefe Einblicke in die Qualität der westlichen Leitkultur.

    In der zweiten Februarwoche titelten sowohl der Spiegel als auch stern und Zeit mit dem Thema.

    Die Bronzemedaille gehört aber vorneweg mal Stoiber mit seiner Forderung, den türkischen wohl ziemlich faschistoiden Film "Im Tal der Wölfe" zu verbieten, weil der hunderttausende Jugendliche rassistisch aufhetze. Soviel zum zuvor mit bleckenden Zähnen verteigdigten (das hier war ein Tippfehler, es ist aber ein geniales treffendes Adjektiv entstanden, das so stehen bleiben soll) Grundrecht auf Redefreiheit. Ganz abgesehen davon, daß es ähnliche Kulturprodukte hierzulande schon lange gibt, die in deutschen rechten Jugendkulturen auf ähnliche Begeisterung stoßen, womit unsere Konservativen aber recht gut leben können.

    DIE ZEIT gibt sich mit 13 Artikeln zum Titel "Wer will den Kampf der Kulturen" viel Mühe, kommt aber nur auf den vierten Platz: Wir erfahren viel über "Islam heißt Staatsreligion", über Multikultikritik, über die Geschichte des islamistischen Terrorismus seit 1979, über "Risse im Abendland" und "Unheilige Väter des islamischen Zorns". Dem Titel aber, sowie dem Untertitel "Der Konflikt, die Ursachen, die Auswege" wird der ganze wohl als objektiv angelegte Bleisalat nicht gerecht. Nichts davon, immerhin ein paar mutige Sinnsprüche wie "Die Gläubigen achten, den Scharfmachern wiederstehen", "Unter einer Burka kann man kein Ikea-Regal zusammenbauen", "Wer die Atombombe hat, sollte nicht noch Atomarroganz an den Tag legen", "Maßvolles Lästern ist erlaubt" und manches mehr. Das objektive messen mit zweierlei Maß.
    Na ja, ich kann zwar ellenlange Artikel lesen, sogar schreiben, aber ZEIT-Leser bin ich wohl nicht. Wenn ich nach stundenlangem Artikelstudium mit einer diffuseren Meinung sitzenbleibe als zuvor ....

    Ganz anders der stern mit der reich bebilderten (viele lodernde Flammen, viele vermummte Gesichter) Titelgeschichte "Islam - wieviel Rücksicht müssen wir nehmen?" und der Antwort von Chefredakteur Hans-Ulrich Jörges in seinem Editorial "Nach Mohammed...".
    Goldmedaille.
    Der Mann definiert gleich eine neue historische Zeiteinteilung: Nicht mehr der 11.09.2001 ist der Maßstab eines davor/danach, sondern die Mohammedkarikaturen. Jörges will wohl nicht mehr Beobachter, sondern Macher der Weltgeschichte sein. Er misst auch nur noch mit einem Maß, wie Stoiber:
    "Vor Mohammed glaubten wir, die Amerikaner allein, vielleicht noch die Briten, seien Ziele des Hasses der Muslime - selbst verschuldet durch imperiale Arroganz oder hündische Gefolgschaft."
    (Ist das nicht ein islamistischer Ausdruck?)
    "Nach Mohammed erfahren wir, dass es den friedfertig-ausgleichenden Europäern nicht besser ergeht, allen "Christen", ja selbst uns, die wir uns geradezu geliebt sahen in der arabischen Welt"
    Und die Anschläge in Madrid? Das ist schon ziemlich dreiste Geschichtsfälschung, aber von Ähnlichkeiten mit Goebbels brauche ich gar nicht zu reden, die fallen bei den weiteren Zitaten von alleine auf.
    "Vor Mohammed hielten wir den 18-Jährigen, der seiner Freundin das acht Monate alte Baby im Leib tottrat, für einen spektakulären Fall von Rohheit. Nach Mohammed quält uns die Aussage des muslimisch-mazedonischen Vaters in dem Lübecker Prozess, dass er seinen Sohn verstieße, wenn der eine Christin heiraten würde."
    Verstossene Söhne, gefolterte Babies. Das gibt es hier natürlich nicht.
    Und jetzt gehts es los! Jörges bringt als dokumentarischen Beleg seine Zusammenfassung eines UN-Reportes, des "Arab Human Development Report 2003", der "schonungslos die drei Defizite der arabischen Welt analysiert:Freiheit, Frauenrechte und Wissen.":
    "...dass dort die Bildungsausgaben seit 1985 gesunken sind..."
    Pisa? Staatlichen Ausgaben, bzw. andere? Geburtenrate? Pro Kopf?
    "...dass auf 1000 arabische Bürger weniger als 53 Zeitungsexemplare kommen, 285 in den entwickelten Ländern..."
    Erwachsene? Mit wieviel Lesern pro Exemplar?
    Nach den Zahlen von Telefonanschlüssen, Internetzugängen und Wissenschaftlern dann:
    "Dass in der ersten Hälfte der 1980er Jahre für eine Million Araber 4,4 übersetzte ausländische Bücher erschienen sind, für eine Million Spanier aber 920. Dass bislang überhaupt nur 10000 Bücher ins Arabische übersetzt worden sind, soviele wie in Spanien heute in einem Jahr."
    Es ist ein perfides Spiel mit Zahlen: Zwar sprechen weltweit etwa soviele Menschen Spanisch wie Arabisch. Wieviele Bücher wurden aber aus dem Arabischen ins Spanische übersetzt und umgekehrt? Spanien wurde Ende der 1970er aus einer Diktatur entlassen, und viele südamerikanische Läneder irgendwann danach, was aber war davor mit ausländischen Büchern? Werden Bücher aus fremden Kulturen nicht von gutgestellten Mittelschichten gelesen und wie breit sind die da wie dort? Ich habe noch kein einziges arabisches Buch gelesen, aber einige spanische, und was soll das heißen?
    Jörges will hier nur eines sagen: Es ist gar kein Kampf der Kulturen, es ist ein Kampf der Kultur gegen die Unkultur! Heil Dir, abendländische Leitkultur!
    Über die doziert er ("Leitkultur praktisch, in vielen kleinen Schritten") noch weiter und schließt mit der Prognose, die Türkei werde nicht in die EU kommen.
    Wenn ich den stern lese, kann ich für die Türken so etwas bald auch nur noch hoffen.
    Der Ehrlichkeit halber sollte Jörges endlich seine eigene national-sozial-liberale Partei aufmachen und auf der Strasse weiterreden.
    Silbermedaille:

