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Welthungerkrise

  • Sticky Fotos des Monats Juli 2011: Hungersnot am Horn von Afrika, Somalia, Kenia, Äthiopien

    "Lerne lachen ohne zu weinen", das lehrte mich Kurt Tucholsky vor fast 40 Jahren.

    Seit vielen Monaten warnten internationale NGOs und UNO-Agenturen vor der jetzigen Dürre und Hungerkrise in Ostafrika, mein Afrikablog warnte mit ihnen.
    Medien und Politik: nix hören, nix sehen, nix wissen, nix nachgesagt bekommen, nix Position beziehen, nix Wähler (Mittelschicht! lieb, lieb!) verlieren.

    Jetzt (Sommerloch?) ist es soweit: Thema entdeckt, Schacherei oder "positive image" können losgehen, Milliönchen für Milliönchen.

    Zunächst (kein Foto des Monats, eher der goldene Würgepreis oder so) ein Bildschirmfoto von vor zwei Stunden, wo sogar die keywordmäßig generierten google-Annoncen in meinem Afrikablog die Hungerkrise erkannten:

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  • Zur neuen Hungersnot 2010 im Niger, zur falschen und richtigen Hilfepolitik - Interview IFAD Mohamed Béavogui

    Le Sahel (en rouge) - Wikicommons« Der Irrtum der NGO's ist es, die Bauern von den landwirtschaftlichen Entwicklungsprogrammen auszuschließen »
    Interview mit Mohamed Béavogui, Regionaldirektor des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung /International Fund for Agricultural Development (IFAD) , für West- und Zentralafrika.
    => Version originale francaise
    Deutsche Übersetzung: Andreas Fecke
    Das lesen Sie bitte unter meiner

    NigerkarteEinleitung: Niger grenzt im Norden an Algerien und Libyen, im Westen an Mali und Burkina Faso, im Osten an den Tschad und im Süden an Nigeria und Benin. Niger ist ein Binnenstaat mit Anteil an der Sahara und der Sahelzone und gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. 2005 wurde die Bevölkerung Opfer einer Hungersnot, die danach als "die (von der internationalen Gemeinschaft) ignorierte Hungerkatastrophe" bekannt wurde und nur durch massive last-minute Nothilfe gelindert werden konnte. [1, 2, alle]
    Es ist wieder soweit, es hat sich seit Monaten abgezeichnet, weitgehend abseits der Augen der Massenmedien, aber glücklicherweise im Blickpunkt vieler internationaler Institutionen und Nichtregierungsorganisationen, die zwischenzeitlich dazugelernt haben:

    Niger, Hunger1Foto (c)AFP: Frauen und Kinder reisen nach Maradi, um Brennholz zu verkaufen, im südlichen Niger 16 April 2010. Die Männer sind weg, in die Städte und Nachbarländer, um Arbeit zu suchen und Geld schicken zu können. Dort gibt es für sie natürlich nur übelste Ausbeutung und steigende Spannungen zwischen ihnen und den auch arbeitslosen Einwohnern.

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  • Immer mehr Importmilch im Senegal | 3 Oxfam- Studien zu Milchkrise Nord-Süd, Kleinbauern und Einzelhandel in armen Ländern

    Senegal verbraucht immer mehr importiertes Milchpulver
    Le Sénégal consomme toujours plus de lait en poudre importé

    DAKAR (AFP) - 10.02.2010 10:11
    Deutsche Übersetzung vom Blogautoren Andreas Fecke

    Milchkrise für Nord und Süd nicht gelöst!
    European Milk Board und Entwicklungsverbände fordern faire Rahmenbedingungen im Milchhandel

    Berlin/Bonn/Hamm, 15.1.2010. Das European Milk Board (EMB), Oxfam und die UN-Millenniumkampagne fordern faire Milchpreise und ein Ende des Milchdumpings, um Milchbauern in Deutschland, Europa und in den armen Ländern vor dem Ruin zu bewahren. Die geringe Verhandlungsmacht der Milchbauern in einem Marktumfeld mit vielen Überschüssen, erlaube den Milchbauern hierzulande und im Süden nicht, den Molkereien und den Supermarktketten auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Interessen als gleichberechtigte Akteure zu vertreten.
    »» lesen bei Oxfam

