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Nachruf

  • Sticky Der Säufer, l'ivrogne - Kleines Gedenken an Jacques Brel

    9. Oktober 1978 ist er gestorben, mein philosophisches Idol, mein Lehrer der französischen Sprache.
    Andreas, Du ...., hast schon wieder ein wichtigstes Datum vermasselt, diesmal vorneweg!

    Folgendes Video habe ich deutsch untergetitelt, der deutsche Text ist allerdings nicht von mir, sondern von (darauf wette ich) einer Lady, die sich namentlich nicht geoutet hat.

    Den ersten Teil hätte ich anders übersetzt, was soll's,
    ihre Poesie ist die von Brel. Merci.

  • They killed Shahla Jahed at 1. 12. 2010 - Gibt es ein Massaker an einer Person?

    Ja.

    Tausend mal öffentlicht berührt,
    tausend mal ist nichts passiert.

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  • Ist Michael Jackson eine Unperson?

    Politically correctly gesprochen ja. Nie hatte er seine Popularität zu einer politischen Aussage genutzt, für immer heftet ihm der Makel der Pädophilie an. Seine schwarze Haut hat er bleichen lassen. Darüber wurde gesprochen, was ist aber mit seiner Musik?
    Ich besaß mal eine Videokassette von seinem Konzert 1992 in Bukarest, Rumänien. Heute habe ich das Konzert bei youtube wiedergefunden. Nicht mein Stil, nicht meine Aussage, nicht "mein Typ", aber: Genie sollte anerkannt sein:

    Das ganze Bukarest-Konzert gibt es ab hier
    Michael Jackson Live in Bukarest 1992 Part 01 Jam
    und dann immer weiter durchklicken....!

    Wer das Non-plus-Ultra sehen will, "Beat it"

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  • Popkunst von Guy Peellaert, Rock Dreams - "It's Only Rock 'N' Roll (But I Like It)"

    Bye Bye, Bye Baby, Bye Bye.... Er starb letztes Jahr. Ein Pariser Museum ehrt ihn bis 28.09. mit einer Ausstellung, ich will an ihm und "die gute alte Zeit" erinnern mit einer Fotogalerie der Expo aus der französischen Zeitung Liberation, mit einer Übersetzung einer kleinen Hommage aus der (sehr interessanten, etwas alternativen!) französischen Kulturwebseite culturopoing.com und mit einem Video.
    Die schrillbunten und als etwas oberflächlich ansehbaren Bilder mögen heute ein bißchen trashig und kitschig wirken; nicht anders ist aber der gesamte Bundestagswahlkampf, und so sind sie wieder von brennender Aktualität! (Musste ich alter Lästerer noch kurz hier einschieben, hihihi.)
    Los geht's, Klick vergrössert die Bilder:

    The Byrds, 1973. (c) Guy PeellaertLes Stones en drag queens, un des rêves de Peellaert
    The Byrds, 1973. © Guy Peellaert, The Rolling Stones als Drag Queens

    »»» UND ZUR FOTOGALERIE MIT 12 BILDERN

    Guy Peellaert und seine Rock Dreams im Musée Maillol

    » Frz. Originaltext

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  • Zum Tod der Tänzerin und Choreografin Pina Bausch

    THEMENABEND HEUTE BEI ARTE !
    Pina Bausch"Mich interessiert nicht so sehr, wie sich Menschen bewegen, sondern was sie bewegt."
    So beschreibt Pina Bausch ihren Zugang zum Tanz. Die deutsche Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin des Tanztheaters in Wuppertal avancierte in den letzten Jahrzehnten zur Kultfigur der internationalen Tanzszene. Und gilt in der Fachwelt als die bedeutendste Choreografin der Gegenwart. Während ihre ersten Inszenierungen noch stark dem Modern Dance verpflichtet waren, änderte sich ihr Stil ab den "Sieben Todsünden" (1976) merklich und wurde zu dem, was später ihr Markenzeichen darstellen sollte: eine Mischung aus Gesang, Pantomime, Sprache und Alltagsgesten.
    THEMENABEND HEUTE BEI ARTE ! »»» siehe hier Nachruf, Biographie, und
    Programm
    ARTE strahlt am Sonntag, den 5. Juli "Orpheus und Eurydike" und "Biografie: Pina Bausch" aus,
    und
    VIDEO Im Gespräch mit Pina Bausch
    Anlässlich der Wiederaufführung von "Orpheus und Eurydike" im Februar 2008 im Palais Garnier, in Paris, hat Pina Bausch uns einen seltenen Moment gewährt: ein Gespräch.

