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Nachkaukasus

  • Russland - von der Krise gebeutelt

    Vom 01.03.2009 - Eine Bilanz, ein Appell, eine Reportage und ein Essay aus Russland,
    alles in meiner deutschen Übersetzung.

    Vorwort zur Auslandsberichterstattung und zum "Courrier International": Ein allgemeines Problem der Auslandsberichterstattung ist ja, dass sie mit dem Blick von außen und innerhalb der Begriffswelt des Außenstehenden stattfindet.

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    WEITERE LESETIPPS ZUM THEMA
    RUSSLAND IN DER KRISE

    1. Hochmut kam vor dem Fall
    Von Johannes Voswinkel | (c) DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
    Der lange Boom ließ in Russland Blütenträume reifen. Der Staat machte die Wirtschaft nicht krisenfest. Das rächt sich jetzt

    2. Rassismus und Krise in Russland
    Tomasz Konicz 02.02.2009, bei TELEPOLIS
    Wirtschaftlicher Verfall und Zunahme rassistischer Ressentiments gehen derzeit in Russland Hand in Hand

    3. "Der Krieg hat schon längst begonnen"
    Thomas Dudek 05.02.2009, bei TELEPOLIS
    In Russland erstarken die Rechtsradikalen und feiern offen den vor kurzem erfolgten Mord an einer kritischen Journalistin und einem Menschenrechtler

    Moscou (Russie), Demonstration der verbotenen Nationalbolschewistischen Partei (Thomas Peter, Reuter
    UND DAZU VON MIR, AUS NOVEMBER 2006
    4. (Neo)Faschistische Gewalt in Russland
    5. Osteuropa: Populisten und Schlimmeres

    Ansichten aus dem Inneren des Landes erscheinen fast nur in kurzen Zitaten, und die sind natürlich so gefiltert, dass sie in das hineinpassen, was der Berichter vorzeigen will. Selbst gute Auslandskorrespondenten, die lange im betroffenen Land gelebt haben und es gut kennen, müssen sich nach dem "Leserinteresse" richten, sprich nach der redaktionellen Linie ihres Arbeitgebers. Über jedes Interview schon kann man sich freuen, doch werden auch dort die Fragen der Redaktion gestellt, je nach Wohlwollen der interviewten Person gegenüber auf verschiedene Weisen.
    Das Pariser Print- (Woche) und Onlinemedium (täglich) www.courrierinternational.com geht anders vor, besteht es doch ausschließlich aus (französischen) Übersetzungen ausländischer Presse-, Webseiten- und auch Blogbeiträge - aller politischen Richtungen, aller Seiten. Für mich eine wichtige Informationsquelle und auch der Ursprung, sogar der Ideengeber vieler meiner Übersetzungen hier im Blog, in einzelnen Beiträgen oder in meinen Dossiers wie dem zum Kongo, zu Gaza, oder zum Kaukasuskrieg.
    Cover Courrier InternationalDie erste Februarausgabe 2009 hatte "Russland - Unsere verlorenen Hoffnungen" zum Thema,
    lesen Sie hier auf Seite 2:
    1. Die Rückkehr der nationalen Dämone
    Auszug aus dem Editorial von Courrier International
    2. Eine Bilanz der Krise
    bis Ende Januar 2009, gezogen von C.I.
    3. "Und jetzt die Rückkehr zum guten alten Tauschhandel"
    von Vsevolod Beltchenko, für Ogoniok
    4. "Es lebe die Solidarität!"
    von Dmitri Orlov
    5. "Der Glamour und die Oberflächlichkeit, das ist vorbei"
    von Andreï Arkhangelski, für Vzgliad

    Seiten: 1 2

  • USA und Welt morgen | USA et monde demain, une voix arabe

    11.11.08

    Ausblick aus Arabien
    Yassine El_Haj Saleh über Zukunft, amerikanischen Isolationismus und Ideologien
    »»» version francaise page 3