    Obwohl es dort mehr als drei Millionen Rinder gibt, ist der Senegal drauf und dran, den Geschmack der Milch seiner eigenen Kühe zu vergessen: das importierte Milchpulver hat sich beim Frühstück stetig durchgesetzt und dient auch als Rohstoff für quasi die gesamte nationale Joghurtindustrie. Zum selben Zeitpunkt, wo der Malawier Bingu wa Mutharika, der neue Präsident der Afrikanischen Union, es für prioritär hält, dass "Afrika Afrika ernähren kann", bleibt der Fall der Importmilch ein flagrantes Beispiel für Abhängigkeit bei Nahrungsmitteln. Innerhalb von fünf Jahren hat Senegal seine Rechnung für im Ausland gekaufte Milch von 25 Milliarden Francs CFA (38 Mio. Euro) in 2002 auf 58 Milliarden FCFA (88 Mio. Euro) in 2007 mehr als verdoppelt, sagt Djiby Dia, ein Forscher des senegalischen landwirtschaftlichen Forschungsinstitutes ISRA.
    Bien qu'il ait trois millions de bovins, le Sénégal est en train d'oublier le goût du lait de ses propres vaches: la poudre de lait importée s'est imposée progressivement au petit-déjeuner et sert de matière première à quasiment toute l'industrie nationale du yaourt.
    Au moment où le nouveau président de l'Union Africaine, le Malawite Bingu wa Mutharika, juge prioritaire que "l'Afrique puisse nourrir l'Afrique", le cas du lait importé reste un exemple flagrant de dépendance alimentaire.
    En cinq ans, le Sénégal a plus que doublé sa facture de lait acheté à l'étranger, de 25 milliards de francs CFA (38 millions d'euros) en 2002 à 58 milliards (88 MEUR) en 2007, relève un chercheur de l'Institut sénégalais de recherches agricoles (Isra), Djiby Dia.

    Milchpulver 1, Senegal (c)AFP, jan2010
    Foto (c)AFP: Eine Verkäuferin zeigt eine zur Fertigung von geronnener Milch mit Milchpulver gefüllte Schüssel
    Une vendeuse sénégalaise montre un bac rempli de lait en poudre qui servira à faire du lait caillé, le 27 janvier 2010 à Dakar

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  • Welthungergipfel - Nachtrag eines Karikaturisten

    Von Haadad, aus Al Hayat
    Zeichnung von Haddad aus der Londoner panarabischen kritischen "Al Hayat"

    Alles weitere zum FAO-Gipfel ist schon gesagt und steht » hier in diesem Blog.

  • Fazit FAO Welthungergipfel: Offenbarungseid der Reichen, Attacke der Nahrungs-Multis, Widerstand der NGOs

    Zunächst das

    FOTO DER WOCHE:
    (c)AFP, Mouammar Kadhafi, Silvio Berlusconi, Hungergipfel FAO à Rome, le 16 novembre 2009
    (c)AFP, Mouammar Kadhafi, Silvio Berlusconi, Hungergipfel FAO à Rome, le 16 novembre 2009

    Zwei der wichtigsten Männer auf der Konferenz, und damit ist schon fast alles gesagt.

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  • Welthunger: Welternährungsorganisation FAO mobilisiert (Petition) für Romkonferenz gegen Hunger

    Soeben ist zu lesen, dass der Asien-Pazifikgipfel APEC ein gutes Klimaabkommen in Kopenhagen platzen lassen will, worüber ich mich morgen oder übermorgen noch in meinem nächsten Beitrag zum Thema Klimaflüchtlinge aufregen werde.
    Auch die Welthungerkrise kann ja nicht vollständig vom Klimawandel abgetrennt werden und einzig mit ganz anderen Agrar- und Entwicklungspolitiken bekämpft werden, aber bei diesem Menschheitsproblem geht es jetzt schon ziemlich definitiv zur Sache: Morgen beginnt in Rom die Welternährungskonferenz, bei der einige reiche Staaten, darunter Deutschland, von versprochenen Hilfeleistungen nur noch einen kleinen Teil kennen und umsetzen wollen, » siehe hier in einem mit vielen Infolinks bestückten Aufruf der NGO avaaz.
    Die gute Nachricht: Es gibt eine neue, absolut unterstützenswerte Initiative von der Welternährungsorganisation FAO:

    Banner Hungerpetition FAO

    "Eine Millarde Menschen leben ununterbrochen in Hunger. In der Zeit, die Sie brauchen, um dieses Video anzuschauen, sterben zwei Kinder an Hunger.
    Wenn sie auch meinen, dass diese Situatioon unakzeptierbar ist, dann unterzeichnen Sie bitte diese Petition «Ich bin einverstanden»."