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  • Rockpoet Bashung ist gegangen | Texte und links zum "schwarzen Erzengel des Rock" in deutscher Übersetzung

    [updated mit übersetzten französischen Artikeln]

    Kleiner Nachruf, Foto- und Videogalerien und weiteres..., 17.03.2009

    Paris (AFP) - Frankreich trauert um den Musiker Alain Bashung. Der 61 Jahre alte Sänger, Komponist und Songwriter starb am Samstag 14. März in Paris an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung. Er galt als einer der großen Helden der nationalen Musikszene und des französischen Chanson.

    Alain Bashung, Januar 2007(Foto: AFP - FRANCOIS GUILLOT)

    Präsident Nicolas Sarkozy würdigte Bashung in einem Nachruf als einen großen Poeten, der eine düstere aber elegante musikalische Welt geschaffen habe. Seine barocken melancholischen Lieder hätten irritieren können. «Aber man war immer verzaubert.»
    Bashung, der als Markenzeichen oft dunkle Brille und Hut trug, wurde durch Songs wie «Gaby», «La nuit je mens» oder «Vertige de l'amour» bekannt. Zuletzt veröffentlichte er das Album «Bleu Pétrole» (2008) mit Liedern wie «Résidents de la République». Das Kulturmagazin «Les Inrockuptibles» bezeichnete ihn zuletzt als einen der letzten Giganten der Szene.

    Ja. Das eigene Altern macht sich auch dadurch bemerkbar, dass immer mehr Idole und Leute, die Teil Deines Lebens waren, sterben, und Du ihnen ganz plötzlich nur noch hinterhersehen kannst. Wenn man dann älter wird, auch ein wenig kälter wird, sind das aber ebenfalls die Momente, wo einem, und sei es "nur" aus Trauer und Wut, wieder warm wird. Wo man die Chance bekommt, jedesmal neu zu verstehen, dass man den Rest des eigenen Lebens so wenig wie möglich verplempern sollte. In diesem Sinne: Tschüß, Alain.

    Der Klick aufs obige Foto führt in eine kleine Bildergalerie von "Libération". Weiteres Bild- und Videomaterial ist »»» hier auf der Webseite von Bashung. »»» Hier ist der deutsche Wikipediaartikel, und »»» hier ist die Videosuche von google.

    An dieser Stelle wollte ich die Übersetzung des schönsten Nachrufes aus Frankreich einfügen. Derer gibt es viele, sie wären für uns aber wegen der vielen Songzitate und Anspielungen kaum verständlich. So präsentiere ich stattdessen drei Artikel aus der Zeitung Libération, über seine Anfänge und das Werk, über ihn mit Zitaten von ihm, sowie über das letzte Konzert. Leider kann ich das Erscheinungsdatum der Artikel nicht mehr angeben, da sie anscheinend alle am 16. März wieder aktualisiert oder neu geschrieben wurden.

    In vielen Medien konnten Fans ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Die schönste Seite mit Nachrufen aus dem Fanvolk habe ich auf der tollen Webseite über ihn http://alainbashung.net gefunden, und zwar das Livre d'Or, das Gästebuch, dessen automatische (google) deutsche Übersetzung Sie »»» hier finden.
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    1. Vom Rocker zum Werk
    Lebensweg eines andersartigen, besonderen Künstlers - privat zurückhaltend und undurchschaubar, auf der Bühne ein sensationeller, so intimer wie lärmender Performer.
    Von Gilles Renault
    »»» zum französischen Originaltext aus Libération

    Als man ihn vor zehn Jahren - also als diese Frage noch nicht schlechten Geschmacks war - fragte, wie er sich "das Ende" vorstellte, formulierte Alain Bashung seine Antwort so: "Ich habe die Idee, das Leben könnte einfach sein, abgelegt. Ich glaube aber, ich komme da durch... Ich denke nicht so sehr an das Ende. Die Tatsache, dass die Dinge eines Tages aufhören, erscheint mir nicht so extrem wichtig. Es würde mich stören, jahrelang zu leiden. Abgesehen davon sehe ich mich nicht in einem Sessel beim Fernsehen an das Ende gelangen. Es sollte so sein, dass ich dabei etwas tue, eine Schallplatte, ein Konzert. Es würde mich erheblich stören, nicht bis zum Äußersten zu gehen, mein Letztes zu geben. Ich fände das unhöflich."