    Im Rahmen meiner kleinen Zusammenstellung von Übersetzungen interessanter ausländischer Texte zur Finanzkrise und zur Zukunft, speziell der der USA, hier dieser Text aus Al Hayat (»» arabisch). Diese internationale Zeitung "Das Leben" ist das Referenzblatt der arabischen Diaspora, in dem sich arabische Linksintellektuelle und Liberale an ein großes Publikum wenden. Ursprünglich libanesisch, wurde sie 1990 vom Saudiprinzen Khaled ign-Sultan gekauft, ist eher prowestlich, die Halbinsel betreffend prosaudisch (was Wunder :>> ), alles andere betreffend aber sehr offen für die verschiedensten Meinungen. Al Hayat hat auch eine »» englische Ausgabe, in der zur Zeit viele Kommentare zu Obama zu lesen sind, von denen dies oder das im Januar auch auf deutsch in meinem abschließenden Obama-Dossier stehen wird.

    Der Autor Saleh ist ein bekannter syrischer Intellektueller und Dissident. Mit 19, Student an der Universität Alep, wurde er wegen Mitgliedschaft in einer kommunistischen Gruppe verhaftet und gefoltert, verbrachte dann 16 Jahre im Gefängnis, wo er englisch lernte und sich bildete. "Die Bücher haben mich geistig und körperlich gerettet", sagt er. Seit seiner Freilassung 1996 schreibt er regelmäßig für den panarabischen Al-Hayat, den libanesischen An-Nahar und in der angelsächsischen Presse.

    Eine Ideologie verjagt die andere
    von Yassine El_Haj Saleh, 16.10.08
    übersetzt aus der französischen Fassung aus courrierinternational.com, Wochenausgabe 937

    Zwischen September 2001 und September 2008 haben Amerika und die Welt sich sehr verändert. Wir wissen, was nach dem September 2001 passierte: Voller Illusionen und ihrer selbst sicher stürzten die Vereinigten Staaten in Afghanistan und später in den Irak und besetzten diese Länder. Sie riefen eine Art weltweiten Notstand aus, was ihnen erlaubte, auf ihre Art den vorgeblichen "Krieg gegen den Terrorismus" zu führen. Sie agierten alleine und unilateral, gegen den Willen der Vereinten Nationen und manche ihrer Alliierten.
    Wir wissen auch, was in den folgenden sieben Jahren passierte: die USA haben sich im Irak festgefahren, und schließlich de facto die Bush- Doktrin und das Projekt ihres Demokratieexportes in den Nahen und Mittleren Osten aufgegeben.

    Was wir allerdings noch nicht wissen, ist, was in Folge des Septembers 2008 passieren wird. Wahrscheinlich wird man einer Rückkehr des Realismus in der internationalen Politik beiwohnen. Gleichermaßen wird die amerikanische (Innen- wie Außen-) Politik wahrscheinlich weniger ideologisch werden, und man wird aufhören, den neoliberalen Rezepten und den Tugenden des Marktes blind zu vertrauen. Wahrscheinlich wird weniger davon gesprochen werden, das amerikanische Modell notwendigerweise dem ganzen Planeten überzustülpen, dies unter dem Banner der Demokratisierung.

    Es gibt zwar keine direkten Verbindungen zwischen den Erschütterungen des Septembers 2001 und der heutigen Finanzkrise, aber der wirtschaftliche Notstand (mit diesem 700 Milliarden Dollar Paulson Plan, der die Verluste der Banken kaufen und das Bankensystem retten soll) wird den militärischen Notständen mit ihren Präventivschlägen ein Ende setzen. Weil es keine ausreichenden finanziellen Ressourcen mehr gibt, um neue Kriege zu finanzieren. Weil die öffentliche Meinung und der Kongress sich von nun an gegen diese Art von Politik stellen werden. Aber auch, weil wir einem abrupten und wahrscheinlich andauernden Absturz des Vertrauens in die Mischung aus Neoliberalismus und Imperialismus beiwohnen.

    Doch darf man der Versuchung der Zukunftsprognose zu einem Zeitpunkt, an dem die Finanzkrise noch lange nicht bewältigt ist, nicht nachgeben.