    Zum Video und zur Petition der FAO geht es mit Klick hier rechts.
    In Rom werden Nägel mit Köpfen gemacht, beziehungsweise vielleicht leider ohne Köpfe. Lärmen wir, was das Zeug hält, und danach für die Kopenhagener Klimakonferenz!
    Es gibt höhere Werte und Pflichten als unser glimpfliches Davonkommen und unser Wachstum!
    »»» Alle Welthungerartikel hier im Blog

  • Das Ausmaß des EU-Milchdumpings - Alternativer Ernährungsgipfel in Rom - Info unabhängige Bauerngewerkschaften

    von Burki aus 24H; LausanneKommende Woche findet in Rom der Welternährungsgipfel statt, und nebenan ein » internationales Parallelforum von Organisationen, die für eine andere Landwirtschaft und Argrarpolitik einterten. Dazu mehr unten, hier zunächst ein paar interessante Zahlen am Beispiel der Milchpreise:

    Die Europäische Union hat nach den Recherchen der Nichtregierungsorganisation Oxfam seit Jahresbeginn den Export von umgerechnet sieben Millionen Tonnen Milch mit knapp 300 Millionen Euro gefördert. Das entspricht einer Steigerung der Subventionen um das Zehnfache im Vergleich zum Vorjahr (2008: 29 Millionen). Die subventionierte Milchausfuhr hat einen Anteil von fünf Prozent an der europäischen Milchanlieferung und von 17 Prozent am Weltmilchmarkt.

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  • Welthungertag 16. 10. - Welthungerbericht: 1 Millarde Menschen hungern jetzt

    Banner Hungerskandal avaaz

    Zuerst mein Kommentar: «Sarkozy sagt, im Mittelmeerraum, in Afrika werde sich die Zukunft der Menschheit entscheiden, ob Krieg oder Frieden, ob Hass oder Miteinander, ob Fundamentalismus oder Demokratie, ob Armut oder Wohlstand. Wir sagen, am Thema Afrika und Solidarität wird sich die Frage des Humanitätsanspruchs der gesamten Menschheit entscheiden. Sind wir eine Menschheit oder zwei oder drei, sind wir Menschen oder ein Irrtum der Evolution?» Das ist der letzte Satz aus dem Manifest einer von mir gegründeten Afrikasolidaritätsgruppe in einem grünen Netzwerk. Im Zusammenhang mit dem folgenden Bericht (aus spiegel-online gemopst) dehne ich ihn natürlich aus, aber nur geographisch.

    (c)AFP- Jacques Diouf le 19 juin 2009 au siège de la FAO à RomeFAO-Chef Jacues Diouf, Senegal, am 19.06.09 in Rom, (c) AFP

    Die Uno schlägt Alarm: Die Wirtschaftskrise hat nach Angaben der Ernährungsorganisation FAO verheerende Auswirkungen für die Armen in der Welt. Heute leidet mehr als eine Milliarde Menschen an Unterernährung - so viele wie seit fast 40 Jahren nicht.
    Rom - Es sind dramatische Zahlen, die die Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO am Mittwoch in Rom in ihrem Welthungerbericht verkündete: Die Zahl der Hungerleidenden stieg 2009 als Folge der Krise auf 1,02 Milliarden an - den höchsten Wert seit 1970. Damit leidet heute statistisch jeder sechste Mensch auf der Welt unter Hunger und Unterernährung, insgesamt 100 Millionen Menschen mehr als 2008.

    PLUS, UNTEN, UNTER DER wELTHUNGERKARTE:
    Weniger Geld für die Ärmsten der Armen
    Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schlägt Alarm: Weil viele Geberländer ihre Finanzzusagen nicht einhalten, müssen die Hilfen für arme Länder gekürzt werden. Zugleich steigen die Lebensmittelpreise.