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  • Das Haus der Sklaven - Ein Nachruf.....

    .... auf einen ganz einfachen, engagierten, manchmal zornigen, auf seine ganz bodenständige Weise heldenhaften alten Mann.
    Und dann ein virtueller Museumsbesuch.

    Boubacar Joseph N'diaye ist tot.
    Boubacar Joseph NdiayeNachrufe auf berühmte Zeitgenossen gibt es viele - auch ich habe hier einige geschrieben. Dann gibt es auch ganz einfache Menschen, die berühmt werden und eines Nachrufs würdig. Da denkt man mit Recht zuerst an Mutter Teresa. Mit Recht, denn Anlaß derer Berühmtheit sind zwar ihre guten Taten, der tiefere Grund aber sind die Religionen und Moralia, für die sie stehen, und die es anderen mächtigen Leuten wert ist, sie berühmt werden zu lassen und sie als moralisches Vorbild hochzuhalten.
    Mäkelei, mag man jetzt sagen. Hätten wir sonst nicht Millionen von berühmten Idolen, denn der guten Taten werden auch im Kleinen, Anonymen, sehr viele getan?, frage ich zurück.
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    Der Senegalese Joseph Ndiaye [»»» frz Wikipedia]war einer der - außerhalb seines Landes - unbekannten Sorte. Einer, für den Ehre (frz.: "honneur") etwas ganz anderes war als das Lob anderer Leute, nämlich Menschenwürde. Einer, der keinen Hilflosen geholfen hat, sondern nur ein Andenken hochhielt, das Andenken an Ehre und Respekt und an deren bis dorthin krassestes Gegenteil, den internationalen Sklavenhandel der Europäer und Amerikaner mit den afrikanischen Menschen.

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  • Bishop Desmond Tutu erinnert Mama Africa | ... ses souvenirs, son respect

    27.11.08.

    "Mama Africa" Miriam Makeba ist gegangen
    Maman Afrique n'est plus
    »»» mon article francais voir ici page 3 et 4

    Mama Africa Miriam Makeba

    Meine Intro: Letzterdings war ich mit mir unzufrieden, dieses Jahr hier weniger selber geschrieben und deutlich mehr von anderen übersetzt, mal sogar kopiert zu haben, als in den Jahren zuvor. Wollte ich ändern, ist schließlich ein Blog. Andauernd aber kommen wieder Themen, ich nenne sie "Schuster bleib bei Deinen Leisten"-Themen, die mir sagen: «Du hast in drei Jahren hier genug gequatscht und darfst ja immer wieder ran. Lass dieses hier aber jenen, die wirklich etwas zu sagen haben, gib ihnen den Platz und die deutsche Sprache.»
    Der Tod der großen (süd)afrikanischen Sängerin und Menschenrechtekämpferin Miriam Makeba am 9. November ist so ein Thema. Was gäbe mir das Recht, ihr einen Nachruf zu verfassen, wo es doch kompetentere, legitimierere Leute dafür gibt, mit Verdiensten? Nichts.
    Also geht es hier los mit einer kurzen thematischen Intro von Spiegel-online und dem link zu einer sehr guten Präsentation von Leben und Werk der politischen Künstlerin, auch aus Spiegel-online, dann auf Seite 2 weiter mit einem drollig-wahren Leserbrief Makebas an das Time Magazine von 1960, und dem Nachruf Bishop Desmond Tutus, beides von mir übersetzt.