    Weiter und Ende und mein Kommentar Seite 2, französisch Seite 3

    Seiten: 1 2 3

  • Was sagt Medwedew? | Deutsche Übersetzung der Rede vom 19. September

    Russland | NATO | Europa | USA | Neuer Kalter Krieg/ Neue Zeit | Internationale Finanzkrise | Nach- Kaukasuskonflikt | Rice | Sarkozy

    Inhalt:
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    Seite 1: Inhaltsverzeichnis
    Seite 2: Einleitung dieses Dossiers vom 20. September
    Seite 3: Sätze von Rice und Rede von Medwedew
    Seite 4: Meine Worte für die Besucher, Appell, Essay "Die neue Ära", und besondere Empfehlungen
    Seite 5: **** "Torheit und Pragmatik" - Medien, der Westen, Sarkozys EU- Diplomatie | von Gastautor Paul Sanders, Dijon
    Seite 6: "Unnütze Leute" - Andrey Komov über Politiker, Medien und Menschen
    »»» Aus Speichergründen sind Seiten 7 bis 9 separat hier
    Seite 7: Weltwirtschaft vor der Akopalypse? | von Wlad Grinkewitsch, RIA Novosti
    Seite 8: Die Herausforderungen der russischen Wirtschaft im Nach-Kaukasus | von Jacques Sapir, Paris
    Seite 9: AKTUELL 29.10. "Russland und die Finanzkrise" | aus dem Spiegelfechter

    Seiten: 1 2 3 4 5 6

  • Atomwaffen-Abrüstung wahrscheinlich blockiert

    Wegen der Georgien-Krise stocken die Neuverhandlungen des Start-I-Vertrages. Einigen sich Russland und die USA nicht, läuft das Rüstungskontrollabkommen Ende 2009 ersatzlos aus. Forscher befürchten neuen Rüstungsschub.

    Folgendes schreibt die mir als deutsches Pendant zu meiner sonstigen (AFP berichtenden Quelle) tv5.org mehr und mehr überzeugende Deutsche Welle:

    Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind seit dem Krieg in Georgien angespannt. Nun könnte einer der wichtigsten Verträge zur Rüstungskontrolle dem Streit zum Opfer fallen: Der Start-I-Vertrag läuft im Dezember 2009 aus und die Neuverhandlungen stocken. Russland wirft den Vereinigten Staaten vor, die Verhandlungen gezielt zu blockieren.

    Erfolgreiche Rüstungskontrolle

    Mehr als neun Jahre hatten die USA und die damalige Sowjetunion seinerzeit verhandelt, bis Michael Gorbatschow und George Bush Sen. den ersten Start-Vertrag am 31. Juli 1991 unterzeichnen konnten.

    => Lies mehr!

  • Finanzgipfel: Medwedew gibt "4 Orientationen" | Medvedev prèt pour super-sommet

    »»» Version francaise voir page 2

    04.11.08 Der russische Präsident stellte am 31. 10. die "vier Orientationen" seines Projektes vor, das er am 15. November beim Washingtoner Superfinanzkrisengipfel der "G20" (G7 + Russland, Südafrika, Saudiarabien, Argentinien, Australien, Brasilien, China, Südkorea, Indien, Indonesien, Mexiko, Türkei und die bis zum 31.12. durch Frankreich vertretene EU) durchbringen will.

    Die Moskauer Tageszeitung Vremia Novostieï berichtet, er werde sich für ein neues internationales Abkommen im Bereich der Wirtschaft einsetzen, "fähig, die Effizienz und die Legitimität der im Rahmen von Bretton Woods 1944 gegründeten internationalen Finanzinstitutionen aufzuwerten, insbesodere die der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds". Die drei anderen Orientationen sind: die Konsolidierung des internationalen Finanzsystems auf Grundlage "der Multiplikation der Finanzzentren und der Erhöhung der Devisenreserven"; die Gründung eines "modernen Riskokontrollsystems auf Grundlage der Harmonisierung der nationalen und internationalen Standarde für das Handeln der Akteure der Finanzmärkte"; die Einrichtung eines "Systems der Anleitung zum rationalen Handeln der Akteure der Finanzmärkte".

    Vremia Novosti kommentiert: "Durch die wahrscheinliche Unterstützung der sich entwickelnden Länder und der eigenen BRIC-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China) gestärkt, wird Russland versuchen, sein ganzes Gewicht in die Diskussion einzubringen, sogar die Führung zu erlangen."