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  • Welternährungsgipfel in Rom: Den Hungerskandal beenden! Eine avaaz-petition

    13.11.2009 - Kommende Woche findet in Rom der Welternährungsgipfel statt, und nach dem Willen einiger reicher Länder soll dort Stillstand bis Rückschritt praktiziert werden, während die Zahl der chronisch an Hunger Leidenden ständig steigt.
    Meine Lieblings-NGO avaaz.org hat eine Petition an den Gipfel lanciert:

    DER AUFRUF
    an die G8-Staaten auf dem Welternährungsgipfel in Rom

    Welthngerkarte 2008 - 2009
    Entwicklung Welthunger 2008-2009

    Heute erleidet einer von sechs Menschen auf der Welt Hunger. Die jüngste Finanzkrise hat die Armut explodieren lassen, aber unsere Regierungen zögern die notwendigen Entscheidungen hinaus.
    In der kommenden Woche treffen sich auf dem Welternährungsgipfel in Rom Staatschefs und Regierungen, um der wachsenden Ernährungskrise eine Antwort zu geben.
    Die beste Lösung bestünde in Investitionen in nachhaltige Landwirtschaft, wie sie von Kleinbauern in den armen Ländern betrieben wird, aber Franmkreich, Deutschland, Großbrotannien, Italien und Japan sind im Rückwärtsgang, denn sie verweigern die Freigabe von vor einigen Monaten zur Unterstützung dieser Landwirtschaft versprochenen 20 Milliarden Dollar.
    Millionen Menschenleben stehen auf dem Spiel, und dies ist Anlas für uns, unsere Regierungen an das Einhalten ihrer Versprechen zu erinnern. Unterzeichnen Sie die folgende Petition, sie wird im Rahmen einer spektakulären Aktion am Vorabend des Gipfels am römischen Kolisee den Staatschefs direkt übergeben.
    http://www.avaaz.org/de/world_hunger_pledges/98.php?CLICK_TF_TRACK

    »»» Und/oder weiterlesen, auf deutsch, französisch und englisch, mit vielen zusätzlichen Infolinks

  • G8 2008 (IV.): Fazite aus Afrika

    (3 Artikel erweitert und reaktualisiert)
    "Versprechen betreffen nur diejenigen, die daran glauben". Dieses Jacques Chirac zugeschriebene Zitat eröffnet gleich zwei der sechs Afrikanischer Klimademonstrant in Bali 2007Kommentare aus der afrikanischen Presse, die ich hier anstelle einer eigenen Kritik in voller Länge übersetzt vorstelle.

    Warum macht der das, diese stundenlange Arbeit? Keine Bange um meine Person, es trainiert den Geist und als klitzekleines Schneiderlein schlage ich gerne mehrere Fliegen mit einer Klappe: meine eigene Meinung kommt in den durchaus nicht unisonen Texten auch zum Ausdruck, alleine wäre sie aber uninteressant und in einer Woche vergessen (wenn zuvor überhaupt gelesen), während dieser Bericht noch monatelang angegoogelt werden wird.
    Zum Zweiten will ich immer wieder den afrikanischen Kontinent als einen darstellen, wo man tatsächlich auch denken kann, und zwar auch über sich selbst und nicht nur über sich selbst. Zum Dritten steht für mich persönlich als Weltbürger die Devise "global denken, global handeln" (eigentlich ja Aufgabe der G8) über dem richtigen "global denken, lokal handeln". Dazu gehört aber zuvor das "global sehen". Meine Sprachkenntnisse erlauben mir das, und so will ich mein Engagement auch dafür einsetzen, dies Euch, die Ihr diesen Beitrag lest, weil Ihr keine fremdsprachigen News durchknattert, auch zu ermöglichen. Kommen wir nach diesem persönlichen Einblick anstelle eines politischen Ausblicks also zur Sache:

    von MIX_ET_REMIX

    Anm.: der frz. Sprechblasentext wurde von mir eingedeutscht

    Für eventuell weniger Informierte als
    »»» Vorabinfo: mein Artikel «G8 (II) - Der lasst hundert Blumen blühen - Gipfel?»

