Der deutschen Politik etwas überdrüssig und mit Afrikaartikeln stark beschäftigt, habe ich hier im Blog eine kleine Fastpause eingelegt, aber für die Parisliebhaber unter den Leserinnen und Lesern habe ich doch ein kleines, unpolitisches Ostergeschenk (ausgekramt
), und natürlich ist diese Reise in die versteckten Ecken und Erinnerungen von und an Paris auch nur virtuell:
Die französische Kulturwebseite evene.fr veranstaltet in einem Leserforum Diskussionen mit täglich wechselndem Thema. Mitte April 2006 ging es um den Charme von Paris. Gut die Hälfte der Beiträge vom 11.04.2006 sind hier ungekürzt von mir übersetzt. Die Bebilderung steht, das Thema ausgenommen, in keinerlei Zusammenhang mit der Diskussion. Das erste Foto ist aus http://fredericmagazine.free.fr/02072004.htm ,alle weiteren sind aus dem Fotoblog von http://stefbac.free.fr/photos/paris/ , der heute leider nur noch archivarisch existiert.
flaner ©fredericmagazine
Der Turm....
von voyla
Als ich klein war, wohnten wir in Colombes im dritten Stock. Von da konnte man den Eiffelturm sehen, und ich bewunderte die Wolken, die sich um ihn herum aufbauten und wieder abzogen. Das hatte mich für immer geprägt.
Nach einem (zu) langen Aufenthalt in Rouen, trotz des famosen « Butterturms » kam ich in die Umgebung von Paris zurück. Vom dritten Stock meines Gebäudes in Argenteuil konnte ich wieder « meinen » Turm sehen. Vor zehn Jahren aber hat man gegenüber ein schönes Wohngebäude gebaut, das ich trotzdem hasse, denn es verdeckt ihn mir und ich kann nur noch sehen, wie das Lichterbündel über Dächer und Wolken fegt. Absolute Frustration!
Aber Champ de Mars, die Champs-Elysées, all diese so genannten « schönen » Viertel ziehen mich gar nicht an. Meine Schritte führen mich immer ins alte Quartier Latin, doch nie wieder auf den Boulevard St. Michel meiner Studentenjahre, verloren in griechischen Restaurants und international hässlichen Klamotten.

![Von Runstedt au Louvre, anonyme, fonds de l'agence de presse SAFARA[1940-1944].](http://data5.blog.de/media/238/3853238_efeeb0c83e_m.jpeg)










Seit 2 Jahren wird in Frankreich der Simone de Beauvoir-Preis an Frauen oder Organisationen, die sich für die Rechte der Frau in aller Welt einsetzen, verliehen. Die Jurie ist von zwanzig internationalen Persönlichkeiten, darunter Philosophen/innen, Schriftsteller/innen, Soziologen/innen und Politiker/innen besetzt. Die Gründerin und Vorsitzender der Stiftung ist Frau Julia Kristeva bulgarisch/französische Philosophin und Autorin. 2008 gewann Taslime Nasrin, die Frauenrecht-Aktivistin in Bangladesh, diesen Preis. Dieses Jahr ist es die "Eine-Millionen-Unterschriften-Sammeln" Kampagne aus Iran, der dieser Preis verliehen wird. Die Stiftung will betonen, dass der Kampf um die Rechte der Frauen nicht nur die westlichen Frauen betrifft, sondern eine internationale Angelegenheit ist.
