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    Intro 2.
    Johannesburg, 10.11.08 - Die mit dem Hit "Pata Pata" weltberühmt gewordene einstige Anti-Apartheid-Aktivistin Miriam Makeba starb in einer Klinik in Süditalien im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt. Ihr Manager bestätigte am Montagmorgen entsprechende Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Obwohl sie bereits seit längerem an schwerer Arthritis litt, hatte sie noch mit einem ihrer Enkel an einem neuen Album gearbeitet. Die Nachricht sorgte für Schock und Trauer in Südafrika.
    Abschiedsfeier Makeba Johannesburg 15Nov08Der Sprecher des Kunst- und Kulturministerums Sandile Memela trauerte um den Tod der "internationalen Ikone": "Es ist ein monumentaler Verlust nicht nur für die südafrikanische Gesellschaft, sondern für die Menschheit", sagte er. In morgendlichen Radiotalkshows in ganz Südafrika wurde Makeba Tribut gezollt.
    Die in ihrer Heimat respektvoll "Mama Africa" genannte Künstlerin hatte sich und ihre Lieder stets in den Dienst von Freiheit, Gerechtigkeit und Völkerverständigung gestellt. Von 1976 an bis zum Ende der Apartheid wurden ihre Lieder nicht mehr im südafrikanischen Radio gespielt. Ihr Kampf gegen Unrecht und Rassentrennung in ihrer Heimat brachte der Schauspielerin, Autorin und Komponistin Auszeichnungen und Ehrungen aus aller Welt ein, unter anderem die Otto-Hahn-Friedensmedaille der Vereinten Nationen.

    Meine Empfehlung:
    »»» Mutter Courage des schwarzen Kontinents, spiegel-online

    Fortsetzung deutsch, NACHRUF VON DESMOND TUTU, Seite 2

    Seiten: 1 2 3 4

  • "Die Kräfte der Finsternis" | Solschenizyn- Nachruf des kubanischen Dissidenten Raul Rivero

    Grab Donskoikloster MoskauDer Sowjetuniondissident und Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn ist tot. Ein "kompetenter" Nachrufer ist der kubanische Dichter und Dissident Raul Rivero; er hat ihn in seinem Madrider Exil in der Tageszeitung El Mundo geschrieben. Hinweis: mein deutscher Text ist eine Übersetzung einer französischen Fassung und ist keine autorisierte Übersetzung.


    Seite 2: Über Rivero
    Seite 3: Sein Nachruf auf Alexander Solschenizyn vom 4. Juli und mein Kommentar
    Seite 4: "Ein Tod, der den Russen die Augen öffnete" von RIA NOVOSTI

    Seiten: 1 2 3 4

  • 100 Jahre. Oskar Niemeyer, "größter Architekt aller Zeiten", feiert sein Jahrhundert

    Er hatte sich die brasilianische Metropole Brasilia ausgedacht. Wäre er mit 80 Jahren gestorben, niemals wäre Brasilia heute das was es ist, so schreibt die Zeitung Folha de São Paulo. (sehr freie Übersetzung:)

    NIEMEYER

    "«Ich gehe da nicht hin. Wenn er was will, kommt er hierher.» Oskar Niemeyer spricht, seine Tochter Anna versucht, ihn zur Vernunft zu bringen. «Papa, es ist der Präsident! Du musst da hin gehen.» Niemeyer sieht keinen guten Grund, die Routine seines Kreativbüros zu verlassen um eine Medaille entgegenzunehmen, den kulturellen Verdienstorden. Die ihn kennen wissen: er hasst Schmeichelei und Anbiederung. Das vorgesehene Gebäude hatte er in den 1930ern zusammen mit Lucio Costa, Affonso Reidy, Carlos Leão und Le Corbusier entworfen.
    (....)
    Er ist nicht hingegangen. Präsident Lula kommt schließlich in sein Haus. Niemeyer mag ihn. Enthusiastisch hatte er das Erreichen eines Arbeiters an die Spitze gefeiert.
    (....)
    Niemeyer scheint nur Augen für seine Arbeit, seine Frau und seine Freunde zu haben.

    OskarNiemeyer

    "19 de setembro de 1956, o Presidente sanciona
    a lei que dispõe sobre a transferência da capital."

    Eine andere Zeitung, Corrêa do Lago, schließt ihre Laudatio mit den Sätzen: «Wenn Niemeyer mit 80 gestorben wäre hätte er in den Augen der Architekturkritik eine niedere Rolle eingenommen gehabt. In den 1980ern sprach niemand über ihn. Die Kritik behandelte ihn mit einer tiefen Gleichgültigkeit. Was interessant ist: er sie auch. Seinen Weg ging er weiter.»
    (....)
    Seit seinen Zeiten als Praktikant in den 1930ern ging er einen mehr oder weniger geraden Weg.
    (....)"

    Es feiern
    Archiguide
    Foundation Oskar Niemeyer
    portugiesischsprachige Zeitungen
    viele links
    und viele bekannte wie unbekannte Freunde.

    Tschüss, bis nicht bald in Bälde,
    mein anders-als-ich Held. Ein Werk noch!

    Andreas

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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