    Neben "kleineren" Themen wie Nahrungsmittelpreise/ Biokraftstoffe und den Finanzkrisen waren beim G8-Gipfel in Japan zwei Themen die hauptsächlichen: Ziele für den Klimaschutz und die schon 2005 und 2007 verprochenen erhöhten jährlichen und einmaligen Afrikahilfen. Daher wird hier Afrika sprechen, und zwar über beides und mehr. Das Inhaltsverzeichnis der auf mehrere Seiten verteilten Texte befindet sich unten auf dieser Seite 1, sämtliche Bilder und Karikaturen habe ich hinzugefügt.
    Einleitung jetzt ist eine mit einigen Zahlen von Oxfam beginnende Erklärung des französischen Sprechers der Nichtregierungsorganisation (NGO) Oxfam International Luc Lamprière [vom 8. Juli,
    »» zum Original]:

    von BLEIBEL aus AlMustaqbar(Libanon)Oxfam hat ausgerechnet, dass beim bisherigen Zahlungsrythmus bei der einmaligen Hilfe für die Bekämpfung der Epidemien bis 2010 etwa 30 Milliarden am Versprechen fehlen. Diese Summe entspricht fünf Millionen geretteter Aids/HIV - Opfer.
    Prozentual zu ihrer Wirtschaftsleistung ist die Entwicklungshilfe der G8-Staaten geringer als in den 1950er Jahren.
    Im Vergleich zu 2006 sank sie 2007 um 14,1%. Ausnahmen: Kanada und Deutschland.
    In den letzten sechs Monaten mobilisierte die G8 1000 (tausend) Milliarden Dollar zur Rettung ihrer Banken. Ein Zwanzigstel dieser Summe hätten gereicht, die den Afrikanern gemachten Versprechen einzulösen.
    Presseerklärung:
    "Unter dem Druck der NGOs scheiterte der Versuch der Führer der G8, ihre Versprechen zurückzunehmen. Nun bleiben ihnen noch zwei Jahre, um die in Gleneagles 2005 versprochenen Schecks zu unterschreiben.
    Die Bestätigung der vor drei Jahren eingegangenen Verpflichtungen ist noch kein Sieg. Nach den schönen Reden auf den Gipfeln zurück in der Heimat pflegen die Chefs der G8 ihre Zusagen diskret zu begraben.
    Die Schecks müssen schnellstens unterzeichnet werden. Erst wenn die fehlenden Gelder überwiesen sind kann das Ereignis gefeiert werden. Heute noch, in den nächsten 24 Stunden, sterben 8000 Menschen an Aids und 1400 Frauen bei der Niederkunft.
    Als Präsident der EU für die kommenden sechs Monate hat Nicolas Sarkozy eine wichtige Rolle, um für die Einhaltung der Versprechen zu sorgen. Umso mehr, als im eigenen Land in den nächsten Tagen das Entwicklungshilfebudget für die nächsten drei Jahre festgelegt wird.
    Oxfam France wird ihn sofort auffordern einen eindeutigen Zeitplan zur Erhöhung der französischen Hilfe vorzulegen, um die europäischen Ziele zu erreichen: bis 2015 0,7% des BIP, mit bis 2010 als Zwischenstufe 0,56%."

    »»» Wer ist und was tut OXFAM?

    Inhalt:
    Seite 2: "Ein Dollar mehr für das Klima, einen Dollar weniger für die Gesundheit" aus der Webseite allafrica.com.

    Seite 3: Eine sehr umfassende, kritische und sachliche Bilanz aus Algerien.

    Seite 4: Zwei "kräftige", so selbstkritische wie G8-kritische Zeitungsartikel, und zwar aus Burkina Faso und dem Gabun.

    ACHTUNG: Ab hier geht es wegen Hitzewelle, einer Seite 7 zur gescheiterten Welthandelskonferenz und nun dem Georgienkrieg erst in Mitte September weiter.

    Seite 5: Ein etwas feuriger Bericht aus Mali über das dort gleichzeitig abgelaufene internationale Alternativforum.

    Seite 6: Ausblick und Ende.

    Seiten: 1 2 3 4 5

Täglich Berichte der afrikanischen AFP- Korrespondenten deutsch & FRANCAIS:

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von Bertrams aus Het Parool(Amsterdam) 0903JoepBertrams Patrick Chappatte (Suisse) – Le Temps (Genève) – 3 février 2007 eattherichtheyneedit G-20 Superheros
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