    Spiegel-Islam

    "Der Witz macht den Menschen Gott ebenbürtig." Über ein Dutzend Seiten packen 13 Redakteure die Sache an und erklären ganz gut, auch mit Verständnis für den Islam und nicht ohne Spitzen gegen westliche Scharfmacher: Das Verhältnis zwischen Religion und Religionslästerei hier wie da, die Geschichte des Karikaturenkonfliktes und viel Religionsgeschichte.
    Doch auch hier geht es ans kulturelle Eingemachte.
    "Im Westen hatte Mohammed jahrhundertelang eine so schlechte Presse, wie sie nur ein Schwerverbrecher haben sollte."
    Genannt werden Dante und Voltaire. Die tolerante Christenheit?
    "Doch während der Einfluß des Christentums in Europa beständig zurückgeht, regelt der Islam das Leben der Gläubigen in jedem Detail... Trotz seiner klaren Vorschriften aber war der frühe Islam durchaus weltoffen, flexibel und bereit zu lernen. Die Gläubigen sollten sich nach einem weitverbreiteten Hadith "zur Not auch aus China" ihr Wissen holen, und sie teilten ihre Erkenntnisse freimütig."
    Ja, wenigstens kannten sie China. Teilten auch mit den spanischen Christen, die einzig sich nicht verbohrt komplett dagegenstellten? Warum denn "zur Not" aus China. Weil es hier dank der Flexibilität des Vatikans kein Wissen zu holen gab?
    "Der historische Siegeszug des Islam ist ein Sieg durch Schwerter wie durch Überzeugungskraft und den Erfolg von Kaufleuten."
    Das wars für den Spiegel. Kein Wort zu kulturellen Leistungen. Wenn man mit "Überzeugungskraft" die Überzeugungskraft von Kultur und Wissenschaft meint, kann man das auch sagen (gerade als begeisterter Spanienurlauber) anstatt das Gegenteil durchscheinen zu lassen.
    "Die islamische Welt hat heute ein riesiges, unüberwindbares Problem: Nach den Jahrhunderten einer führenden Rolle ist die Religion geistig erstarrt."
    Sagt die Zeitung, die schon lange gegen geistige Erstarrung im Westen zu kämpfen vorgibt und vergleicht dann:
    "Europa erlebte vom 16. Jahrhundert an nicht nur militärisch einen dramatischen Aufschwung. Die Reformation des Christentums, der künstlerischen Blüte der Rennaissance, hatte der Islam nun nichts mehr entgegenzusetzen... Die europäische Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts legte schließlich die Grundlage für eine wahre Wissensexplosion."
    Wahr ist: 1.Weder die Reformation noch die Renaissance brachten Toleranz und Menschenrechte. 2.Die Aufklärung wurde nicht aus dem Christentum heraus betrieben, was auch der Spiegel dem Islam vorwirft, ganz zu schweigen davon, wie lange das gedauert hat. 3. Wie kann auch der Spiegel so stolz auf dieses "Wissen" sein, wenn er zwei Wochen später das soziale Sterben einer kinderlosen Gesellschaft beklagt?
    Was Wissen und Kultur ist, bestimmen wir alleine?
    Und was Dialog ist: Unseren Monolog zu exportieren.
    Das wird nicht gut gehen.

  • Kampf der Karikaturen

    Den gibt es schon länger, und nun wird er via Bildschirm geführt. Warum denn Dialog, wenn man Monologe gegenüberstellen kann?
    Der französische Charlie Hebdo zieht gegen die Mullahs vom Leder, titanic will allen Religionen eins überziehen, in Medien aus islamischen Ländern werden Juden und Christen schon immer verunglimpfikaturistet, und hier ein Kommentar des Franzosen Derkaoui, der mir deswegen gefällt, weil es wohl darauf hinausläuft:

    dessin_du_jour

Täglich Berichte der afrikanischen AFP- Korrespondenten deutsch & FRANCAIS:

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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