    »»» Putin: Russland und Kasachstan werden Finanzkrise meistern - RIAN 4.11.
    »»» Jahresbotschaft: Medwedew bekennt sich zu Liberalismus - RIAN 5.11.

    Hinweis: "Der Kapitalismus berührt sein Ende", Interview des Soziologen Immanuel Wallerstein mit "Le Monde" vom 11. Oktober, »»» hier im Blog in deutscher Übersetzung

    Seiten: 1 2

  • US- Helikopterattacke auf Syrien | Nur ein "Vorfall" ?

    28.10.08, updated mit interessantem Artikel aus Israel
    Vorgestern fand vom Irak aus ein Hubschrauberangriff der USA auf syrisches Territorium statt, mit acht Todesopfern. Die USA bestätigten gestern halboffiziell diese Aktion und sprachen von "Terroristen der Al-Quaida", die von Syrien aus in den Irak eindrängen würden - Syrien protestierte vehement und sprach von toten Zivilisten.

    Dies kann eine Aktion sein, die sich nicht so schnell wiederholt und in Vergessenheit gerät, es kann aber auch ein Präzedenzfall und ein Signal seitens der USA sein.
    Bekanntermaßen halte ich mich und mein Blog aus Spekulationsküchen heraus, sowie aus auf Grundlage unverrückbarer Weltbilder getätigten vorweggegriffenen Geschichtserläuterungen von Dingen, die vielleicht erst passieren werden oder auch nicht.
    Aus mehreren Gründen möchte ich hier diesen "Vorfall" trotzdem brandaktuell ansprechen, natürlich in der Hoffnung, dass dies nicht schon wieder den Auftakt zu einer neuen Stufe der Eskalation darstellt - und schon wieder eine ganze Berichteserie hier.

    Zuvor empfehle ich als besten derzeit verfügbaren und so umfassenden wie neutralen Zeitungsartikel »»» "Wieso die USA plötzlich Syrien attackieren", natürlich spekulativ, aber gut, aus spiegel-online.

    Eine interessante Ergänzung zum Spiegelartikel ist diese Analyse aus der israelischen "Haaretz", interessant gerade, weil sie aus Israel kommt. Diese Zeitung wurde als erste hebräischsprachige schon 1919 unter britischer Mandatshoheit gegründet, sie ist im politischen Spektrum Israels "mitte-links", achtet allerdings sehr auf völlige Unabhängigkeit nach allen Seiten. Sie ist daher beliebt bei den Israelis, die Informationen oder Stoff zum Nachdenken suchen, kein propagandistisches Gezetere:
    »»» englischer Artikel
    »»» deutsche google-Version, nicht ideal, man kann es aber verstehen.

    Folgende Zusammenhänge lassen mich Schlimmes befürchten (aber noch nicht, wie am ersten Tag des Kaukasuskrieges, erahnen):

    => Lies mehr!

  • ARD "kürzte" Putin-Interview | den Text gibt es trotzdem

    28.08.08/ Von 27 auf 10 Minuten schliff das Erste das Interview zum Kaukasuskrieg und den Folgen. "Mangelnder Sendeplatz". Dabei lief im Anschluss die ganze Nacht lang ein US-Wahl-Special. Richtig herum: das Interview wurde seiner wesentlichen politischen Aussagen beraubt - für den deutschen Fernsehzuschauer, denn die Russen (also die ohne die freien Medien) konnten es komplett sehen. Ein Beispielchen von vielen:

    => Lies mehr!

  • Raketen: Polen sollte leiser jubeln

    [updated 21.8. mit Fotomontage und Medwedew-Zitaten (link S.2)]

    Das neue Polen"15.8.
    [...]Russland und die USA steuern auf einen veritablen Konflikt zu, dessen Anfang der Krieg am Kaukasus erst gewesen sein dürfte.

    Gerade am Höhepunkt dieser Spannungen verkünden Polen und USA die Einigung über den Raketenschild. "Ein guter Schild für schlechte Zeiten" jubelt die polnische Presse. Schlechte Zeiten sind wohl tatsächlich im Anmarsch. Denn Russland sieht im US-Schutzschild eine Bedrohung seiner nationalen Sicherheit.[...]"

    => Lies mehr!

Täglich Berichte der afrikanischen AFP- Korrespondenten deutsch & FRANCAIS:

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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